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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 16 (1888)

47) 
Ueber Gangänderungen von Chronometern auf See, 
Broecking 1105 
Ehrlich 496} Kutter 23 
Schraubenthätigkeit . . . 
Schiffsbewegung Stärke 1 
+0,78 
— 0,6 
+1,18 
09 
+ 2,38 
w— 1,7 
Auch hier springt die Uebereinstimmung der Vorzeichen einer und der- 
selben Gröfse bei allen Instrumenten sofort in die Augen; gleichzeitig zeigen 
die vorliegenden Beispiele deutlich, dafs die drei aufser der Temperatur auf 
ein auf See befindliches Chronometer einwirkenden Einflüsse jeder den Gang 
sehr merklich verändern können, so dafs, wie auch die Erfahrung lehrt, eine 
Extrapolation auf Grund einer an Land gewonnenen Temperaturformel schon 
nach einigen Wochen erheblich von der Wahrheit abweichen kann. 
Eine Bestätigung dieser Resultate sowie eine Ausicht über den durch- 
schnittlichen Betrag obiger Einflüsse bei einem und demselben Chronometer 
kann nur ein umfangreiches Material derartiger Beobachtungen liefern. Hierbei 
ist jedoch nicht aufser Acht zu lassen, dafs nur solche Chronometer zuverlässige 
Beiträge liefern können, deren. Kompensations-Koefficienten an Land in ver- 
schiedenen Temperaturen bestimmt worden sind, und es würden mit Recht 
werthvolle Resultate über das Verhalten von Chronometern auf See zu erwarten 
sein, wenn auch die Herren Rheder und Schiffskapitäne unserer Handelsmarine 
sich entschliefsen würden, für die Anschaffung und Vergleichung dieses für sie 
so wichtigen Instrumentes die Vermittelung des Chronometer-Prüfungsinstituts 
der Deutschen Seewarte in Anspruch zu nehmen. 
Hydrographische Notizen über einige Küstenplätze der Samoa-Inseln 
und Aufnahme des Hafens von Safatı. 
Nach dem Berichte S. M. Kr.-Korv. „Carola“, Kommandant Kapt. z. See Aschmann. + 
Hierzu Tafel 15. 
Gelegentlich der Fahrten, welche S. M. Kr.-Korv. „Carola“ im August 
and September 1887 an den Küsten Upolws und Tutuila’s unternahm, wurden 
nachstehende Beobachtungen hydrographischer Natur gemacht, die als Er- 
yänzungen der vorhandenen Segelanweisungen dienen können, 
]. Saluafata.‘) 
Karte?) und Segelanweisung von Saluafata sind im Allgemeinen richtig 
und genügen, um ein Schiff ohne Lootsen und ohne den Hafen vorher besucht 
zu haben, sicher auf den Ankerplatz bringen zu können. Das Westriff scheint 
sich etwas weiter nach Osten zu erstrecken, als dies in der Karto angegeben 
ist. Indem bei der Einfahrt die auf der Ariadne-Huk stehende Bake etwas 
westlich von der sich scharf markirenden Spitze des mittleren dahinter liegen- 
den Hügels gehalten wurde, wurden bis innerhalb der Riffe Tiefen unter 20m 
nicht gelothet. Das westliche Riff, dessen äufserster Ausläufer vom Topp aus 
deutlich sichtbar war, wurde hierbei auf etwa 60m Entfernung passirt, 
Der westliche Sandfleck auf dem Westriffe ist nicht leicht auszumachen, 
da er niedriger wie der östliche ist und sich nur wenig über Hochwasser erhebt. 
1) „Pacific Islands“, Vol. II, 1885, S, 39; Findlay’s „South Pacific Ocean“, 1884, S. 663. 
% 'Tit. XII: 162 (Br. K. 1730): Karte in den Annalen 1879, Heft VII, 1881, Heft VI.
	        
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