Bemerkungen über Freetown, Westküste von Afrika.
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Jahreszeit
1879
1880
1881
Regenmengen
1882 ! 1883
in mm
1884
1885
1886
1887
Mittel !
ans. 9
Jahren
mm \
i Januar—März , . ; ,
131,6
37,6
26,4
49,5
!
37,41 17,0
47,8
4,8
■
132,0
53,8 ;
April—Juni ....
ms
822,7
921,2
462,7
700,0,1081,0
582/i 1015,3
883,0
822,8
| Juli—September . .
2684,8
2838,7
2431,7
1795,0
2344, i 1 2110,2 2536,2
3760,0
2210,0
2523,4
]■ Oktober—Dezember .
517,0
417,3
223,5
501,4
554,0 ! 497,3
1
434,3
743.0
705,6
510,4
Jährliche Regenmenge
i
4270,2
4116,3! 3602,1
J
2808,0
3636,1 3705,5
3501,2 5523,1 3930,6
3899,31
Die meteorologische Beobachtungsstation befindet sich wenig südlich der
SW-Kcke des Fort Thornlon.
Regelmäfsige Land- und Seewinde traten nur an einzelnen Tagen auf;
vorwiegend war der Wind westlich, Stärke 1 bis 2, — Wenn auch, wie vorher
gesagt, der Strom auf dem Ankerplatz etwas stärker war, als in greiserer Nähe
des Landes, so setzte er doch mit greiserer Regelmäfsigkeit, während an letzterer
Stelle, — wie aus der Lago der dort verankerten Fahrzeuge erkennbar —-
häufig Stromwirbel und Gegenströmungen au {'traten, so dafs es auch bei nur
kurzem Aufenthalt gerathen erscheint, das Schiff dort zu vermooren. Das Fahr
zeug lag durchschnittlich 7 Stunden auf Ebbe und 5 Stunden auf Fluth. Zur
Zeit der Syzygien wurde die Stärke des Ebbestroms zu 3,6 Sm, diejenige des
Fluthstromes zu 1,5 Sm gemessen; zur Zeit der Quadraturen lief der Ebbestrom
mit 1,5 Kn Geschwindigkeit, während ein Flulhstrom überhaupt nieht zu beob
achten war.
Die bequemste Landestello mit Treppe befindet sich in der Verlängerung
der Gloucester Street, Nachts erkennbar an zwei horizontal neben einander
brennenden weifsen Laternen.
Das Wasser des Baches, welcher sich an der mit „Watering Place“ in
der Karte bezeichnten Stelle in die Bucht ergiefst, ist — wie die chemische
Untersuchung ergeben bat — zum Trinken wegen des starken Gehalts an
Stoffen, welche in Fäulnifs begriffen sind, unbrauchbar, gut dagegen das der
städtischen Wasserleitung, welchos man durch die Sénégal Cie. in Fässern zu
450 Litern zum Preise von 6 sh. läugsseit erhalten kann.
Bemerkungen über Fahrten an der Westküste von Mexiko.
Von Kapt. P. B. Opitz, Führer der deutschen Bark „Paradox“.
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte.)
Am 18. Dezember 1886 standen wir um 12 Uhr Mittags auf einer Reise
von Mazatlan nach Guayanas, die wir am 9. desselben Monats angetreten hatten,
auf 27° 14' N-Br und 110° 50' W-Lg und segelten bei frischer nordwestlicher
Briese und diesiger Luft mit Steuerbord-Hälsen bei dem Winde, bis um 2 h p. m.
nordwärts gewendet wurde. Um 6 h 30 1 * p. m. sahen wir ein Feuer in der Pei
lung NzWV^W, 1 ) welches in ungleichen Zwischenräumen auf blitzte und von uns
für das von Kap Haro gehalten wurde. Da wir indefs unserer Sache nicht
ganz sicher waren, so wurde wieder westwärts gewendet. Um 9‘/2 h p. m. ver
schwand das Feuer unseren Blicken in der Peilung NzOVsO. Nachdem seit
12 h mit Baekbord-Halsen wieder nordwärts gesegelt war, kam obiges Feuer um
4 h a. m. den 19. Dezember in der Peilung NO abermals in Sicht; wir segelten
bei leichter veränderlicher nordöstlicher Briese auf dasselbe zu und erkannten
mit Tagesanbruch in der That Kap Haro, unter welchem wir um 8 h a. m. einen
J ) Die KonipafsriebOmgcn sind stets mifsweisend gegeben.