accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

150 
Geber den Nutze» der Temperaturkorrektion der C h ron oniet ergibge. 
Uebersicht der gefundenen Felilersummen aus der Berechnung mit und ohne Berücksichtigung 
der Temperatur. 
Lfd. 
M 
Zwischenzeit 
Summe der 
Fehler mit 
Summe der 
Fehler ohne 
Differenz 
+ : ku 
j 
Fabrikant 
No. 
S. M. Schiff 
Berücksich- 
Berücksich- 
Gunsten 
Bemerkungen 
No. 
No. 
von 
bis 
tigwng der 
Temperatur 
tigung der 
d. Temp.- 
Temperatur 
Korrekt- 
1. 
Bröcking 
857 
162 
„Prinz Adalbert“ 
9. März 1883 
16. Dez. 1885 
Ä 
218,48 
s 
34046 
4-121,98 
1 
2. 
Kuoblieh 
1943 
152 
294,95 
435,47 
+140,48 
Dichtes Gehäuse: 
| 3. 
Eppner 
161 
22 
304,72 
904,01 
+599,29 
4. 
Eppner 
öda 
186 
„Musquito“ 
4. Mai 1:885 
24.Aug.1886 
307,40 
668,88 
+361,48 
6. 
Bröcking 
913 
189 
151,23 
264,72 
+113,49 
Dichtes Gehäuse 
6. 
Knoblich 
1842 
103 
169,79 
356,87 
+187,08 
7. 
Bröcking 
854 
155 
,, Niobe* 
4. Mai 1885 
25.Sept. 1885 
29,43 
49,22 
+ 19,79 
Dichtes Gehäuse 
8. 
Bröcking 
922 
196 
34,51 
70,75 
+ 36,24 
9. 
Bröcking 
779 
120 
57,40 
67,61 
+ 10,19 
10. 
Knoblich 
1948 
154 
„Bayern* 
4. Mai 1885 
1. Okt. 1885 
57,93 
53,67 
- 4,26 
11. 
Cox 
1387 
96 
>3 
24,25 
35,60 
+ 11,35 
Dichtes Gehäuse 
12. 
Eppner 
218 
158 
82,91 
55,00 
+ 22,09 
13. 
Ehrlich 
429 
‘220 
2. Mai 1886 
26. Jan. 1888 
148,41 
214,48 
+ 30,07 
14. 
Bröcking 
835^ 222 
101,85 
248,64 
+136,79 
15. 
Bröcking 
922 196 
w 
n 
102,33 
144,80 
+ 42,47 
* Sn nunc der absolnten IVerthc. 
In einem einzigen Falle (Lfd. No. 10) ergiebt sich eine nennenswerte 
Gesammtdifferenz zu Ungunsten der Berücksichtigung der Temperatur. Selbst 
hier legt jedoch der grolse Gang des Chronometers von 6 S die Vermutung 
nahe, dafs Störungen Vorgelegen haben, welche die Bedeutung des Falles beein 
trächtigen. 
Von besonders grofsem Nutzen erweist sich, wie vorauszusehen, die An 
wendung der Ternperaturkoefficienteo in den Fällen, wo die vorhergehende 
Zwischenzeit, aus welcher der mittlere Gang berechnet ist, kurz ist. Wo diese 
Zwischenzeit besonders grofs ist, ergeben sich sogar Differenzen zu Ungunsten 
der Berücksichtigung der Temperatur. 
Lehrreich in dieser Hinsicht ist das Verhalten der Chronometer S, M. S. 
„Prinz Adalbert“ während der Indiensthaltung vom 9. Oktober 1883 bis 16. De 
zember 1885; und der Chronometer S. M. S, „Musquito“ vom 18, Mai 1885 bis 
24. August 1886. 
Bei Chronometer Bröcking 857 (Lfd. No. 1) ergab sich die erste gröfsere 
Differenz in den Fehlern am 8. März .1884, nachdem vom 17. Dezember 1883 
an, also 82 Tage, mit einem aus der vorhergehenden Zwischenzeit von 29 Tagen 
berechneten mittleren Gange von 3,345’ gerechnet worden war, zu + 51,98 3 . 
Die Temperatur schwankte während dieser Zeit zwischen 14,4° und 
27,7° C. Das Schiff war meistens auf See. 
Für die folgende Zwischenzeit vom 8. März bis 1. Mai (also 54 Tage), 
für welche die vorhergehende lange Zwischenzeit dem mittleren Gang zu gute 
kommt, ergeben sich die Fehler: 22,39* mit Berücksichtigung der Temperatur, 
12,19® ohne Berücksichtigung der Temperatur. Differenz — 10,26’ (zu Un 
gunsten der Berücksichtigung der Temperatur). 
Es folgen bis zum 1, Oktober weniger bedeutende Differenzen. Am 
4. November jedoch ergeben sich nach einer Zwischenzeit von 34 Tagen wieder 
die Gröfsen: 10,93’ mit Berücksichtigung der Temperatur, 54,85’ ohne Berück 
sichtigung der Temperatur, Differenz + 43,92® (zu Gunsten der Berücksichtigung 
der Temperatur). Das Schiff war in dieser Zeit auf See; die Temperatur 
schwankte von 25° zu 16° zu 25,5°. 
Chronometer Knoblich 1943 (dichtes Gehäuse), für welches dieselben 
Zwischenzeiten gelten, wie für das oben besprochene Chronometer Bröcking 857, 
ergab am 8. März einen Fehler von 98,57’ ohne Berücksichtigung der Tem 
peratur, 37,03’ mit Berücksichtigung der Temperatur, also + 61,54” (zu Gunsten
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.