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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Vierteljahrs-Wetter-Rundschau  der  Deutschen  Seevwtrte,  Frühling  1885.

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nach  Oste»  gedrängt  worden  war,  nach  dem  Einsetzen  des  Passats  die  östliche
Route  wählte,  war  nur  empfehlenswert!»  Es  möchte  jedoch  auf  derselben  vielleicht ­
  ein  noch  günstigeres  Resultat  erzielt  worden  sein,  wenn  man  später
südlich  von  den  Kap  Verden  einen  südwestlicheren  Kurs  eingeschlagen  hätte.
Wenigstens  gebrauchte  „Parsifal“  hier  längere  Zeit  als  der  Mitsegler.  Jenes
Schiff,  das  in  22°  W-Lg  die  Linie  kreuzte,  beuöthigte,  um  zu  derselben  von
y°  N-Br  ab  za  gelangen,  5  Tage,  während  „Emma  Römer“  von  4,2°  N-Br  aus
in  weniger  als  drei  Tagen  den  in  26,2°  W-Lg  überschrittenen  Aoquator  erreichte. ­
  „Katharinedas  folgende  Schiff,  traf  gleich  nach  dem  Verlassen  des
Kanals  lange  anhaltende  Westwinde  an,  welche  eine  Wirkung  von  Niederdruekgebieten
  waren,  die  zu  Ende  April  und  Anfang  Mai  westlich  von  und  nahe  bei
Grofsbritannien  auftraten.  (Siehe  Karton  V  und  VI.)  Da  diese  Winde  indessen
vorherrschend  aus  raumer  Richtung  wehten,  liefs  sich  bei  ihnen  noch  ein  ziemlich
günstiger  Fortgang  erzielen.  Weniger  befriedigend  war  später  die  geringe
Stärke  und  die  Unbeständigkeit  des  Passats.  Es  war  dies  eine  Folge  davon,
dafs  der  hohe  Luftdruck  mittlerer  Breiten  damals  nahezu  verschwunden  war.
(Siehe  Karte  VI.)
Dio  Reisen  von  „Spica„Adelaide“,  „Asante“,  „Dione„Panama u  und
„Papa“  zeichnen  sich  aus  durch  ihre  so  sehr  verschiedene  Dauer.  Die  der
„Spica“  betrug  41  Tage,  während  die  Fahrt  des  „Papa“  nur  23  in  Anspruch
nahm.  „Spica’s“  Reise  wurde  gleich  nach  dem  Verlassen  des  Kanals  ganz
ungewöhnlich  verlängert.  Die  auf  Karte  VI  verzeiehneten  Niederdruckgebiete, ;
welche  sich  Anfangs  Mai  zur  Mündung  des  Kanals  bewegten,  verursachten
anhaltende  Südvvestwinde,  welche  das  Schiff  naeh  Osten  drängten  und  bei  denen
sich  nur  langsam  Fortschritt  erzielen  liefs.  Dagegen  fanden  die  anderen  Mitsegler ­
  fast  von  Anfang  an  östliche  Winde,  welche  die  Schiffe  sehr  rasch  nach
Süden  führten.  „Adelaide“  welche  südlich  von  50°  N-Br  noch  au  einigen  Tagen
ungünstige  Winde  gefunden  hatte,  war  durch  den  westlichen  Schnittpunkt  jenes
Parallele,  der  eine  Folge  der  Umsegelung  der  Nordspitze  Schottlands  war,  von
vornherein  bevorzugt.  Der  Parallel  von  30°  Nord  wurde  von  allen  Schiffen
mit  nur  wenig  Tagen  Unterschied  erreicht.  „Dione“  schlug  von  dort  aus  den
Ost  von  den  Kap  Verden  nach  Süden  führenden  Weg  ein,  während  die  übrigen
Schiffe  sich  westlich  hielten.  Diese  letzteren  trafen  es  anfänglich  ungünstiger
an,  als  jenes  Schiff.  Es  konnte  „Dione“  vom  17.  bis  zum  23.  Mai  von  34,4®  N-Br
in  17,4°  W-Lg  nach  20,7°  N-Br  in  20,2°  W-Lg  vorrücken,  während  „Papa“  in
derselben  Zeit  nur  von  31,8°  N-Br  iu  23,8°  W-Lg  nach  25,6°  N-Br  in  27,4“  WLg
gelangte.  Derselbe  war  während  5  Tage  durch  Windstille  und  leichte  südliche
Winde  zurückgehalten,  während  „Dione“  gleichzeitig  von  mäisigen  bis  frischen
Ostwinden  begünstigt  worden,  war.  Die  Ursache  dieser  verschiedenen  Verhältnisse ­
  war  das  Auftreten  jenes  flachen,  sich  in  öuregelmäfsiger  Bahn  bewegenden
Niederdruckgebietes,  welches  Karte  VII  zeigt.  Nachdem  sich  der  Passat  bei
„Papa“  jedoch  eingestellt  hatte,  wehte  er  derart  frisch,  dafs  hierdurch,  wie
durch  die  grofse  Segelfähigkeit  des  Schiffes,  und  besonders,  weil  eben  nördlich
der  Linie  günstigere  Verhältnisse  angetroß'en  wurden,  das  Verlorene  vollständig
wieder  eiugehoU  werden  könnte.  Ana  27.  und  28.  Mai  hatten  alle  sechs  in
Betracht  kommenden  Schiffe  den  Parallel  von  10°  Nord  überschritten.  Es
waren  dann,  um  von  dort  den  Aequator  zu  erreichen,  für  „Papa“  nur  6,  für
dio  übrigen  aber  durchschnittlich  noch  12  Tage  erforderlich.
Von  den  beiden  folgenden  Schiffen  der  Liste,  dem  Al  Pust“  und  der
„Okeiawelche  am  14.  und  15.  Mai  Lizard  passirten,  blieb  das  letztere  Schiff
in  ganz  unerklärlicher  Weise  gegen  den  Mitsegler  zurück.  Dieser  traf  vom
Kanal  an  kräftigen,  günstigen  Wind,  der  sich  von  44°  N-Br  bis  zur  südlichen
Passatgrenze  hin  ununterbrochen  in  östlicher  Richtung  hielt.  Nachdem  der
„J.  F.  Pust“  die  Kap  Verden  an  ihrer  Ostseite  passürt  hatte,  verfolgte  auch  er
in  nicht  empfehlenswerther  Weise  noch  für  längere  Zeit  einen  Südkurs.  Das
Schiff  erreichte  daher  den  Stillengürtel  in  der  wenig  günstigeren  Position  von
7,5°  N-Br  in  19,2°  W-Lg  und  gebrauchte,  um  denselben  von  hier  aus  zu  überschreiten, ­
  länger  als  eine  Woche,  Erst  am  11.  Juni  gelang  es,  in  1,5°  N-Br
und  17°  W-Lg  den  Südostpassat  anzutreffen,  der  das  Schiff  rasch  zur  Linie
führte.  Uebrigens  benöthigten  auch  die  Schiffe,  welche  die  Aequatorkalmen
            
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