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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Berechnung  einer  Gezeitentafel.

Die  nachstehende  Figur  2  ergiebt  die  Beziehungen  der  verschiedenen
Winkel,  zu  einander.

Das  sphärische  Dreieck  liefert  die  Beziehungen:
0*  "o)  =  c os  J  tg  l
'  \  sin  S  =■  sin  J  sin  I
Aus  der  ersten  dieser  Gleichungen  erhalten  wir  angenähert:
(44)  «  =  l  +  r 0  —  tg  4  sin  21
Nun  ist  s  —  £  die  mittlere  Länge  des  Mondes,  von  J  aus  gemessen,  und
g  —  p  die  mittlere  Anomalie,  daher  genähert:
(45)  t  =  s  —  {  4-  2e  sin  (a—p)
und  ebenfalls  näherungsweise:
(46)  «  —  s  +  Cj  —  £  4-  2e  sin  (s  —  p)  “  tg  |  J-  sin  2  (s  —  |)
Da  die  Sternzeit  =  t  -f-  h  ist,  so  ist  auch:
(47)  ß  t  -[  ■  h  —  a
und  daher  nach  (46)  und  (47):
(48)  t  -4-  h  —  s  —  Go  —  £)  =  ö  H-  2e  sin  (s  —  p)  —  tg  J-  J 2  sin  2  (s  —  i).
Aus  der  zweiten  der  Gleichungen  (43)  leiten  wir  näherungs  weise  ab:
(49)  cos  <T 2  1  —  !,  sin  J 2  +  |  sin  J 8  cos  2  (s  —  {)
Ist  nun  J  eine  solche  Deklination,  dafs  cos  Ä 1  der  mittlere  Werth  aller
cos  ist,  so  haben  wir:
t  «os  4 8  s=  1  —  i  sin  J 2
(50)  |  ,,
Unter  Vernachlässigung  von  Gliedern  mit  sin  A‘‘  erhalten  wir  hieraus  die
folgend  en  Relatione  n:
cos  i  J 1  =  cos  4 8 ,  sin  J  cos  }  J s  ~  J/2  sin  ä  cos  4,  sin  J 2  =  2  sin  J 2
cos  I  io*  =  cos  Aff  sin  <«cos  )  co s  =  j/g  sin  Ai  cos  Jt,  sin  w*  .=  2  sin  Jf
so  dafs  wir  setzen  können:

(51)

cos  ‘  J l

cos  1  w 4  cos  )  i 4
sin  J 8

COS  J 2  Sill  J  COS  I  JcosJf
  ’  sin  CO  COS  i  CO 8  cos  )  i‘
sin  4*

sm  <o

i 8  (1—f  sin  i 8 )  sin  4f

tg  )  J 8  =  i  tg  /ß

sin  2  4
sin  2  4i  ’

Eine  angenäherte  Formel  für  ¿/und  der  Werth  von  sind  die  folgenden:
(52)  4  =  16,51°  +  3,44°  cos  N  —  0,49°  cos  2  K,  4i  =  16,36°.
Die  Einführung  von  /t  und  /h  an  Stelle  von  J  und  <»  bringt  einen  Verlust ­
  an  Genauigkeit  mit  sich  und  geschieht  hier  nur  deshalb,  weil  frühere  Schriftsteller ­
  diese  Form  gewählt  haben;  man  könnte  sie  leicht  abändern.
Schreiben  wir  nun:

i  D  =  cos2(s  —  f),  D'  =**  sin  2  ($  —  |)
(öS)  <  ;
1  n  =  cos  (s  p)  ,  11'  sin  (s  —  p)
sö  wird  aus  (49)  und  (50)  erhalten:
COS  (J 2  —  cos  d 2

sin  dT  cos  d  d
            
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