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Ueber Gangänderungen von Chronometern auf See,
Broecking 1105
Ehrlich 496} Kutter 23
Schraubenthätigkeit . . .
Schiffsbewegung Stärke 1
+0,78
— 0,6
+1,18
09
+ 2,38
w— 1,7
Auch hier springt die Uebereinstimmung der Vorzeichen einer und der-
selben Gröfse bei allen Instrumenten sofort in die Augen; gleichzeitig zeigen
die vorliegenden Beispiele deutlich, dafs die drei aufser der Temperatur auf
ein auf See befindliches Chronometer einwirkenden Einflüsse jeder den Gang
sehr merklich verändern können, so dafs, wie auch die Erfahrung lehrt, eine
Extrapolation auf Grund einer an Land gewonnenen Temperaturformel schon
nach einigen Wochen erheblich von der Wahrheit abweichen kann.
Eine Bestätigung dieser Resultate sowie eine Ausicht über den durch-
schnittlichen Betrag obiger Einflüsse bei einem und demselben Chronometer
kann nur ein umfangreiches Material derartiger Beobachtungen liefern. Hierbei
ist jedoch nicht aufser Acht zu lassen, dafs nur solche Chronometer zuverlässige
Beiträge liefern können, deren. Kompensations-Koefficienten an Land in ver-
schiedenen Temperaturen bestimmt worden sind, und es würden mit Recht
werthvolle Resultate über das Verhalten von Chronometern auf See zu erwarten
sein, wenn auch die Herren Rheder und Schiffskapitäne unserer Handelsmarine
sich entschliefsen würden, für die Anschaffung und Vergleichung dieses für sie
so wichtigen Instrumentes die Vermittelung des Chronometer-Prüfungsinstituts
der Deutschen Seewarte in Anspruch zu nehmen.
Hydrographische Notizen über einige Küstenplätze der Samoa-Inseln
und Aufnahme des Hafens von Safatı.
Nach dem Berichte S. M. Kr.-Korv. „Carola“, Kommandant Kapt. z. See Aschmann. +
Hierzu Tafel 15.
Gelegentlich der Fahrten, welche S. M. Kr.-Korv. „Carola“ im August
and September 1887 an den Küsten Upolws und Tutuila’s unternahm, wurden
nachstehende Beobachtungen hydrographischer Natur gemacht, die als Er-
yänzungen der vorhandenen Segelanweisungen dienen können,
]. Saluafata.‘)
Karte?) und Segelanweisung von Saluafata sind im Allgemeinen richtig
und genügen, um ein Schiff ohne Lootsen und ohne den Hafen vorher besucht
zu haben, sicher auf den Ankerplatz bringen zu können. Das Westriff scheint
sich etwas weiter nach Osten zu erstrecken, als dies in der Karto angegeben
ist. Indem bei der Einfahrt die auf der Ariadne-Huk stehende Bake etwas
westlich von der sich scharf markirenden Spitze des mittleren dahinter liegen-
den Hügels gehalten wurde, wurden bis innerhalb der Riffe Tiefen unter 20m
nicht gelothet. Das westliche Riff, dessen äufserster Ausläufer vom Topp aus
deutlich sichtbar war, wurde hierbei auf etwa 60m Entfernung passirt,
Der westliche Sandfleck auf dem Westriffe ist nicht leicht auszumachen,
da er niedriger wie der östliche ist und sich nur wenig über Hochwasser erhebt.
1) „Pacific Islands“, Vol. II, 1885, S, 39; Findlay’s „South Pacific Ocean“, 1884, S. 663.
% 'Tit. XII: 162 (Br. K. 1730): Karte in den Annalen 1879, Heft VII, 1881, Heft VI.