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Kleine Notizen.
meinerseits nach dieser Richtung hin war nutzlos. Diebstähle werden seitens der
Arbeiter beim Zoll und selbst der Beamten in schamlosester Weise ausgeführt.
Während unserer Anwesenheit in Guayaquil herrschte daselbst sehr stark
das gelbe Fieber, dem auch einer von meinen Leuten erlag. Die übrigen wurden
ebenfalls nach einander von demselben befallen, einige erst, als das Schiff be
reits wieder auf See war. Bis zur Ankunft in Corinto, wohin wir zunächst ver-
segelten, waren die Folgen der Krankheit noch nicht ganz geschwunden, und
wir waren genöthigt, 14 Tage in Quarantäne zu liegen.
Nachdem in Corinto, Venadillo und Estero Real eine Ladung Gelbholz
eingenommen worden war, wurde am 29. Juni 1887 von dem erstgenannten
Hafen die Rückreise nach Falmouth für Order angetreten. Es war meine Ab
sicht im Westen von den Galapagos-lwaoin zu passiven, allein die angetroffenen
Verhältnisse zwangen mich dazu, östlich von dieser Inselgruppe zu gehen.
Anfangs steuerten wir von Corinto aus, um nicht in die Mallungen unter der
Küste zu gerathen, recht vom Lande ab nach WesteD, und erst, nachdem
90° W-Lg überschritten war, holten wir mehr Süd mit an. In den äquatorialen
Mallungen war es stets mein Bestreben, soviel Süd als möglich zu machen.
Zu dem Ende mufsten wir meistens auf St-B.-Halsen segeln, was die Veranlassung
war, dafs wir, wie schon bemerkt, zwischen die Galapayos-lnseln und dio Küste
geriethen. Erst auf 1V2 0 S-Br und unweit St. Helena Point, legten wir das
Schiff endgültig mit B-B.-Halsen an den Wind. Nachdem ich einmal eingesehen
hatte, dafs es unmöglich war, im Westen der Galapagoe-Inseln zu passiven, hielt
ich es am gerathensten, mit St-B.-Halsen ganz hinüber zu liegen und soweit süd
lich zu arbeiten, dafs über dem andern Bug die Inseln weit genug im Norden
und Westen blieben, um nicht, wie es mir vor Jahren im Monat August als
Steuermann, ergangen ist, zwischen denselben gegen einen starken nordwestlichen
Strom und bei sehr böigem Wetter kreuzen zu müssen. 1 *
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Berlin, Koebstrafse 68—70.