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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Beiträge zur Meteorologie und Üeeanograpbie des Kothen Meeres etc. 
105 
1 
1} Datum 
I 1888 
Mittags 
N-Br 
testeck 
W-Lg 
Str< 
Richtung 
tw. 
uni 
G-esebw. 
ftö 
Stunde 
Mit 
Teuip 
Luft 
°C. 
iere 
eratur 
Wasser 
°C. 
Beincrkttugwi 
1| 
II 26. November 
14° 48' 
23° 53' 
S 77° IV 
0,6 
25,8 
25,4 
j Farbe des Wassers hell- ■ 
blau. 
l! 97 
Ij * 
13° 32' 
21° 57' 
S 16° W 
1,2 
25,6 
26,1 
Farbe des Wassetrs d unkel - : 
blati. 
23. 
11° 39' 
19° 58' 
S 45“ K 
0,3 
27,5 
27,8 ' 
Farbe desWassers dunkel- \ 
grün. 
Von llt/2 h a. m. ab meh 
rere SE—NW setzende \ 
Stromkabbehingeii pas- 
sirt. 
j 29. 
9° 56' 
18° 45' 
S 20° W 
m 
28,3 
28,4 
Farbe des Wassers blau. 1 
Von 3 h bis 4 1 ' dunkel- ; 
grön. 
30. 
8° 27' 
17® 32' 
S 62 :s W 
ö,4 
28/S 
28,9 
Farbe des Wassers dunkel 
blau. 
|i 1. Dezember 
| 
S° 50' 
14° 30' 
SM 
0,2 
Farbe des Wassers dunkel 
grün. 
Passirten um 10 h a. nt. eine 
Stromkabbelung von 
SE nach NW setzend. 
Beiträge zur Meteorologie und Oceanographie des Rothen Meeres 
und des Golfs von Aden mit Einschlufs des Kap Guardafui. 1 ) 
Auf Grund »euer von dem Marine Brauch of tho Meteorologieal Office 
zu London unter Aufsicht von Kapt. Toynbee uud Licut. Baillie entworfener 
Karten hat General R. Strachey die Beschaffenheit der Atmosphäre und des 
Wassers im Rotheu Meere, im Golf von Aden und beim Kap Guardafui zum 
Gegenstand eines Vortrages in der Geographica! Section of the British Asso 
ciation zu Bath gemacht, welcher, auf die schwierigen Verhältnisse der Schiff 
fahrt in diesen Gegenden besonders Bedacht nehmend, ein hervorragendes 
Interesse für die Navigation beanspruchen darf. 
Für das Rothe Meer und den Golf von Aden stellen die Karten 2 ) die 
Luft- und Oberiläehenwnsser-Temperatur, Wind und Strom, Barometerstand und 
specifisches Gewicht des Seewassers für den Monat Januar als Repräsentanten 
der Nordost-Monsuus-Zeit und für Juli, der Siidwost-Monsuns-Zeit, dar, jedoch 
nicht in der ganzen Breite der bezeichneten Wasserbassins, sondern nur für die 
Mittellinie derselbe», die Strafse der dieselben befahrenden Schiffe, welche 
allein das Beobachtungsmaterial geliefert haben. 
Während des Nordost-Monsuns steht im Rothen Meere vom Golf 
von Suez bis zu ungefähr 23° N-Br fast ununterbrochen nördlicher Wind, der 
noch bis zu 19° N-Br voi’herrscht, während weiter südlich südöstliche Winde 
die Oberhand haben. Zwischen 23° und 15° N-Br wechseln Nord* und Südost- 
Winde, zwischen 18 ö und 20° sind beide gleich häufig. Im Golf von Aden ist 
der Wind meist östlich, im östlichen Theile etwas nach Norden drehend. Stillen 
treten am häufigsten zwischen Aden und 20° N-Br auf, sind jedoch vex-hältnifs- 
mäfsig selten beobachtet worden. In Bezug auf die Stärke des Windes sind 
die südöstlichen Winde gewöhnlich den nördlichen etwas überlegen, ein mäfsigor 
oder frischer Sturm ist häufig zwischen Perm und 20° N-Br augetroffen. 
1) Red Sea Pilot 1883, S. 4. 
Gulf of Aden, Pilot 1887, S. 3, 
2 ) Proceedings of the Koyal Geographica! Society. London 1888 No. 11. 
.Viiit, d. Hy&r. etc,, 1869, Heft HI. 
3
	        
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