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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Kleine Notizen. 
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23. August 1888 sind in der günstigsten Jahreszeit nicht mehr als 5,2 m Wasser- 
tiefe auf der Barre dos J/apdaienen^Flusses. 1 ) Lothringen, welche einige Tage 
vor dem erwähnten Datum vorgenommen worden sind, ergaben nur eine Tiefe 
von 4,1 m und dabei nur in einer Breite von ca 30 m. Die Fahrwasserrinne 
wechselt fortwährend, sowohl in der Lage als in der Tiefe. Der älteste und 
zur Zeit einzige Lootsc für das Passiren der Barre sagte, dafs er häufig inner 
halb 48 Stunden Aenderungen in der Wassertiefo in der Fahrrinne beobachtet 
hat und dafs er an Stellen, an welchen er beim Einlootsen eines Schiffes eine 
Tiefo von 5 di gelothet hatte, beim Auslootsen des nächsten Schiffes nur noch 
4 m vorgefunden hat. 
Es ist an dieser Mündung weder ein Leuchtfeuer, noch eine Tonne auf 
der Barre, auch giebt es daselbst weder Schleppdampfer, welche Schiffen bei 
Unfällen helfen könnten, noch Bettungsstationen oder ein Rettungsboot. 
Aus diesem Grunde sind in den letzten 10 Jahren 25% der Segelschiffe, 
welche nach Barranquilla bestimmt waren, theils beim Einsegeln, theils beim 
Auslaufen auf der Barre verunglückt. 
Auf der Barre ist beständig, selbst bei ruhigem Wetter, hoher Seegang, 
welcher sogar gewöhnlichen Schiffsbooten gefährlich ist. 
4. Bemerkungen über den Hafen von Manila. Insel Luzon. 
Philippinen. („Hydrographische Nachricht“ No. 2/15, Pola 1889.) Nach einem 
Berichte dos Kommandanten des österreichisch-ungarischen Schiffes „Fasana 
Freg.-Kapt. Emil Edler von Wohlgemuth, dürfen die nach Manila 2 3 * * * ) bestimmten 
Schiffe die Peilung des Leuchtthurms in Ost nicht überschreiten, da die Bucht an 
dieser Stelle versandet ist und die in der Karte angegebenen Lothungen nicht 
richtig sind. 
Nach Angabe des Hafenkapitäns ist der beste Ankerplatz in folgenden 
Peilungen: Leuchtthurm in rw. NNO'/iO und Berg Mani in rw. StP/sO. 
5. üebor die Ansteuerung von Anping-Rhede (Taiwanfu), 
Formosa 8 ) berichtet der Kommandant S. M. Knbt. „Wb//“, Kapt. -Li eut. 
Credner, dafs der in der Vertonung der Karten Tit. XL N0. 41 und 42 
(Br. K. 1968 und 2409) auf dem Fort Zekmdia angegebene Baum von Norden 
kommend mehr einem buschigen Hügel, als einem grofsen einzelnen Baum 
ähnlich sieht. Man darf das Fort nicht mit einem weiter nordwärts stehenden 
Bambusstrauchwork verwechseln. Näher kommend unterscheidet man erst die 
weifsen Steiubauten, Von Süden her ist die Ansteuerung einfach, da der Ape- 
JIÜl ein sehr gutes Landmark bildet. 
6. (D. S.) Guayaquil. Reise von Corinto bis zu den Galapagos- 
Inseln. Von Kapt. G. Inhülsen, Führer der deutschen Brigg „X H. Lübken 
„Am 29. Januar 1887 segelten wir des Nachmittags bei flauer Briese den 
Guayaquü-PMs aufwärts bis zur Rhede von Puna, woselbst kurz nach Sonnen 
untergang geankert wurde. Hier erhielten wir am folgenden Morgen einen 
Lootsen und einen Zollbeamten an Bord und kreuzten dann gegen die Land- 
briese flufsaufwärts, bis um 10 Uhr, wegen der eintretenden Ebbe, noch in Sieht 
von Puna wieder geankert wurde. Um 4 Uhr Nachmittags lichteten wir mit 
der Fluth den Anker und trieben bei Windstille stromaufwärts. Um 7 Uhr 
Abends setzte mit einem Regenschauer die Seebriese ein, welche es uns er 
möglichte, kurz vor Mitternacht Guayaquil zu erreichen. 
In dem englischen Feuerbuch ist die Lago des Feuerthurms auf Punta 
Arena,*) Südostspitze der Insel Puna, mit 3° 1,9' S-Br und 80° 15,6' W-Lg un 
richtig angegeben; diese Position stimmt eher für Punta Salinas. Ferner ist zu 
bemerken, dafs auf der Afak-Bank zur Zeit keine Bojen liegen. 
Es bedurfte fast sechs Wochen, bevor das Schiff entlöscht und Ballast 
wieder eingenommen war, denn es regnete nahezu tagtäglich, und wollten die 
Zollbeamten, wenn am Vormittage während der wenigen zum Löschen bestimmten 
Stunden die Arbeit durch Regen verhindert worden war, nicht gestatten, dafs 
dieses am Nachmittage bei schönem Wetter nachgeholt würde. Alles Reklamiren 
i) Vgl. „West Xndia Pilot“ Part I, 1883, pag. 177. 
2} Vgl. „China Sea Directory“ Part 2, 1879, pag. 262. 
3) „China Sea“ Vol. III, 1884, S. 281. 
4 In dem „VerzÄwifs der Leuchtfeuer aller Meere“ ist die geographische Lage dieses Feuers 
zu 3° 1' 55" S-Br und 80° 5' 49" W-Lg angegeben. 
Äon, <3. By4r. et©., 1889, Heft III. 
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