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Kleine Notizen.
Höhe, 15 bis 80 m (50 bis 100 Fufs) hoch. Sämmtliche Berge lagen in einer
Reihe von NW nach SO hintereinander. In der Nähe der Eisberge betrug die
Wassertemperatur 7,9° C.; um 12 Uhr Mittags, als wir uns weiter von den
selben entfernt hatten und auch von oben voraus kein Eis zu sehen war, stieg
dieselbe auf 8,5° C. Von 2 b bis 3 h p. m. passirten wir auf etwa 48,6° S-Br und
45,2° W-Lg noch mehrere Eisberge.
c) In dieselbe Eistrift gerieth einen Tagfrüher die deutsche Bark „ Potrimpcs“,
Kapt. 0. Balilko. Dieselbe passirte auf der Reise von Pisagua nach Ham
burg am 18. November 1887 um 4 Uhr Morgens auf 49,2® S-Br und 47,4° W-Lg
4 Sm südöstlich von sich einen etwa 00 m (200 Fufs) höhen und an der Basis
45 m (150 Fufs) langon Eisberg. Bei frischer westlicher Briese war das Wetter
schön. Die Wassertemperator, welche 4,8° 0. betrug, war seit 12 h p. m. nur
um 0,1° gefallen und stieg dann gegen 8 Uhr Morgens auf 8,0° C., während
die Temperatur der Luft 4,7° beziehungsweise 7,5° C. war.
d) Ein drittes Schiff, weiches mit dieser Eistrift, und zwar um dieselbe
Zeit, wie die vorgenannten, zusammentraf, ist das deutsche Vollschiff ,,Kepler“,
Kapt. H. Ha äse, auf der Reise von Pimgua nach Hamburg. An Bord des
selben sichtete man am 19. November 1887, um 5 Uhr Morgens, als man sich
auf 49,0° S-Br und 48,5° W-Lg befand, in einem weiten Abstande nach SO
einen grofsen Eisberg. Die Wassertemperatur war während des Tages im lang
samen Steigen, von 5,1° um 8 Uhr Morgens bis 5,8° C. um 4 Uhr Nachmittags
begriffen.
e) Das deutsche Schiff „Richard WagnerKapt, 0. Romberg, auf der
Reise von Liverpool nach San Francisco, passirte südlich von Kap Horn, auf
57,6° S-Br und 66,2° W-Lg, am 21. September 1887 12 Uhr Mittags in 2 Sm
Abstand einen Eisberg von etwa 240 bis 300 m (800 bis 900 Fufs) Höhe und
um 6 Uhr Abends, an demselben Tage, in 57,8° S-Br und 66,6° W-Lg grofse
Eisschollen, die 6 bis 9 m (20 bis 30 Fufs) über das Wasser emporragten. Die
Wassertemperatur war 4,5° um 12 h und 4,2° C, um 4 h p. m.
Möglicherweise gehörte auch das unter a aufgeführte Eis derselben Trift
an, wie das unter b, e, und d verzeichnete, welches unter dieser Annahme in
21 Tagen ungefähr 165 Sm nach Nordost getrieben wäre. Der Regel ent
sprechend, dafa das Bis im Osten der Ta/fc/md-Inseln je weiter'östlich um so
häufiger ist, traf das von den drei Mitseglern am östlichsten stehende Schiff
„Poncho* bedeutend mehr Eis an als „Poinmpos* und „Kepler“.
2. (D. S.) Das Lootsenwesen in Norwegen. Kapt. H. Sanier
von der deutschen Bark „Gerd Heye“ schreibt:
Für Schiffe, die nach einem norwegischen Hafen bestimmt sind, empfiehlt
es sieh, mit folgenden Bestimmungen der dortigen Lootsenverordnung bekannt
zu sein:
§ 1. „Jedes vom Auslande kommende Schiff ist lootspfiiehtig.“
§ 2. „Die Lootspflicht hört auf, sobald ein Schiff in einem norwegischen
Gewässer geankert hat.“
§ 3. „Jedes ausgehende Schiff mufs eine Aussegelung zahlen, d. h. es
ist vom Hafen aus eine norwegische Meile weit lootspfiiehiig.“
Für die weitere Strecke steht es dem Kapitän frei, über das zu zahlende
Lootsgeld sich mit dem Lootsen zu verständigen. Dies ist ebenfalls zulässig
für ein einkommendes Schiff bezüglich der Wegstrecke von einem etwaigen
Ankerplätze bis zum Bestimmungshafen. Versäumt man eine solche Verein
barung mit dem Lootsen, so ist man verpflichtet, die volle Lootsentaxe zu
zahlen und aufserdem noch für jedes. Mal, dafa das Schiff unter Segel geht,
4 Oere die Registertonne, In den meisten Fällen lassen sich die Lootsen, wenn
man mit ihnen akkordirt, indessen herbei, auf die letztgenannte Forderung zu ver
zichten und ebenso auf die Zahlung des ziemlich hoch bemessenen Distanzgeldes,
wenn sie, was oft geschieht, schon weit draufsen in See an Bord kommen.
Wir erhielten bei der Ansegelung von Chrittiania den Lootsen zum Beispiel
schon 20 Sm SSW von Arendal und bezahlten das Lootsgeld nur von
Faerder ab.
3. Barre an der Mündung des Magdalenen-Flusses. Kolumbien.
Nordküste von Südamerika. („Notice io Marinere“ No. 40/733, Washington 1888.)
Nach einem Berichte des Konsuls der Vereinigten Staaten zu Barranquüla vom