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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Bemerkungen über Freetown, Westküste von Afrika. 
145 
Jahreszeit 
1879 
1880 
1881 
Regenmengen 
1882 ! 1883 
in mm 
1884 
1885 
1886 
1887 
Mittel ! 
ans. 9 
Jahren 
mm \ 
i Januar—März , . ; , 
131,6 
37,6 
26,4 
49,5 
! 
37,41 17,0 
47,8 
4,8 
■ 
132,0 
53,8 ; 
April—Juni .... 
ms 
822,7 
921,2 
462,7 
700,0,1081,0 
582/i 1015,3 
883,0 
822,8 
| Juli—September . . 
2684,8 
2838,7 
2431,7 
1795,0 
2344, i 1 2110,2 2536,2 
3760,0 
2210,0 
2523,4 
]■ Oktober—Dezember . 
517,0 
417,3 
223,5 
501,4 
554,0 ! 497,3 
1 
434,3 
743.0 
705,6 
510,4 
Jährliche Regenmenge 
i 
4270,2 
4116,3! 3602,1 
J 
2808,0 
3636,1 3705,5 
3501,2 5523,1 3930,6 
3899,31 
Die meteorologische Beobachtungsstation befindet sich wenig südlich der 
SW-Kcke des Fort Thornlon. 
Regelmäfsige Land- und Seewinde traten nur an einzelnen Tagen auf; 
vorwiegend war der Wind westlich, Stärke 1 bis 2, — Wenn auch, wie vorher 
gesagt, der Strom auf dem Ankerplatz etwas stärker war, als in greiserer Nähe 
des Landes, so setzte er doch mit greiserer Regelmäfsigkeit, während an letzterer 
Stelle, — wie aus der Lago der dort verankerten Fahrzeuge erkennbar —- 
häufig Stromwirbel und Gegenströmungen au {'traten, so dafs es auch bei nur 
kurzem Aufenthalt gerathen erscheint, das Schiff dort zu vermooren. Das Fahr 
zeug lag durchschnittlich 7 Stunden auf Ebbe und 5 Stunden auf Fluth. Zur 
Zeit der Syzygien wurde die Stärke des Ebbestroms zu 3,6 Sm, diejenige des 
Fluthstromes zu 1,5 Sm gemessen; zur Zeit der Quadraturen lief der Ebbestrom 
mit 1,5 Kn Geschwindigkeit, während ein Flulhstrom überhaupt nieht zu beob 
achten war. 
Die bequemste Landestello mit Treppe befindet sich in der Verlängerung 
der Gloucester Street, Nachts erkennbar an zwei horizontal neben einander 
brennenden weifsen Laternen. 
Das Wasser des Baches, welcher sich an der mit „Watering Place“ in 
der Karte bezeichnten Stelle in die Bucht ergiefst, ist — wie die chemische 
Untersuchung ergeben bat — zum Trinken wegen des starken Gehalts an 
Stoffen, welche in Fäulnifs begriffen sind, unbrauchbar, gut dagegen das der 
städtischen Wasserleitung, welchos man durch die Sénégal Cie. in Fässern zu 
450 Litern zum Preise von 6 sh. läugsseit erhalten kann. 
Bemerkungen über Fahrten an der Westküste von Mexiko. 
Von Kapt. P. B. Opitz, Führer der deutschen Bark „Paradox“. 
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte.) 
Am 18. Dezember 1886 standen wir um 12 Uhr Mittags auf einer Reise 
von Mazatlan nach Guayanas, die wir am 9. desselben Monats angetreten hatten, 
auf 27° 14' N-Br und 110° 50' W-Lg und segelten bei frischer nordwestlicher 
Briese und diesiger Luft mit Steuerbord-Hälsen bei dem Winde, bis um 2 h p. m. 
nordwärts gewendet wurde. Um 6 h 30 1 * p. m. sahen wir ein Feuer in der Pei 
lung NzWV^W, 1 ) welches in ungleichen Zwischenräumen auf blitzte und von uns 
für das von Kap Haro gehalten wurde. Da wir indefs unserer Sache nicht 
ganz sicher waren, so wurde wieder westwärts gewendet. Um 9‘/2 h p. m. ver 
schwand das Feuer unseren Blicken in der Peilung NzOVsO. Nachdem seit 
12 h mit Baekbord-Halsen wieder nordwärts gesegelt war, kam obiges Feuer um 
4 h a. m. den 19. Dezember in der Peilung NO abermals in Sicht; wir segelten 
bei leichter veränderlicher nordöstlicher Briese auf dasselbe zu und erkannten 
mit Tagesanbruch in der That Kap Haro, unter welchem wir um 8 h a. m. einen 
J ) Die KonipafsriebOmgcn sind stets mifsweisend gegeben.
	        
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