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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Berechnung einer Gezeitentafel. 
der Mittellinie AC stets die Gröfse 2 f„ K'^ § a sin { (ja—2) {<p—u) -f- v -f n¿t—^ j 
mul der Abstand AO des andern Rahmens ober- oder unterhalb des Punktes 0 
die Gröfse 2 f t K ( " J <J n cos j (n — 2) (y —,«) + v + n,u — x 0 | darstellen, während 
CO = fMr eine für den Zeitraum der Gezeitentafel konstante Entfernung von 
dem Mittelpunkt C eines Zifferblattes ist, über welchem sieh drei Zeiger bewegen, 
an deren Zusammenfallen man den Eintritt des Hoch- oder Niedrigwassers er 
kennen bezw. die mittlere Sonnenzeit dieser Phasen ablesen kann. Man sieht 
leicht nach (39), dafs unter den genannten Bedingungen der Winkel ACB 
— 2 (f—,«) sein mufs. Auf genau gleiche Weise wird der Winkel A'CIP = 2ß 
und folglich nach (40) B'C mindestens sehr nahe = h sein, wenn die Schlitten 
an den Armen für die einzelneu Tiden nunmehr auf f k K‘„ w eingestellt werden. 
Die flöhen werden an einer vertikalen Skala abgelesen, wobei zugleich auf die 
Höhe des Mittelwassers über einer festen Marke Rücksicht genommen wird. 
Wir können hier auf weitere Einzelheiten nicht eingehen und verweisen 
in dieser Beziehung auf die Originalabltandltmg von Ferrel im Report of the 
Superintendent of the TT. S- coast and geodetic survey 4883 Appendix 10. 
Man sieht, dafs streng genommen durch die Ferrel’sche Maschine, wie 
es in der Natur der Sache liegt, Zeit und Höhe von Hoch- resp. Niedrigwasser 
nicht gleichzeitig gefunden werden können, dafs vielmehr für jedes der beiden 
Elemente eine besondere Einstellung der Schlitten erforderlich ist. Um diese 
Unbequemlichkeit, welche nur da, wo die eintägigen Tiden grofs sind, in gröfserem 
Mafse sich geltend macht, zu umgehen, rechnet Ferrel da, wo die eintägigen 
Tiden rnäfsig sind, nach der Formel: 
2 f k K.'“’ sin | (n —2) (’!■—,«) + v + 11«— 
(42) tg 2 (9 -,«) = lg 2,i — — 1 -/ 
■ f Mg -|- X h K ! £'cos |(n—2)(if—,«) -t- y ■+■ um — xq ! 
d. h. er setzt den Zähler — dem Mittel der Formeln (39) und (41) für tg2 {f—/,() 
und tg 2ß und den Nenner = dem Nenner des letzteren Ausdrucks. Dies ist 
die am Schlüsse dos Abschnittes I. erwähnte Kompromifsformel. 
III. 
Wir kommen nun zu der dritten und in gewissem Sinne wichtigsten 
Methode der Berechnung einer Gezeitentafel. Wichtig ist sie namentlich deshalb, 
weil sie bisher fast aussehliefslich (soweit nicht Maschinen zur Verwendung 
gekommen sind) für diesen Zweck angewendet wurde und weil die Ableitung 
der Gezeiten-Konstanten bisher mit Rücksicht auf diese praktische Verwendung 
geschah. Wie Eingangs bereits angedeutet, benutzt diese Methode nicht wie 
die in den beiden vorhergehenden Abschnitten abgehandelten gleichmäfsig mit 
der Zeit fortschreitende Argumente, sondern sie bezieht alles auf wahren 
Stundenwinkel, Deklination und Parallaxe der Gestirne. Sie geht also aus 
von deu Ausdrücken (10) der Abhandlung des Verf, dieses über die har 
monische Analyse (diese Annalen 1884 8. 312) und entwickelt dieselben so, 
dafs man zunächst für die mittlere Deklination und Parallaxe rechnet und an 
die dadurch gefundenen Hoch- und Niedrigwasser-Zeiten und -Höhen Korrektionen 
anbringt, welche von den Abweichungen der wahren Deklination und Parallaxe 
von ihren mittleren Werthen abhängen. 
Es wird nun in diesem Abschnitte gezeigt werden, in welchem Zusammen 
hänge diese ältere Methode mit der harmonischen Analyse steht, und wie man 
aus den durch die letztere gefundenen Konstanten die für die erstere erforder 
lichen Korrektionen ableiten kann und also auch umgekehrt aus den nach der 
älteren Methode abgeleiteten Korrektionen die harmonischen Konstanten wird 
finden können. Dieser Zusammenhang ist von Herrn Professor G. H. Darwin 
in dem Report of the British association 1885 in so vortrefflicher Weise dar 
gelegt, dafs wir nichts Besseres thun können, als diesen Theil des Berichtes 
des aus den Herren Professoren G. H. Darwin und J. C. Adams bestehenden
	        
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