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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

lieber die Genauigkeit nautisch-astronomischer Beobachtungen auf See. 161 
Chronometerkontrolle durch Monddistanzen. 
Von den auf See gemessenen Monddistanzen wähle ich die mit einem 
astronomischen Rohr von 9 l /2facher Vergröfserung beobachteten zur Bestimmung 
des wahrscheinlichen Fehlers aus; dieselben sind eämmtlieh angestellt mit einem 
Sextanten von Adams» dessen Excenlricitätsfehler auf der Seewarte bestimmt 
ist, während Theilung, Spiegel, Blendglääer und Fernrohr das Prädikat gut 
erhalten haben. Da die Ableitung des wahrscheinlichen Fehlers der Distanzen 
von der Sonne und von Sternen getrennt durchgeführt ist, so ist in der Zu 
sammenstellung in der letzten Spalte jeder Beobachtung das Zeichen 0 oder * 
beigefügt worden, zugleich mit einer Notiz, ob die Distanz ab- oder zunehmend 
gewesen ist. Jede Beobachtung beruht auf sechs Einzelmessungen. 
Datum 
der 
Beobachtung 
Aus der 
Beobachtung 
folgender 
Chronometer- 
Stand 
Interpölirter 
Chronometer- 
stand 
Differenz 
R.—Beöb. 
Bemerkungen 
Fehler 
in 
Distanz 
1887 
April 
S 
4-25“ 48* 
4-26® 18* 
4-0® 30* 
* zunehmend 
18" 
! Ä 
4 
4-26® 29* 
4- 26® 20* 
— 0® 9* 
* * 
5" 
5 
4-26® 49« 
4-26® 23* 
— 0™ 26* 
* » 
15" 
f> 
4-23® 0* 
4-26» 23* 
4-3® 23» 
x abnehmend 
127" 
» 
6 
4-24“ 32“ 
4-26® 25* 
4- 1® 53» 
* y 
72" 
ß 
4-23“ 10“ 
4-26® 25* 
4-3® 10* 
■* zunehmeßd 
120" 
Iß 
4-26® 21* 
4- '26® 46* 
4-0® 23» 
0 abnehmend 
12" 
16 
4-25® 37* 
4-26® 46* 
4-1™ 9» 
0 , 
32" 
17 
4-24“ 67* 
4-26® 48* 
4- 1™ öl» 
© 
51" 
17 
4-25“ 54* 
4-26™ 48* 
4-0® 54» 
© * 
25" 
28 
4-25® 39* 
4-27» 11* 
4-1'" 32» 
0 zunehmend 
46" 
28 
4-26® 38* 
4-27® II s 
4-0™ 33» 
* 
16" 
| 
28 
4- 26™ 58* 
4-27“ 11» 
4-0® 13* 
* abnehmend 
7" 
Mai 
2 
4- 27® 47* 
4- 27® 20* 
— 0® 27» 
x zunehmend 
14" 
2 
4- 27“ 6* 
4-27“ 20* 
■f 0® 14* 
« abnehmend 
8" 
2 
4-23® 50* 
4-27“ 20* 
4- 1® 30* 
54" 
3 
4- 27® 2» 
4-27“ 22» 
4-0® 20* 
# » 
12" 
3 
4-28® 46* 
4- 27»» 22» 
— 1® 24* 
# zunehmend 
47" 
4 
4- 2 8” 22* 
4-27® 21* 
— 0® 58 * 
* 
32" 
4 
4-28® 19- 
4- 27® 24» 
— 0® 55» 
* 
34" 
Sept. 
8 
4- 33“ 12- 
4-33“ 34* 
4-0® 22» 
© abnehmend 
10" 
12 
4- 31“ 59* 
4-33® 38* 
4- 1® 39» 
51" 
13 
4- 32® 33* 
4-33“ 39» 
4-1® 6* 
35" 
21 
4- 34® 20* 
-4- 83 ra 47 § 
~0® 33» 
0 zunehmend 
18" 
21 
4-34“ 37* 
4-33® 47» 
— 0» 50* 
28" 
22 
4-33® 12* 
4-33® 4» 
4-0® 36» 
0 
19" 
22 
4- 32® 39* 
4-33® 48» 
4-1® 9« 
39" 
! 
25 
4- 34® 59* 
4-33® 51* 
— 1® g» 
« 
36" 
1 
25 
4- 34“ 6* 
4- 33 " 51* 
— 0® 15» 
x abnehmend 
29 
4- 33® 8* 
4- 33® 55» 
4- 0“ 47* 
* zunehmend 
19" 
Dez. 
20 
4-36™ 14* 
4-35“ 22» 
— 0“ 62* 
x abnehmend 
27" 
21 
4-34“ 56» 
-f- 35^ 28 s 
+ 0® 27* 
13" 
! n 
22 
4- 35“ 35* 
4- 3524* 
— 0“ 11* 
* „ 
5 ** 
w 
» 
25 
4-34™ 36« 
+ 8S® 27» 
4-0“ 51* 
* zunehmend 
25" 
. 
Da die Schnelligkeit der Distanzänderuug sehr verschieden ist, so ist für 
jede Beobachtung aus der Abweichung des Chronometerstandes rückwärts der 
Fehler der betreffenden Distänzinessung berechnet und in der letzten Spalte 
angegeben. Obgleich derselbe sich streng genommen auf die wahre Distanz 
bezieht, so habe ich doch die Reduktion auf die scheinbare Distanz unterlassen, 
da dieselbe erstens fast immer in demselben Sinne, und zwar verkleinernd, 
wirkt und zweitens die Werthe dieser Korrektionen zu klein sind, um die 
Forderung so grofser Genauigkeit zu begründen. 
In den Gröfsen der letzten Spalte stecken zum Tkeil noch konstante 
Fehler, die sich durch geeignete Kombination von mehreren Distanzmessungen 
eliminiren lassen. Als solche hat man anzusehen erstens den Einflufs kleiner 
Ungenauigkeiten der Spiegel, Blendgläser und Theilung, sowie einer ungenauen 
Stellung der Spiegel und des Fernrohrs, die bei der Reduktion nicht berück 
sichtigt sind, und zweitens die konstanten, d. h. stets in demselben Sinne
	        
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