accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Berechnung einer Gezeitentafoi. 
143 
Sind die Seichtwasscr-Tiden merklich, so wird: 
(128) 
E'ltfthwechsel bei Springzeit - 2(M 0 4-S,,) + ^i»I s (H-W) — 2'rfH s (N-W) 
, » Nippreit = 2(M„ — 8 2 ) H-Ж<?IL(H-W) — A <f H s (N AV>. 
Die c?B* sind für dasjenige <p zu berechnen, welches A — £+/t = Ö 
für Springzeit und A —■ £ + ,« = 90 s für Nippzeit, entspricht; für Niedrigwasser 
ist nach Formel (114) zu rechnen. 
Endlich würde der mittlere Wasserstaud über einer festen Marke s= A r 
sein, wenn keine Seicht wasser-Tiden vorhanden wären; unter dein Einflüsse 
derselben wird aber: 
Mittlerer Wasserstand über ) 
' £ ' ,J einer festen Marke / 
— | AtHMN-W) (für <p = ,«). 
Indem wir hiermit die Darstellung der verschiedenen Methoden zur 
Berechnung einer Gezeitentafel schliefsen, müssen wir noch erwähnen, dafs 
Prof. Darwin in der Encyclopaedia Brittanica (Artikel Tides) 1 ) ein anderes 
Verfahren augiebt, welches darin besteht, vor der Berechnung von cp — ¡u und 
H ans den Formeln des § 4 an M 0 , S 2 , ß und f die Korrektionen wegen 
Deklination und Parallaxe anzubringen und mit den so verbesserten Werthen 
nach den Formeln des § 4 die Gröfsen <p — ,« und H za berechnen. Es ist 
klar, dafs in diesem Falle die Berechnung von <p — /.i und H für jedes Hoch- 
und Niedrigwasser besonders geschehen mufs, und giebt Darwin zur Erleichte 
rung dieser Rechnung in dem Admiralty manual of scientific enquiry ein 
graphisches Verfahren an. Es will dem Verfasser dieses scheinen, dafs dasselbe 
kaum die nöthige Genauigkeit bieten werde, er mufs jedoch auf ein bestimmtes 
Urtheil verzichten, da er es nicht praktisch angewandt hat. 
In der hier gebrauchten Bezeichnung würden die Ausdrücke aus § 30 
und § 31 der Encycl. Britt. lauten: 
Ш 1 
2 ,«■' 
co.sJ- 
0Л? J; 
M, + 
CO« 4“ : ■i— COS 4*. 
sill Jj 
0,683 K,, cos 2 (»j — ,«) 
cos J 3 
«¡03 J? 
(P‘- 1) 
N cos 2 v — L oos 2 X 
e cos 2 e 
cos 2(e — ,w) 
eoe <f' s — cos J : 
n siOi 
C08jp »p,_ 
^ «.sj; ‘ 
sin 4 cos ci 
M ä osiniJi 
cos d* 
-1) 
dt 
0,688 sin 2 (x,- 
M.v • 
N cos 2 у — L cos 2 Я 
Mo e Mi 2 s 
0,683 К 
•и) 
sin ‘¿(г — м) 
cos 2 {у. —ft) 
MjtgJf 
dP/iSt 
M 2 ecosd'j a— 
cos St — cos J ? 
[4e M.j 
И* “ u. 
Dann werden f-~ 
sindf 
0,317 K,+ (P X — 1) 
N s«c 2(« — *•} ■ 
T—R 
• L sec 2(?, — |W)J 
H und II gefunden durch die Formeln: 
Sf m. 2(A—{'+#') 
•p). = 
M'cos 2 (A — f'4-,«') 
H f .M'- + S- 3 + 2 W S' cos 2 (A — (' + 
Man sicht, dafs dieses Verfahren eine gewisse Ähnlichkeit mit dem 
unter I behandelten hat, insofern alle Korrektionen vor der Berechnung von 
und H angebracht werden, während II und III die zunächst genähert 
berechneten Werthe dieser Gröfsen nachher verbessern. Das erster© Verfahren 
ist zweifellos das genauere, ob auch das bequemere, wird Jeder, der sich mit 
der Berechnung einer Gezeitentafel befassen mufs, nach seiner Eigenart selbst 
entscheiden müssen. 
!) Zuerst mil gewissen Abkiirzungcn und Nahertuigsannabmen im Admiralty manual of 
scientific enquiry and in deni Report of the British Association for 1886.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.