Berechnung einer Gezeitentafoi.
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Sind die Seichtwasscr-Tiden merklich, so wird:
(128)
E'ltfthwechsel bei Springzeit - 2(M 0 4-S,,) + ^i»I s (H-W) — 2'rfH s (N-W)
, » Nippreit = 2(M„ — 8 2 ) H-Ж<?IL(H-W) — A <f H s (N AV>.
Die c?B* sind für dasjenige <p zu berechnen, welches A — £+/t = Ö
für Springzeit und A —■ £ + ,« = 90 s für Nippzeit, entspricht; für Niedrigwasser
ist nach Formel (114) zu rechnen.
Endlich würde der mittlere Wasserstaud über einer festen Marke s= A r
sein, wenn keine Seicht wasser-Tiden vorhanden wären; unter dein Einflüsse
derselben wird aber:
Mittlerer Wasserstand über )
' £ ' ,J einer festen Marke /
— | AtHMN-W) (für <p = ,«).
Indem wir hiermit die Darstellung der verschiedenen Methoden zur
Berechnung einer Gezeitentafel schliefsen, müssen wir noch erwähnen, dafs
Prof. Darwin in der Encyclopaedia Brittanica (Artikel Tides) 1 ) ein anderes
Verfahren augiebt, welches darin besteht, vor der Berechnung von cp — ¡u und
H ans den Formeln des § 4 an M 0 , S 2 , ß und f die Korrektionen wegen
Deklination und Parallaxe anzubringen und mit den so verbesserten Werthen
nach den Formeln des § 4 die Gröfsen <p — ,« und H za berechnen. Es ist
klar, dafs in diesem Falle die Berechnung von <p — /.i und H für jedes Hoch-
und Niedrigwasser besonders geschehen mufs, und giebt Darwin zur Erleichte
rung dieser Rechnung in dem Admiralty manual of scientific enquiry ein
graphisches Verfahren an. Es will dem Verfasser dieses scheinen, dafs dasselbe
kaum die nöthige Genauigkeit bieten werde, er mufs jedoch auf ein bestimmtes
Urtheil verzichten, da er es nicht praktisch angewandt hat.
In der hier gebrauchten Bezeichnung würden die Ausdrücke aus § 30
und § 31 der Encycl. Britt. lauten:
Ш 1
2 ,«■'
co.sJ-
0Л? J;
M, +
CO« 4“ : ■i— COS 4*.
sill Jj
0,683 K,, cos 2 (»j — ,«)
cos J 3
«¡03 J?
(P‘- 1)
N cos 2 v — L oos 2 X
e cos 2 e
cos 2(e — ,w)
eoe <f' s — cos J :
n siOi
C08jp »p,_
^ «.sj; ‘
sin 4 cos ci
M ä osiniJi
cos d*
-1)
dt
0,688 sin 2 (x,-
M.v •
N cos 2 у — L cos 2 Я
Mo e Mi 2 s
0,683 К
•и)
sin ‘¿(г — м)
cos 2 {у. —ft)
MjtgJf
dP/iSt
M 2 ecosd'j a—
cos St — cos J ?
[4e M.j
И* “ u.
Dann werden f-~
sindf
0,317 K,+ (P X — 1)
N s«c 2(« — *•} ■
T—R
• L sec 2(?, — |W)J
H und II gefunden durch die Formeln:
Sf m. 2(A—{'+#')
•p). =
M'cos 2 (A — f'4-,«')
H f .M'- + S- 3 + 2 W S' cos 2 (A — (' +
Man sicht, dafs dieses Verfahren eine gewisse Ähnlichkeit mit dem
unter I behandelten hat, insofern alle Korrektionen vor der Berechnung von
und H angebracht werden, während II und III die zunächst genähert
berechneten Werthe dieser Gröfsen nachher verbessern. Das erster© Verfahren
ist zweifellos das genauere, ob auch das bequemere, wird Jeder, der sich mit
der Berechnung einer Gezeitentafel befassen mufs, nach seiner Eigenart selbst
entscheiden müssen.
!) Zuerst mil gewissen Abkiirzungcn und Nahertuigsannabmen im Admiralty manual of
scientific enquiry and in deni Report of the British Association for 1886.