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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Viwt«ijalii*-Wetter-Bundschwi dev Dottiselien Seewario, Frühling 1885. 
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Die beiden anderen Schiffe dieser Gruppe, „Johanne Marie“ und „Kepler“, 
welche den Kanal atu 6. und 7. März bei frischem Ostwinde verliejfsen, konnten, 
da die günstigen Winde anbielien, den ersten Theil ihrer Reise iui offenen 
Oeean in sehr rascher Weise zimieklegeß. Die Winde wurden verursacht durch 
Niederdruekgebiete, welche sich damals im mittleren Theil© des Atlantik, 
südlich von deo beiden Schiffen, nach Osten bewegten. (Siehe Karte I) 
»•Johanne Marie“ segelte bis zum 12. März nach 47* N - Br in 29,ä 6 W-Lg und 
„Kaie“ »ach 50° N-Br in 27,5° W-Lg. Der Schiffsort der anderen beiden Mit 
segler war damals: „Caroline“ in 44° N-Br und 42,2° W-Lg und „ Victoria“ in 
41,3° N-Br und 33,4° W-Lg. Letzteres Schiff und „Johanne- Marie“ standen 
sich also schon damals ziemlich nahe. Als „Johanne Marie“ und „Kaie“ darauf 
bei den auch von ihnen angetroffenen südlichen Winden einen ziemlich nördlichen 
Kurs verfolgten, geriethen sie in dio Nähe von Bis. Besonders „Kaie“ war am 
19. und 20. März bei 48° N-Br in 47° W-Lg von Bis fast vollständig umgebeu. 
Die Reisen erlitten dadurch und durch das schon erwähnte Auftreten der in 
diosern T heile des Oeeans iu rascher Folge nach Nordosten ziehenden Nie der druck- 
gebiete eine bedeutende Verzögerung. (Siehe Karte II.) Nach dem 27. März 
wurde der Verlauf der Reisen wieder ein günstigerer, und schlieMieh erreichte 
„Johanne Marie“ am 1. April und „Kaie“ am 4. April den Hafen von New-York. 
Die Reise des ersteren Schiffes hatte 26, die des letzteren 28 Tage gedauert, 
„Port Royal“ und „Doris“, die beiden nächsten Schiffe der Liste, ver- 
liefsen den Kanal am 18, und 20. März. Sie vollendeten ihre, von Stürmen 
kaum beunruhigte Fahrt über den Oeean in nahezu derselben Zeit, obgleich die 
eingehaltenen Routen verschieden waren. Infolge davon, dafs ein sieh in 
nordöstlicher Richtung weit nach Norden erstreckendes Hochdruckgebiet vom 
16. bis zum 21. März über dem östlichen Theilc des Atlantik lagerte (siehe 
Karte II), wurden beide Mitsegler im offenen Oeean zunächst von nördlichen 
Winden begünstigt. „Port Royal“ steuerte bei denselben einen südlicheren 
Kurs als. „Doris“, Der Schiffsort von „Port Royal“ wurde daher bald ein 
bedeutend südlicherer, und als dieses Schiff sich am 26. März auf 39,7° N-Br 
und 27,3° W-Lg in Sicht von Tereeira befand, stand „Dom“ in 45,6® N-Br 
und 22,8° W-Lg. Da das vorerwähnte Gebiet hohen Luftdrucks, in welchem 
das Barometer den ungewöhnlich hohen Stand von 784 mm erreichte, sich 
inzwischen weit nach Westen hin ausgedehnt hatte, wurde die Fahrt beider 
Schiffe jetzt, von frischen, südlichen Winden begünstigt. „Doris“ von südwestlichen, 
„Port Royal“, der südlicher stehende Mitsegler, der Lagerung des Hochdruck 
gebietes gemäfs, von südöstlichen Winden. Die Schiffe rückten dann in ziemlich 
ununterbrochener Fahrt bis zum 7. April: „Port Royal“ nach 35,3° N-Br in 
53,4° W-Lg und „Doris“ nach 43,3° N-Br in 44,4° W-Lg vor. Der von diesen 
Punkten ab noch vorliegende Theil der Reise mufate bei weniger günstigen 
Verhältnissen vollendet werden. Mehrere Gebiete niedrigen Luftdrucks, welche 
in der ersten Hälfte des April im westlichen Theilc des Atlantik erschienen 
und sich dort in unregelmäfsigcn Bahnen bewegten, verursachten umlaufende 
Winde, die oft ungünstig waren. Auch das vom 19. bis zum 23. April an Stelle 
jener Niederdruekgebiete auftretende Hochdruckgebiet schuf keine durchstehenden 
günstigen Winde. (Siche Karten IV und V.) Durch nönnenswerthe Stürme 
wurde die Fahrt indessen auch hier nicht beunruhigt. Am 24. April erreichte 
„ Port Royal“ die Mündung des Delaware, und einen Tag später ankerte „Doris“ 
im Hafen von New-York. 
Die nächste Grupps von Schiffen umfafst das norwegische Schiff „ Ariadne“ 
und die deutschen Schiffe „Hedwig“, „Marie Louise“, „Matthias“ und „Alpina“. 
„Ariadne“, welche sich schon am 30. März westlich von Fair Island befunden 
hatte, wurde dort durch Stürme., dio hervorgerufen wurden durch über und 
nördlich von Island auftretende Niederdruekgebiete, für längere Zeit zurück 
gehalten. Erst als sich ein solches Gebiet von dort auf südöstlicher Bahn nach 
dem Golf von Biscaya zu bewegen begann, und „ Ariadne“ dadurch an die Nord- 
seitc des Minimums gelangte, wo sic von östlichen Winden begünstigt wurde, 
nahm die Reise einen günstigeren Verlauf. (Siehe Karte III und IV.) Während 
„Ariadne“ nebst dem Mitsegler „Matthias* vom 5. bis 8. April bei kräftigen 
Ostwinden eine bedeutende Strecke nach Westen hin gut machen konnte, 
wurden zwei andere Schiffe dieser Gruppe, die vom Kanal herkommende
	        
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