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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Berechnung einer Gezeiientafd, 
91 
K (i> 
Ist, wie dies häufig der Fall ist, so klein, dafs man im Nenner 
jm ( n ) 
~ cos j 2 (<p — /t) + v + 2/t — # | gegen 1 vernachlässigen und die Tangente 
mit dem Bogen vertauschen kann, so wird in Zeitminuten: 
(35a) 
an ipW 
= — 237,2|¿- Siti 
1 2 {<p> — ¡j.) + v -f- 2,u — Z(, 1 
IH = Kf co» 12 {<p — 
ft) H- v + 2,m — *q j 
Wenn man, um d<p und <JH nicht jedes Mal berechnen zu müssen, eine 
Hiilfstabelle konstruirt, aus der man diese Werthe entnehmen kann, so mufs 
dieselbe, wie aus (35) und (35a) hervorgeht, doppeltes Argument haben, 
nämlich v und s — h v 0 — weil von diesem letzteren <p — p, und H ab- 
hängen. 
Ist n von 2 verschieden, so werden wir bei Berechnung einer Hülfs- 
tabelle zunächst dadurch, dafs man in (34) oder (34a) rechts % = 0 setzt, 
einen genäherten Werth von 6(p erhalten, mit welchem dann eine neue Rechnung 
den definitiven Werth ergiebt, Wenn klein ist, so ergiebt sich aus (34a), 
wenn man sin 8<p — 8<f setzen kann: 
«1 n KC 1 ' ! > 
(36) <Sf = — 237,2 -g </n «u | u (ge v + nu — x 0 t 
Da die eintägigen Tiden häufig so grofs sind, dafs diese letztere Formel 
für dieselbeu nicht angewendet werden kann, so möge noch der nachstehende 
Ausdruck hier einen Platz finden, der für den speciellen Fall n = 1 das Scp 
direct ergiebt. Der Ausdruck kann unbedenklich bis zu einem Stp = 6° an 
gewendet werden: 
(37) 
tg S</> = ' 
\(<p- 
■,«) ■ 
1 X 2H ^ cos | ^ —+ V -h ¡1 — x 0 f 
№ 
Í 5 TlP / i -i 
(q>—fi)—Scp-\-v-+-ft— íí 0 ! XfH I J* sin j (rp— t a)—cFgp+v-f-jü — x 0 ! 1 
Bei Ableitung dieses Ausdrucks für tg §(p haben wir sin $q> = tg 8q> 
gesetzt, was, wie gesagt, ohne erheblichen Fehler bis 8(p = 6° erlaubt ist. lieber 
diese Grenze hinaus ist zu setzen: 
K a> *. v 
S g sin (cp — y) + V +,« — äT 0 ( H- i tg <!V/ :i 
(38) tg $<p =. + K q > - : — ~— 
1 i 2 H c<>a SÍP — #*3 +'«■+/*— x 0 1 
Das obere oder untere Tonzeichen ist zu nehmen, je nachdem man ,« oder 
ß + n, oder für Niedrigwasser, je nachdem man ¡j, —\ n oder ,u-f- \n zu setzen 
hat. Diesem Umstande wird bei der Bildung der Argumente Rechnung getragen, 
wie unter I, 2 auseinandergesetzt wurde. 
Die Berechnung von Zeit und Höhe eines Hoeh- oder Niedrigwassers 
geschieht mm wie folgt: 
1. Die Berechnung der genäherten Hoehwasserzeit geschieht ebenso 
wie bei der direkten Methode (I, 1) durch dio Formel: 
s o — üp + »'o — IH-,« 
1&0 — (® ~ >5) 
•f- i. 12,4206 
2. Die Argumente werden in derselben Weise gebildet wie bei An 
wendung der direkten Methode (I, 2). 
3. An speciellen Hülfstabellen sind zu berechnen: 
a) Eine Tabelle über — ¡x und H nach Formel (28) mit dem 
Argument s — b + v 0 — £ in Graden oder mit s — ¡449° ~ ~ 
in Stunden und Miuuten.
	        
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