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Bei’eehaimg einer Gezeitentafel.
80 dafs aiit guter Annäherung:
(92) (0)H~(P) = IPras |T — (s — |) + in — q/1
Dio Zusammenziehung der beiden Theile der Ki-Tide ist bereits bei Ge
legenheit der Auseinandersetzung der harmonischen Methode (im Bericht von
1883) ausgeführt worden, und haben wir:
(Kj) = f, K ( cos (t u — v‘ — 4 * — Xj)
Setzen wir fi Ki = Ko, so wird dies:
(93) (Ki) “ K„ cos(T -4- « — v‘ — I » — x,)
Wir haben nun zu ermitteln, welche Korrektionen dor Zeit und Höhe von
Hoch- und Niedrigwasser aus diesen eintägigen Tiden entspringen.
Wenn wir eine Funktion haben wie:
h = A 0 4- H cos 2 (T — qp) -f- JEJ^ cos (ii X — fi)
worin n nahe gleich der Einheit und Hi im Vergleich, zu H klein ist, so werden
ihre Maxima und Minima bestimmt durch:
ski 2(f — (p) = — yj“sin (n T — (S)
WennT ~ T 6 die angenäherte und T 0 -f- <) T 0 die wahre Zeit des Maximums
ist, so erhalten wir, da der mittlere Mondtag 24,84 Stunden beträgt und der
Quotient bei der Division dieser Zahl durch 8 n — 0,988 ist, in Stunden mittlerer
Sonnenzeit:
(94)
4 T„ b - 0,988 sin (n T„ — fi)
( und fill == Hj eos(nX u —fi)
wenn mit dH die Korrektion der Maximalhöhe des Wasserspiegels bezeichnet wird.
Ferner ist, wenn T
des Minimums ist:
m
= Ti die genähert© und Ti -f- d Ti die -wahre Zeit
d T, = 0,988 «in (n X, — p)
[ and dH — B, cosOiT, —fi)
Für die aus (0) + (P) entspringende Korrektion ist n genähert =
und für die Ki entsprechende Korrektion nahe = 1 -f —.
1 -
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Zu der vorstehend in Hebersetzung gegebenen Abhandlung des Herrn
Prof. Darwin möchte Verf. d. einige Bemerkungen und Ergänzungen hinzu»
fügen. Dieselben beziehen sich auf folgende Punkte: 1, eine andere Form der
Transformationsformel (59), 2. Berücksichtigung noch anderer halbtägiger Tiden
(der Evektionsglieder), 3. die Behandlung der eintägigen Tiden, welche von
Darwin nicht auf die bei älteren Schriftstellern gebräuchliche Form gebracht
wird, und endlich 4. die Behandlung der Neben- und zusammengesetzten Tiden,
die vou Darwin garnieht berücksichtigt werden, nebst einigen Bemerkungen
über den Zusammenhang der in der Praxis wichtigen Gröfsen: Hafenzeit, halb
monatliche Ungleichheit, mittleres Mondfluthintervall u. s. w. mit den har
monischen Konstanten.
1. Die Formel (59) scheint im Hinblick auf (67) und (68) nicht ganz
glücklich zu sein, da diese letzteren Formeln, als Näherungsformeln, nur für
kleine Werthe von xs — p bezw. ii — v angewendet werden dürfen. Auch liegt
darin eine kleine Inkonsequenz, dafs in § 4 das „Alter der Gezeit“ durch ^
also direkt aus der Differenz der Retardationen gefunden wird, während zur
Bestimmung des „Alters der Dckliuations- bezw, parallaktischen Ungleichheit“