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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 16 (1888)

Die Banks-Inseln. 
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und bepflanzt. Das Nordostende ist niedrig; an der Ostseite fällt das Terrain 
allmählich, an der Nord- und Westseite steil ab, Gaua ist dichter bevölkert 
als die übrigen Inseln und hat ungefähr .2000 Einwohner; an verschiedenen 
Plätzen der Küste befinden sich Missionsstationen. Das Landen ist an der 
Süd- und Ostseite schwierig, läfst sich aber in den verschiedenen kleinen Buchten 
gut bewerkstelligen, indem das Saumriff, durch welches Bootspassagen hindurch- 
führen, die See abhält. Früchte, Gemüse, Geflügel und Schweine sind in Menge 
yorhanden und könneu leicht für Tabak erstanden werden. 
Wenn ınan sich der Nordost- und Ostseite der Insel Nachts nähert, mufs 
man vorsichtig sein, da man sich infolge der niedrigen Küste und des hohen 
Hinterlandes leicht in der Entfernung täuscht. Die Riffe an der Nordostseite 
erstrecken sich bis zu einem Abstand ‚von %4 Sm, von denselben läuft. eine 
Bank mit 13 bis 18m Wasser aus; sonst laufen die Riffe dicht an der Küste 
ontlang. 
Sgaua besitzt keinen Hafen, jedoch mehrere offene Rheden, wo man 
Ankerplätze und Schutz finden kann. Au der Nord- und Nordostseite sind 
Einschnitte in den Riffen, wolche, wenn sie auch als Ankerplätzo sehr klein, 
doch kleinen Schiffen zum Verladen nützlich sein können. Die an der West- 
küste gelegene, %4 Sm tiefe Lakova-Bai bietet Ankerplätze in 18 m (10 Fad,) 
Wasser auf schwarzem Sand, !/a Sm von der Küste und !/a Sm südlich eines 
an der Nordseite der Bai liegenden gut sichtbaren Wasserfalls. Auf dem Wege 
nach diesem Ankerplatze von Westen her liegen einige gefährliche Stellen, deren 
Position nicht genau bestimmt ist. In der Mündung eines kleinen Flusses kann 
man Wasser einnehmen. 
Massevonu, an der Nordwestseite von Gaua, bietet unter dem Schutze 
des Riffes bei Südostwinden guten Ankerplatz. Man erkennt denselben an 
einem grofsen Hause östlich von dem Orte. 
Losolava-Rhede an der Nordseite wird gebildet durch den gröfsten 
Einschnitt im Riffe und ist von einem passirenden Schiffe leicht erkennbar. 
Dampfer können im äufseren Theile derselben auf 14,6—23,8 m (8—13 Fad.) 
Wasser ankern oder auch an die Innenseite des Riffes gehen und hier in 
9 oder 11m (5 oder 6 Fad.) Wasser auf Sandgrund, einige Hundert Meter 
vom Lande, liegen. Der Kurs zum Einsteuern ist ungefähr SSW., In einer 
Entfernung von 1 Sm nach Westen dient ein kleiner rother Felsen zur Positions- 
bestimmung bis zum Riffe, dann muß man bei günstiger Beleuchtung nur nach 
dem Auge navigiren. Beim Hineingehen mufs man sich dicht am Riffe an der 
Ostseite des Einganges halten, um zwei Korallenriffe, die nahezu in der Mitte 
der Einfahrt liegen, zu vermeiden. 
; Bei Avire, etwas östlich von Losolava, befindet sich eine ca 64m breite 
Oeffnung, welche zu einem kleinen, aber wohlgeschützten Ankerplatze gegenüber 
der Ortschaft führt; er ist jedoch nur für kleine Schiffe benutzbar. Die Leit- 
marke bildete ein grofser, weithin sichtbarer Baum am Landungsplatze: in Linie 
mit einer hervorragenden Bergspitze, in SW*/48S. 
Torosag, an dem äufsersten Nordostende der Insel, soll gröfser als 
Avire sein, ist aber zu Luvard nicht durch vorliegendes Land geschützt, 
Zwischen Avire und Torosag findet man !/4—'/2 Sm vom Riffe entfärbties 
Wasser mit 12,8 bis 18,3 m Y bis 10 Fad.) Tiefe auf felsigem Grunde, 
. Auf der Ostseite der Insel befindet sich auf einem 120—150m hohen 
Plateau ein grofser See, .aus dem sich ein von See aus sichtbarer Wasserfall 
ergiefst, und der frisches Wasser liefert. 
St. Claire oder Merigi ist eine kleine ca 60m hohe Insel, ziemlich 
in der Mitte zwischen Meralaba und Gaua, mit 15 bis 20 Einwohnern. Man 
kann hier weder ankern, noch an der Nordostseite landen... Wasser ist knapp. 
Vänua Lava, die gröfste Insel der Gruppe, ist in der Richtung 
Nord—Süd 15 Sm Jang bei einer Breite von 10 Sm. Eine vulkanische Gebirgs- 
kette von über 900m (3000 Fufs) Höhe zieht sich der Länge nach durch die 
ganze Insel; ‚der Gipfel derselben wird durch einen Krater gebildet, welcher 
häufig Dampf entwickelt.:-- An der Nordostseite liegen nahe der Küste zwei gut 
sichtbare kegelförmige Piks, von denen der nördliche 798 m, der südliche 770 m 
hoch ist. Das Südostende dieses Gebirgszuges läuft in einen 950m hohen 
runden Berg aus, den. höchsten Punkt des Gebirges, dessen Ausläufer längs
	        
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