Berechnung einer Cezoitetitafel.
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1. Berechnung der genäherten Hoch wasserzeifc. Dieselbe ist
nach (17) für das erste der innerhalb des Bereichs der Gezcitentafel faltenden
Hochwasser.
(20) t* = 15* _ ( ff _ ,) -14,49205°, log -1,16113.
Das nächstfolgende genäherte Hochwasser findet statt um:
‘i
s 0 ■— h 0 + y e —- f ■+■ i« + 180°
15° — (« — j?J
t +12,4206 !l
und so fort jedes folgende genäherte Hochwasser um 12,4206 h oder IS” 25,236“'
später als das vorhergehende.
Wir brauchen die Rechnung (20) daher nur einmal für das erste Hoch
wasser auszuführen und finden alle folgenden genäherten Hochwasserzeiten durch
successive Addition von 12 h 25,236“. Wenn t 0 < 12 b ist, so fällt dies Hoch
wasser noch vor Beginn der Gezeiten tafel, und das erste im Bereiche derselben
wird um t 0 -f- 12 h 25,236“' stattfinden. Wegen der richtigen Bildung der
Argumente, namentlich damit die eintägigen Tiden das richtige Vorzeichen be
kommen, ist es sehr airairethen, stets von der Hochwasserzeit t 0 auszugehen,
welche dem Mittage des Tages folgt, welcher dem Beginn der Gezeitentafel
vorhergeht und welcher nach (20) berechnet wird; ist dann t 0 -C 12 h , so kann
man dies Hochwasser später weglassen, braucht in der Thai die Rechnung
nicht über die Bildung der Argumente hinauszuführen.
Die Gröfsen J, r ö , g, 2v und v' sind mit dem Argument N resp. J aus den
entsprechenden Tabellen zu entnehmen und zwar für die Mitte des Zeitraums,
für welchen man die Gezeitentafel berechnen will. Soll also z. B,, beginnend
mit Jan. 1 0 h a. m. die Gezeitentafel für ein ganzes Jahr berechnet werden, so
werden s 0 und h 0 für den Mittag des 31. Dezember des vorhergehenden Jahres
und N, J, vq 2v" v, sowie P für die Mitternacht zwischen dem 1. und 2. Juli
(in Schaltjahren für den Mittag des 1. Juli) den Tabellen entnommen.
2. Bildung der Argumento. Nachdem wir die genäherte Zeit t 0 des
ersten Hochwassers und die für die Mitte des Zeitraums der Berechnung
geltenden Gröfsen ermittelt haben, werden zunächst die für die Zeit t ö geltenden
Werthe von s, h, p und p t abgeleitet und hiermit die Argumente der Tiden für
eben diese Zeit gebildet. Man wird dio Argumente so einfach wie möglich
gestalten und daher die in v (siehe [4]) vorkommenden gemeinschaftlichen
Faktoren sowie die n und \n weglassen, welche bei Berechnung der speeiellen
Hülfstafeln Berücksichtigung finden. Demgemäfs bilden wir die folgenden für
die Zeit t 0 geltenden Argumente:
(21)
• s, ; s — h-f-ü'o— £ (gilt auch für 2 MS, 2 SM, MS und S 4 )
K, : S4-V 0 —c — <•"
Ñ : s — p
L: ■$. — p — R
V, '/■ : S -+- p — 2H
- T; s—-Ui : ''P, ► c
R: s — Alt — ip, - f- — Í
K. : i + ^ — i —
O: S — f
P : s — 2 h + — ç
U.Q: s-|p—f|.
Ebenso wie wir alle folgenden genäherten Hochwasserzeiten (t) finden,
indem wir successive I2 h 25,236® zu t 0 hinzu addiron, so finden wir auch die
allen folgenden t entsprechenden Argumente, indem wir zu den für t 0 geltenden,
nach (21) berechneten Anfangswerthen successive die Aendernng des Arguments
in 12 h 25,236“' hinzuaddiren. Dabei ist jedoch zu beachten, dafs wir für zwei
aufeinander folgende Hochwasser u -j- (<p — ;t) und 180° -f- ft -f- (sp — A*) und
dem entsprechend in v n/u — x 0 für das zweite Hochwasser n. 180° -f n,u
emzusetzen haben. Wenn n eine gerade Zahl ist, so ist n . 180° ein Vielfaches