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mirador: mirador

Anleitung und Beispiele 
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Anwendung der Hilfstafeln 1 bis 5 
Teil III enthält verschiedene Tafeln, deren Inhalt 
und Zweck teilweise bereits in den Erläuterungen 
zu den Teilen I und II angegeben wurden. Ein Ver 
zeichnis dieserTafeln befindet sich am Anfang des 
Teils III. 
Tafel 1 enthält die Grundwerte der Gezeiten für die 
Bezugsorte, ferner Angaben über die Herkunft der 
ausführlichen Vorausberechnungen im Teil I sowie 
über die Verfahren, nach denen diese angefertigt 
wurden. Die Grundwerte stellen Mittelwerte der 
Gezeiten dar, nach denen die Verhältnisse an den 
einzelnen Tagen beurteilt werden können. 
Tafel 2 ist der Kalender der Spring-, Mitt- und 
Nippzelten. 
Tafel 3 gibt die Eintrittszelten der verschiedenen 
Mondphasen an. Fügt man zu den Eintrittszelten 
des Voll- oder Neumondes die Springverspätung 
aus Tafel 1 hinzu, erhält man den Mittelpunkt der 
Springzelt für diesen Bezugsort und seiner An 
schlussorte. Von diesem Zeitpunkt beginnend 
kann die Dauer eines halben Mondumlaufs ein 
geteilt werden in: 
2 Tage Springzelt + 3 Tage Mittzelt + 4 Tage Nipp 
zelt + 3 Tage Mittzelt + 2 Tage Springzelt = 14 Tage 
(eigentlich durchschnittlich 14,8 Tage). Empfeh 
lenswerter ist der Gebrauch der Tafel 2 oder der 
Vergleich der für den Bezugsort vorausberechne 
ten HW/NW-Höhen mit seinen mittleren Spring- 
und Nipp-HW/NW-Höhen. 
Tafel 4 gibt die Zelten an, zu denen der Mond 
durch den Nullmeridlan geht; die Zelten sind In 
UTC ausgedrückt. Sie werden hauptsächlich zur 
überschläglichen Berechnung der Gezeiten Im 
freien Seegebiet mittels der Gezeitenkarten Im 
Teil IV der Gezeitentafeln gebraucht (vgl. die Er 
läuterung zu diesen Karten). 
Tafel 5 enthält die Verbesserungen wegen halbmo 
natlicher Ungleichheit, die an den mittleren Hoch- 
und Niedrigwasser-Zeitunterschieden gewisser An 
schlussorte anzubringen sind (Beispiel 4). Ist der 
mittlere Hochwasser- oder Nledrlgwasser-Zeitun- 
terschled nicht konstant, ändert ersieh In 1. Nähe 
rung sinusförmig. Tafel 5 liefert für Phasenverschie 
bungen von 0 bis 11 Stunden und Amplituden von 
10 Minuten bis 2 Stunden und 20 Minuten Werte 
zur Verbesserung In Abhängigkeit von der Eintritts 
zeit des Hoch- und Niedrigwassers am Bezugsort. 
Flusspläne: 
Diese Pläne enthalten die Zeitintervalle zwischen 
der Eintrittszeit des Hochwassers und des Niedrig 
wassers eines Bezugsortes an der Flussmündung 
und den Orten stromaufwärts. Wie man deutlich 
aus den Plänen erkennen kann, läuft der Hoch 
wasserscheitel flussaufwärts schneller hinauf als 
der Niedrigwasserscheitel. Dieses Phänomen kann 
man nur In Flüssen beobachten. 
Grafik der Jahreswerte deutscher Bezugsorte: 
Die Grafik dient zur Veranschaulichung der unter 
schiedlichen mittleren Springtidenhübe bzw. Nipp 
tidenhübe an der deutschen Nordseeküste und 
deren Flussgebiete. Die Höhen sind auf das Nor 
malhöhennull (NHN) bezogen. Des Weiteren Ist das 
gültige Seekartennull der Bezugsorte eingetragen. 
Gezeiten karten 
A. vier Gezeitenkarten der Nordsee südlich von 
58° N: 
Karte 1 Linien gleichen mittleren Hochwas 
serzeitunterschiedes gegen den 
Durchgang des Mondes durch den 
Nullmerldian, 
Karte 2 Linien gleichen mittleren Niedrig 
wasserzeitunterschiedes gegen den 
Durchgang des Mondes durch den 
Nullmerldian, 
Karte 3 Linien gleichen mittleren Sprlngtlden- 
hubs, 
Karte 4 Linien gleichen mittleren Nlpptlden- 
hubs 
und 
B. zwei Gezeitenkarten der Nordsee, des Kanals 
und der britischen und Irischen Gewässer: 
Karte 5 Linien gleichen mittleren Hochwas 
serzeitunterschiedes gegen den 
Durchgang des Mondes durch den 
Nullmerldian, 
Karte 6 Linien gleichen mittleren Sprlngtlden- 
hubs. 
Vor der niederländischen Küste dauert das Hoch 
oder Niedrigwasser stellenweise ungewöhnlich 
lange. Die Gebiete, in denen dieser Stillstand 
1 Stunde oder länger anhält, sind in den Karten 
1 und 2 durch gestrichelte Linien abgegrenzt.
	        
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