Ueher den Nutzen der Temperatnrkorrektion der Chronome tergänge.
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der Berücksichtigung der Temperatur); und am 4. November 46,49* ohne Be
rücksichtigung der Temperatur, 6,10* mit Berücksichtigung der Temperatur, also
-f- 40,39* (zu Gunsten der Berücksichtigung der Temperatur). Äufserdem er
geben sich noch mehrmalige Differenzen von gegen + 20*.
Die stärksten Differenzen zeigte das dritte Chronometer Eppner 161.
Datum .......
8. März
1. Okt.
4. Noy,
21. Jan.
4. Mai
26. Juni
25. Juli
16. Dez.
Zwischenzeit
82 Tage
64
34
78
62
46
29
64
Vorherg. Zwischeuzt. . .
29 ,
36
64
34
48
62
46
46
Mit Berücksicht, d. Temp.
45,37*
17,87*
16,98*
1,03»
36,72*
9,09 s
1,44*
37,26*
Ohne Berücksicht, d. Temp.
187,12»
58,9V
80,40*
75,23s
141,77 s
26,23 s
23,99 s
75,44 s
Differenz
141,75«
41,08*
63,42 s
74,20*
105,04 s
17,14 s
22,55*
38,18»
Chronometer Eppner No. 222 M No. 186 S. M. Brigg „Musquito“. Bei
diesem Chronometer zeigte sich die erste grofse Differenz in den Fehlern am
17. August 1885, nachdem mit einem mittleren Gange, gefunden aus einer sechs-
tägigen Zwischenzeit, 45 Tage weiter gerechnet wurde, zu -f- 139,02*.
Die Temperaturschwankung war während dieser Zeit eine geringe. Mit
dem aus der 45tägigen Zwischenzeit gefundenen mittleren Gange 18 Tage, also
bis zum 4. September weiter gerechnet, ergab sieh eine Differenz in den Fehlern
von 3,68* und zwar zu Gunsten der Berücksichtigung der Temperatur.
Hierauf wurde wieder der mittlere Gang aus einer Zwischenzeit von
25 Tagen berechnet, damit 46 Tage weiter gerechnet, worauf sich am 14. No
vember wieder eine Differenz in den Fehlern von -}- 213,77* ergab.
Weiterhin ergab sich, nachdem mit dem neu gefundenen mittleren Gange
33 Tage weiter gerechnet worden, am 19. Dezember eine Differenz von — 4,34’.
Die nun folgenden Differenzen sind bis zum 2. April 1886 gering.
An diesem Tage zeigt sich die Differenz — 33,81*, trotzdem der mittlere
Gang aus einer verhältnifsmäfsig geringen Zwischenzeit von 15 Tagen gefunden
war. Es kann kaum ein Zweifel bestehen, dafs es sich bei dieser aus der
sonstigen Reihe ganz herausfallenden Zahl um einen Beobachtungsfehler handelt,
wenn derselbe auch ans dem Material des Chronometer-Journals nicht mehr
nachzuweisen ist. Bei der nächsten Bestimmung am 5. Mai ist die Differenz
wieder -j- 55,94*.
Beim Chronometer Bröcking No. 913 M. No. 189, welcher ein dichtes
Gehäuse hat, zeigte sich in nur einem Falle eine gröfsere Differenz und zwar
am 17. August 1885 im Betrage von 2,27* mit Berücksichtigung der Temperatur,
109,65* ohne Berücksichtigung der Temperatur, Differenz 107,38* zu Gunsten
der Berücksichtigung der Temperatur.
Bedenkt man, dafs vielfach die Berücksichtigung der Temperatur ange
griffen, ja sogar der Rückkehr zu der älteren nur auf den mittleren Gang ge
gründeten Methode das Wort geredet wird, so mufs der durch Anwendung der
Temperaturkoefficienten erzielte Gewinn nach Ausweis der vorliegenden Zu
sammenstellung als ein überraschend grofser und der Beweis des Vorzugs der
neueren Methode als ein schlagender bezeichnet worden.
Einen Sehlufs auf den Vortheil der Verschliefsung, welcher übrigens aus
anderen Untersuchungen unzweifelhaft hervorgeht, gestattet die hier gemachte
Zusammenstellung noch nicht, es scheinen die sonstigen Unterschiede der ein
zelnen Chronometer über den durch den Verschlufs hervorgebrachten Unterschied
zu überwiegen. Für diese Frage wird das Ergebnifs der Fortsetzung dieser
Zusammenstellung auf Grund der neu eingehenden Journale abznwarten sein.