Berechnung einer Gezeitontafel.
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Komitees 1 * ) zu übersetzen. Wir lassen nur die kurze Einleitung, einen kleinen
Passus über die Einführung des Alters der Gezeit, und den letzten Paragraphen
über die direkte Benutzung der harmonischen Konstanten fort, von denen der
erste hier kein besonderes Interesse hat, während der letztere schon unter II.
seine Erledigung gefunden hat. Zum Schlufs werden wir noch einige Bemerkungen
und Ergänzungen hinzufügen, welche wüuschonswerth erscheinen. lu der Be
zeichnung werden wir einige kleine Aenderungen einführen, um dieselbe mit
der in diesem Aufsätze gebrauchten in Einklang zu bringen. Wir lassen nun
die Üebersetzung folgen:
Vergleichung dev harmonischen Behandlung von Gezeitenheohachtungen mit
den älteren Methoden. Von Prof. G. II. Darwin.
§ 1. Bezeichnung für die mittleren Höhen und die Retardationen,
wie sie durch die harmonische Methode abgeleitet worden sind.
Im Nachfolgenden wird die Bezeichnung des Berichts von 1883 ange
wendet werden 4 ) und werde ich die Annäherung ungefähr so weit treiben, wie
sie von älteren Schriftstellern angenommen worden ist. Eine gröfsero An
näherung läfst sich natürlich leicht erreichen.
In dem Berichte von 1883 wurde die mittlere Höhe 3 ) einer Gezeit durch
H und die Retardation oder das Zurückbleiben derselben mit x bezeichnet. In
der gegenwärtigen Abhandlung wird es nothwendig sein, auf mehrere H und x
gleichzeitig Rücksicht zu nehmen, und es ist daher gut, die folgende Bezeichnung
einzuführen:
Tide
Mittlere Höhe
Retardation
Tide
Mittlere Höhe
Retardation
H
X
H
y.
M-t
M ä
2«
L
L
2/L
Sa
Sä
T
X
Mend-Kj
K"
2x2
R
u
Sonncn-Ki
Kt"
2X2
0
0
o
Ka
K 2
2x2
P
' p
&
N
N
if
Kl
Kt
#1
In dieser Uebersicht nehmen wir an, dafs T und R (Aenderung der Ar
gumente resp. = 2y — 3r/ und 2y — tj) dieselbe Retardation haben wie S2, und
gebrauchen v in einem neuen Sinne, weshalb wir das alte v, die Rektascension
des Durchschnittspunktes der Mondbahn mit dem Aequator, mit vo bezeichnen
wollen. Die (eingeklammerten) Initialen der Tiden werden gebraucht werden,
um ihre Höhe zu irgend einer Zeit zu bezeichnen.
§ 2. Einführung der Stundenwinkel, Parallaxen und Deklinationen.
Wir müssen uns nun von den Bahnelemeaten und den mittleren Längen
befreien und dafür die Stundenwinkel, Deklinationen und Parallaxen einführen:
Es sei zur Zeit t:
«, d, & Rektascension, Deklination und Stundenwinkel des Mondes, 4 )
«i, di, &i Rektascension, Deklination und Stundenwinkel der Sonne.
Es sei 1 die Länge des Mondes, iu seiner Bahn gemessen von dem Inter-
sektionspnukte und a — v 0 (r 0 •— dem v von 1883), die Rektascension des
Mondes von demselben Punkte aus gezählt.
i) Third report of t!ie eommitiee consisting oi Professors G. H. Darwin and J, C. Adams for
the harinonie analysis of tidai obsm vations. Drawn np by Prof. G. H. Darwin: IV. Ä comparison of
the Imrmonic trete ment of tida? observations w.it-h the older methods.
*) Dieselbe Bezeichnung ist- auch in dem Aufsatze: Die harm'onisehe Analyse der Gezeiten-
beobaebtungen („Amt- d. Hvdr.” 1881) angewendet worden. B.
3) Ich brauche das Wort Höh«, um die halbe Amplitude zu bezeichnen. Alle Hinweise auf
diesen Bericht werden einfach durch Anführung der Jahreszahl 1883 gemacht werden. G. H. D.
*) Es wird wohl keine Verwechslung hervorrufen, dafs wir liier den Buchstaben 6 für den
wahren Stundenwinkel des Mondes gebrauchen, während wir früher dasselbe Symbol, zur Bezeichnung
des mittleren Stundenwinkel* »ngewendet haben. B.