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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Berechnung einer G-ezeitontafel, 
(103) 
wenu wir uns io der zweiten Formel erlauben, die Acnderung von a als gleich- 
fönnig und daher d a = o' d t anzunehmen. 
Bezeichnen wir die der Rektaseension a — v 0 — ~entsprechende De« 
klination des Mondes mit <P, so wird: 
k, 4- 
CfiS J, 
(Ki)+<0) = 
co s 3 
sin 2 iw 
sin 2 <J" cos ( 9 
s ( ( 
K. 
COS d t 
cos d. 
sin 2 (o 
ü.siii25" . / v,, 4ö 
Da K, und 0 wenig von einander verschieden gefunden werden, so kann 
das zweite Glied meistens vernachlässigt werden, und es ist dann: 
(104) (K;) + (0) 
608 J, 
sin 2 U) 
4 0 \ 
8 l 
Die Deklination S“ entspricht der vom Durchschnittspunkte von Mond 
bahn und Aequator aus gerechneten Rektaseension u — r 0 — ~-~y~ w ^ rei1 ^ die 
Rektaseension im Augenblicke der Beobachtung, von demselben Punkte aus ge 
rechnet = a — r 0 ist. Wenn «ix» ist, so gilt also $ u für eine vor der 
Beobachtungszeit liegende Epoche, welche wegen der wechselnden Aenderung 
der Rektacension mehr oder weniger lange, im Mittel aber um ° Stunden 
der Beobachtungszeit vorhergeht. Analog mit früheren Benennungen kann man 
—als das „Älter der eintägigen Tiden“ bezeichnen. 
Für die Sonne wird ganz analog: 
(105) 
(K;')4(P) 
k'' + p 
sin 2 tu 
sin 2 <1, cos 
x, 4 \ 
2 / 
Da xi und tp wenig von einander verschieden sind, so kann man die 
Deklination der Sonne anwenden, welche im Augenblicke der Beobachtung 
stattfindet. 
Hiermit sind die wichtigsten eintägigen Tiden auf die gewünschte Form 
gebracht. 
Aufser den bisher betrachteten eintägigen Tiden können noch zwei andere, 
die mit Q und J bezeichnet werden, hier und da von Bedeutung werden. Die 
selben stellen den Einflufs der wechselnden Entfernung des Mondes von der 
Erde dar und entsprechen demnach den halbtägigen Tiden N und L. Die beiden 
Tiden sind meistens klein und haben daher in der Regel nur einen geringen 
Einflufs, der sieh aber doch an manchen Orten, z. B. in Wilhelmshaven, so be 
merklieh macht, dafs er nicht ohne Weiteres vernachlässigt werden darf. 
Die Ausdrücke für diese beiden Tiden, von denen Q die gröfsere zu 
sein pflegt, sind: 
(106) 
CQ) 
0) 
sin J 60g j J i 
sin m cos | iw’ cos -5 i 4 
sin 2.1 cos J 
Q cos (t 4- h — Vfs —2(8 — 1) — (s — p) 4 r-T — x) 
sin 2 iw cos J 
sin 2 3 
sin 2 tu (t 
sin 2 J 
sin 2w 
Q sin (t + I). — v„ — 2 (s — ö— (s —p) — /)) 
3 cos (t • i li — y„ -|- (s — p) — ;r — i>) 
1 ~ ) 
J sin (t 4 h — 4 (s— p) — i). 
Setzen wir hierin die Werthe von t + h — v 0 — 2(s — $) und t 4- h — Vp> 
welche wir oben gefunden haben, ein und vernachlässigen wir bei Q gleich 
das mit (4eiP — tg,i/ 2 D') multiplieirte Glied, so wird: 
(107) 
■ Qsia ~ ~ ~ p) “ *) 
(J) 
sin2J 
sin 2 № 
3 sin (0 4 (« —- ?q) 4 (s — p) — <)
	        
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