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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Berechnung einer Gezciteiitnfcl. 
139 
(108) 
Um aus diesen Ausdrücken (a — %) in derselben Weise zu eliminiren, 
wie es für (Ki) und (0) geschehen ist, addiren und subtrahiren wir unter dem 
Sinuszeichen 
2 
und entwickeln die Sinusse, dann wird, wenn wir gleich für 
sm 
cos 
| CQ) = 
( (J) = 
■ V 0 
eos J, 
sin 2 <o cos J 
I 
Q 
ihre Werthe aus (102) oinsetzen: 
[sin 2<i" cos (h — (»—].) — '' 2 -" — z) — d ' - shl (<•> — (s~p) ■ 
sin 2 oj 
Tp • nm , . , X, —O \ , <].Sin2J" , / , , . . *,—0 
J | sm 2 <f cos (0 + (s—p) H—~ i J H —^— sil) (0 + (»—-p) 4* - ^ t JJ 
Die mit ^— mulliplicirtcu Glieder werden wir vernachlässigen, 
weil sie sich beim Zusammenfassen ähnlich wie in (103) für (Ki) + (0) nahe 
gegenseitig aufheben. 
Wenden wir hierauf die Trünsforinationsformel (59a) an, indem wir sie 
schreiben: 
cos (x 4- (e — ,*}) v 
COS (0 + X — ft) •=■ . COS <9 — «) + •;—-—3; sin (0 — j?) 
r ' COS (« fl) -«»{«—;<) * 
und lassen wir gleich das zweite Glied weg, weil dies Glied in (Q) -f- (J) doch 
nahe verschwindet, und setzen wir für (Q): x = s — p, « = z -t --x- 
ß = also a — ß = x — o, so wird: 
(109) 
(Q) 
sin2ii" cos J, 
sin 2 tu cos Ä 
Q- 
• (o 
r0S(O— x) 
-- X)) 
eos 
Ebenso wird, wenn wir für (J): x = s — p, a — 
also a — ß =: i — x„ setzen: 
*1 — 0 a _ *1+Ö 
2 ,p ~ 2 '» 
(110) 
(«0 = 
sift2<f" T cos(s-p —(¡ —x,)) : / 
sm 2(0 cos (( — v.,) ( \ 
Nehmen wir, ähnlich wie für (N) und (L) an, dafs cos (s — p — (o — %)) 
= cos (s — p — (t — x,)) sei, was, wie die Praxis zeigt, annähernd erlaubt ist, 
und setzen wir eos(s —p— (o — z)) — — (P"'~l), so ist P"' das Yerhältnifs 
der Mondparallaxe zu ihrem mittleren Werthe zu der Zeit ~ t — ^Da 
meistens o — z nicht sehr von — - 0 verschieden ist, so können wir <5" und P'" 
für dieselbe Zeit entnehmen. Hiermit wird nun endlich: 
(Hl) 
1 
(Q) = sin 2 ö“ 
cos J, 
,4 
säu 2 tu cos A ^ e cos (o — %) 
(P"'— 1) COS | 0 — (, 
, —o 
X + ~ 
: )1 
I (J) = Sin 2(1"^- J.— } (F™ _ 1) cosjtü — ft — u °)\ 
Durch die Wirkung der Tiden Q und J, öder in dem speciellen Falle, 
den wir im Auge haben, hauptsächlich durch Q allein, da J an unserer Küste 
klein zu sein scheint, findet eine Tbatsaehe ihre Erklärung, welche vom Verfasser 
dieses in einem Aufsatze über die tägliche Ungleichheit (diese Annalen 1880, 
S. 74 ff.) behandelt und richtig, wenn auch auf anderem Wege und etwas 
umständlich erklärt worden ist, nämlich, dafs für Wilhelmshaven die tägliche 
Ungleichheit in Zeit, für nördliche Deklinationen erheblich gröfser ist als für 
südliche, wenn p nahe = 90° und umgekehrt für südliche Deklinationen gröfser 
als für nördliche, wenn p nahe = 270° ist. Die Werthe von x„ o und z sind 
an der deutschen Küste derartige, dafs gerade diese Wirkung entstehen tnufs, 
und da noch hinzukommt, dafs o — Z = ca 80°, also sec (o — z) sehr grofs 
ist, so ist die Wirkung eine sehr merkliche. 
Aim. & Hydr. ete, 1§S9, lieft IV. :o
	        
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