Klein« Notizen.
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8. Ueber die Navigirung durch den Ithaka-Kanal nach dem
Hafen von Argostoli hat S. M. S. „Stosch“, Kommandant Kapt, z. See Junge,
folgende Beobachtungen gemacht:
Das hohe Land der Insel Sta. Maura mit dem Kap Ducato hebt sich
selbst bei unsichtigem Wetter gut ab und bildet mit dem leicht erkennbaren
hohen Berg auf Oxoi Point (Ithaka) mit Mühle für den Durchgang zwischen
Maura und Kephalonia eine gute Ansteuerungsmarke. Die Ansteuerung des
/¿Aala-Kanals und die Navigirung in demselben bietet keine Schwierigkeiten,
da der Eingang nicht zu verfehlen ist und der Kanal in seiner ganzen Länge
bis dicht unter Land tiefes reines Wasser hat.
Auf die in der britischen Segelänweisung „Mcditcrranean Pilot“ Vol. III,
1880, Seite 804, und der Karte No. 203 (Tit. V, No. 245) zur Vermeidung
der Kakor.a-B'm\iQ bei Kap Monda (Kephalonia) angegebenen Deckpeilungen
ist nicht immer zu rechnen; S. M. S. „Stosch“ konnte die Insel Atoko nicht aus
machen, und Giorgios Castle war zeitweise durch Wolken verdeckt. Die Tonne
wurde auf ziemlich weite Entfernung, 5 Sm, gesichtet. Die übrigen in der
SegelanweisuDg und in der Hafenkarto von Argostoli, Brit. Karte No. 1557
(Tit. V, No, 249) für die Ansteuerung dieses Hafens angeführten Deckpeilungen
erwiesen sich als gut verwendbar, die einzelnen benutzten Landmarken heben
sich gut ab und sind leicht zu finden. Biegt man nach Passirung von Theodoro
Point in den Hafen ein, so hat man in der Kirche von Drepano eine sehr gute
Binsegelungsmarke, die sofort in die Augen fällt; auch die Signalstation ist
leicht kenntlich, während sich die englische Kapelle von den übrigen Häusern
nur wenig unterscheidet.
Die zwischen den Inseln beobachteten Stromrichtungen stimmen mit den
britischen Angaben überein. Zwischen Korfu und Albanien lief ein nordwest
licher Strom in der Stärke von 0,4 bis 0,6 Kn.
4. Errichtung einer Sternwarte zu Tokio. In Tokio ist eine neue
Sternwarte eingerichtet worden, welche sieh an der Stelle des alten Marine-
Observatoriums befindet, und deren geographische Position 35® 39' 17,5' N-Br
und 139° 44' 30,3» O-Lg ist.'
5. Tieflothungen im Stillen Oeeau. Südlich der Freundscliafts-
l’nseln hat das britische Vermessungsschiff „Egena“ unter Kommando des
Kapt. Pelham Aldrich zwei Tiefen gelothet, welche von den bis jetzt aus-
gei'ührten Löthungcn nur durch drei (8513 m von der amerikanischen Korvette
„Tuscarora* auch im Stillen Ocean auf 44° 55' N-Br und 152° 26' O-Lg,
8341 m von dem amerikanischen Vermessungsschiffe „Blake“ im Atlantischen
Ocean auf 19° 39'N-Br und 66° ‘26' W-Lg, 8174 m von der britischen Korvette
„Challenger* im Stillen Ocean auf 11° 24' N-Br und 143° 16' O-Lg gefunden)
übertroffen werden. Es wurde gefunden in 24° 37' S-Br und 175° 8' W-Lg
eine Tiefe von 8101 m und ungefähr 12 Sm südlich von dieser Stelle 7855 m.
6. (D. 8.) Iquique. Ueber diesen Hafen findet sich in dem meteoro
logischen Journal der deutschen Bark „MagnatKapt. Ostermann, folgende
Aufzeichnung:
„Am 2. August 1887 um 11 Uhr Vormittags ankerten wir nach 47iäg:ger
Reise von Brisbane auf der Rhede von Iquique, Es lief hier eine hohe Dünung,
in der das Schiff heftig schlingerte. Den Schiffen ist das Ueberbordweifen
ihres Ballastes aufserhalb der Rhede gestattet; ihre Ladungen erhalten sie nur
auf der Inuenrhede. Es sind zwei kleine Schlepper vorhanden, weleho die
Schiffe auf der Rhede, von liier nach See nnd gelegentlich auch nach Pisagua
schleppen. An Schlepplohn vom Ballast- bis zum Ladeplatz und vom letzteren
nach See hatte ich zusammen 45 Doll, zu bezahlen; der Schlepplolm für ein
Schiff von 7—800 Rog.-T. von Iquique nach Pisagua beträgt 10—12 Lstrl.
Während unseres Aufenthaltes in Iquique vom ‘2. August bis zum 6. Sep
tember 1887 war der Himmel fast immer bedeckt ~~ die Sonne kam selten zum
Vorschein — und deshalb das Klima sehr angenehm und auch gesund.“
7. (D. S.) Ueber die bei den Paumotu-Inseln im Südlichen
Stillen Ocean angetroffenen Wind- und Witterungsverhältnisse
macht Kapt. 0. Busch von der deutschen Bark „L. Hagen“ die folgenden Auf
zeichnungen in seinem meteorologischen Journale: