Kleine Notizen.
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Anton Pirhann, findet man in der Strafse von Messina,*) von Süden kommend,
Lootsenboote in der Nähe der Stadt Messina und von Norden kommend beim
Faro di Messina, 5
Die Lootsenboote haben im Segel einen Anker und führen am Bug eine
blaue Flagge mit einem weifsen P.
4. Zunahme der Wassertiefen im Guadalquivir-Flusse. SW-
Küste von Spanien. („Notice to Mariners“ No. 37/690. Washington 1888.)
Nach einem Bericht des Konsuls der Vereinigten Staaten zu Cadim ist das
Fahrwasser in dem Guadalguivir-Flufs?) breiter und tiefer geworden, so dafs
jetzt Dampfer mit 4,3 bis 4,9 m Tiefgang bis nach Sevilla gehen können.
Wegen der vielen Krümmungen dürfen die Schiffe jedoch nicht länger als
70 m sein.
Die gröfste Tiefe auf der felsigen Barre von Sanlucar an der Mündung
des Guadalguivir beträgt 5 bis 5,5 m.
5. Lothungen nördlich der Bank Saya de Malha und zwischen
dieser Bank und den Seychellen. Indischer Ocean. („Avis aux
Navigateurs“ No. 126/750. Paris 1888.) Nach einem Berichte des Komman-
danten des französischen Schiffes „Meurthe“, Lieutenant Richard Foy, welcher
mit der Untersuchung der kürzesten Route zwischen Mah& und Melbourne, d. i.
nördlich der Bank Saya de Malha,®) beauftragt war, geht hervor, dafs das Schiff
mehrere Male und nach allen Richtungen hin denjenigen Theil dieser Route,
welche bisher im Rufe stand, mit Gefahren verbunden zu sein, durchkreuzt hat,
ohne irgend ein Hindernifs aufzufinden. Nach der Abfahrt von MahE€ wurden
zunächst 90 Sm rw. 553°O über den Hochgrund der Seychellen zurückgelegt,
woselbst die Wassertiefen zwischen 40 und 50 m schwankten. Der Grund
bestand daselbst aus Korallen. Bei weiteren 10 Sm nimmt die Tiefe auf diesem
Hochgrunde bis auf 550 m und dann sehr schnell bis auf 1500 m zu. Diese
letztere Tiefe erhält sich weitere 60 Sm und geht dann auf mehr als 2000 m
über, Das Schiff hat die nördlich der Saya de Malha-Bank angegebenen Untiefen
nicht auffinden können.
6. Segelanweisung für den Hafen Ilo Ilo. Philippinen. („Notice
to Mariners“ No. 37/694. Washington 1888.) Nach einem Bericht des Kom-
mandanten des V, St. S. „Brooklyn“, Admiral Ralph Chandler, werden beim
Einsegeln nach /lo /lo*‘) die beiden sehr hohen Kaps Bondulin und Dapdap an
der nördlichen Hafeneiofahrt und die beiden Landspitzen Cabalic und Bondulin
an der südlichen Hafeneinfahrt von Fremden häufig verwechselt. Die Spitze
Cabalic ist nicht höher als die Küste daselbst und ist von Westen kommend
schwer zu erkennen, jedoch von St. Ana oder von Süden kommend leichter
auszumachen. Die nach dem Hafen von lo /lo bestimmten Schiffe müssen,
bachdem Anini,, die südlichste Spitze der Insel Panay, passirt ist, rw. N68° 40‘0
auf St. Ana, auf der Insel Gwimeras, zusteuern; da die Küste daselbst steil ist,
können die Schiffe’ dicht herangehen und zwar bis die Spitze Cabalic und das
Kap Bondulin in Linie sind; von hier steuere man direkt in den Hafen und
passire in '/a Sm Abstand die Spitze Cabalic und in 183m Abstand. das Kap
Bondulin. (Mifsweisung 1° 10‘ Ost 1888.)
7. Lage des Riffes Conway. Fidji-Inseln, („Avis aux Navigateurs“
No. 142/841. Paris 1888.) Nach einem Berichte des Kommandanten des fran-
zösischen Schiffes „Decrös“, Kapt. Laguerre, ist das Riff Conway,°) südwestlich
der Fidji-Inseln, auf der Karte 7 Sm zu weit westlich eingetragen, es liegt in:
21° 44‘ 8“ S-Br
174° 44‘ 20“ O-Leg.
1) Vgl. „The Mediterranean Pilot“, Part I, 1885, pag. 348.
?) Vgl. „West coast of France, Spain and Portugal“ 1885, pag. 297.
3) Vgl. „Indian Ocean Directory“ 1882, pag. 530 und 533.
5 Vgl. „Indian Archipelago Directory“ 1878, pag. 910.
5) Vgl. „South Pacific Ocean Directory“ 1884, pag. 552.
Ann, d. Hydr. ete., 1888, Heft XI.