accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

lieber die Genauigkeit nautiscli-ash'onomiseber Beobachtungen auf See. 
159 
passage angestellt wurde. An jedem Abend sind etwa 5 bis 6 Sterne beob 
achtet worden. Es läfst sieh von vorne herein erwarten, dafs sich bei den 
über zwei entgegengesetzten Tlietlen des Horizontes angestellten Beobachtungen 
ein Theil der Fehlerquellen elitniniren läfst, und in der That zeigt sieh, dafs 
diejenigen Breiten, welche auf einer Kombination von solchen Beobachtungen 
beruhen, mit einem wahrscheinlichen Fehler von + 1,7' behaftet sind, während 
derselbe in denjenigen Fällen, wo über einem und demselben Punkto des 
Horizontes gemessen wurde, + 3,1' beträgt. 
Breite aus den Höhen zweier Sterne und der Differenz 
ihrer Stundenwinkel. 
I 
1 Datum 
der 
Beobachtung 
II 
Beob 
achtete 
Breite 
irr 
Wahr 
scheinliche 
Breite 
XV 
Differenz 
V 
Beschaffenheit 
der Kimm 
1885 Nov. 2 
37° 21'S 
37° 27' S 
6' 
normal 
» 
» 7 
41® 12'S 
41° 19'S 
7' 
schlecht 
, 18 
43° 31' S 
43° 38'S 
7' 
schlecht 
» 19 
43° 25' S 
43° 27' S 
2' 
gut 
* 27 
43° 52'S 
43° 54' S 
2' 
normal 
Dez. 2 
40° 55' S 
40® 50' S 
5' 
gut 
, 3 
41° 46' S 
41° 50'S 
4' 
gut 
40° 30' S 
40° 35' S 
5' 
normal 
1 1887 Febr. 16 
48° 5' S 
48° 9' S 
4' 
gut 
» 21 
51° 0' S 
50» 51' S 
9' 
normal 
i , 
* 22 
51° 0' S 
61» 1' S 
1' 
gut 
, 24 
51° 37' S 
51° 38'S 
1' 
normal 
» 24 
61° 40' S 
51° 38' S 
2' 
normal 
» 26 
51° 34' S 
51° 34' S 
0' 
gut 
» 26 
51° 35' S 
51° 34' S 
V 
gut 
März 16 
50° 39' S 
50° 39'S 
0' 
gut 
• 21 
39° 26' S 
39° 21' S 
5' 
normal 
„ 22 
37° 21' S 
37° 17' S 
4' 
gut 
. 24 
34° 31' S 
34° 27' S 
4' 
gut 
# 27 
32° 34' S 
32® 39' S 
5' 
normal 
Sept. 20 
1° 24' N 
1» 22'N 
2' 
gut 
, 21 
2° 39' S 
2° 33' S 
6' 
gut 
| 
Okt, 4 
44° 30' S 
44° 23' S 
7' 
normal 
I 
Dez. 5 
45° 31' S 
45° 34' S 
3' 
normal 
1 * 
* 6 
41° 52'S 
41° 58' S 
6' 
normal 
Der hieraus folgende wahrscheinliche Fehler in Breite beträgt + 3,0', 
ist also nicht gröfser, als hei der Breitenbestimmung durch den Polstern und 
durch Meridianhöhen von Sternen. Die Reduktion geschieht in der einfachen 
Weise, dafs inan für zwei, um etwa 30' von einander verschiedene Breiten die 
Stundenwinkel von jedem Stern berechnet und dann durch Interpolation die 
jenige Breite ermittelt, für welche die Differenz der Stundenwinkel gleich der 
Differenz der Rektascensionen wird. Erwägt man endlich den Umstand, dafs auch 
bei theilweise bedecktem Himmel in den meisten Fällen ein geeignetes Stern - 
paar zur Verfügung steht, so mufs man es begreiflich finden, wenn Sir 
W. Thomson von dieser Methode sagt, dafs sie die Regel und nicht die Aus 
nahme auf See bilden solle.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.