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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Kleine Notizen. 
„Auf unserer Reise von Melbourne nach Pouget Sound befanden wir uns 
am 5. März 1887 um 12 Uhr Mittags auf 21 a 52' S-Br und 132° 46' W-Lg, 
im Südosten der Pavmotu-lnselü. Schon seit mehreren Tagen stand nördlich 
von uns eine scharf begrenzte Wolkenbank. Bei regnerischem böigem Wetter, 
Windstillen und Mallungen war der Wind vorherrschend N bis NNE und die 
See sehr unregelmäfsig, so dafs mit St-B.-Halseu kaum ein WNW- bis NW- 
Kurs, der aber recht in die genannte Inselgruppe hinführte, innegehalten werden 
konnte. Unter diesen Verhältnissen arbeiteten wir drei Tage, ohne unseren 
Ort viel zu ändern und ohne Aussicht, nach N und 0 voranzukommen. Da sich 
die Witterungs Verhältnisse, mit anhaltendem Blitzen und hoch aufgethürmten 
Wolken im Norden, in den letzten acht bis zehn Tagen nicht geändert hatten, 
so entsclilofs ich mich endlich, mit B-B.-Halsen wegzuliegen, um weiter ostwärts 
eine günstigere Gelegenheit aufzusuehen, und liefen wir dann auf diesem Kurse 
auch bald aus den Mailungen heraus, und der Wind holte allmählich auf NE 
und weiter bis ENE und E. Ich habe den Eindruck gewonnen, dafs wir es 
liier mit einem periodisch aoftretenden Nordwind zu thun hatten. Maury nennt 
die von mir eingeschlagene zwar die sicherste Segelroute zu jeder Jahreszeit; 
doch ist cs meiner Ansicht nach jedem Sehiffsführer, der in den Monaten 
Oktober bis März eine Reise von Australien nach Oregon oder Kalifornien auf 
der südlichen und östlichen Route auszuführen gedenkt, dringend anzuempfehlen, 
sich nicht den Paumotti-Jns&ln zu nähern, sondern 30° S-Br in 125°, oder besser 
noch in 120° W-Lg zu schneiden.“ 
8. Einlaufen in die Juba-Mündung. In Heft XI dieser Annalen 
1887 Seite 427 wurde berichtet, dafs es S. M. Kr. „Möwe* im April geglückt 
soi, mit Booten die Juba-Barre zu passiren. Ein Gleiches ist am 29. August 1888 
S. M. S. „Sapkü* gelungen. Es wehte an dem Tage Südwind, Stärke 3, und 
stand nur mäfsige Brandung auf der Barre. Ein Kutter lief ohne besondere 
Schwierigkeiten durch die Brandung hindurch und in die Mündung des Eiusses 
ein. Der Versuch fand bei Ebbe, ungefähr zwei Stunden nach Hochwasser 
statt. Die Lothungen ergaben vom Schiffe (Ankerpeilungen: Flaggenstange von 
.'/«¿»«-Stadt NWzW, Südspitze der Kisimayultisol SW 1 .«W, Ilm Wasser) bis 
ca 150 m von der Barre allmählich abfallende Tiefen von 11 bis 5 m, auf der 
Barre 4 bis 2,5 m und innerhalb der Barre 3,0 m Wasser. Auf der Barre 
Ständen mehrere Fischnetze; Boote wurden nicht gesehen. 
9. Notizen über die Manda-Bucht. Nach dem Bericht des Kreuzer 
geschwader-Kommandos, Chef Kontre-Admiral Deinliard. Nach der britischen 
Admiralitätskarte No. 668 (Tit. IX., No. 83) macht es den Eindruck, als ob 
die Insel Mark, die Einsegeiungsmarke, eine kleine felsige: Insel ähnlich Im- 
la-Manda wäre, während es ebensolche mit Bäumen bestandene Insel, wie Chaka 
Mzungu ist. Wer zum ersten Male hinkommt, thut gut, vor dem Einlaufen 
selbst, von Süden kommend, aufserhalb der Fic/aZ-Bank herumzufahren, dann 
markiren sich Mark-1. und die übrigen Punkte, die man braucht, sehr gut, und 
man kann sie nachher leicht auffinden. Die Einsegelung von Süden ist vörzu- 
ziehen, da man die Bake auf Shella vor dem /Jamtcouia-Kanal schwer aus 
machen kann, die jPztawß-Felsen dagegen sehr gut zu sehen sind. Ein gutes 
Peilobjekt, wenn man von Süden kommt, ist eiu Baum, der einer Revolver 
kanone ähnlich sieht. Er steht da, wo in der Karte zwischen Matida Pik und 
Ras Vkoae auf Manda-l. die Zahl 95 eingetragen ist. 
Gedruckt und in Vertrieb bei E. S. Mittler & Söhn 
Königliche Hoibuehhandiung und Hofbuchdruckerei 
Berlin, Kochstrafse 68—70.
	        
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