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Kleine Notizen.
durch den Alten Bahama-Kanal. In dem ersten Falle würde sie etwa 2700 Sm
nach WzS, 1050 Sm nach WNW*%/W, 355 Sm nach ON0!/40 und 225 Sm nach
N, im Ganzen etwa 4330 Sm, im zweiten Falle 3000 Sm nach W!4S, 380 Sm
nach NNW'AW und 225 Sm nach N, zusammen also in 575 Tagen 3605 Sm
zurückgelegt haben.
f) Wurde eingesandt durch das deutsche Konsulat in Bermuda; über
Bord geworfen von der deutschen Bark „Argo“, Kapt. F. Stuck, auf der Reise
von IZquique nach Hamburg am 2, November 1884 auf 46° 21‘ N-Br und
19° 4‘ W-Lg und gefunden von dem Herrn E. F. Zuill am 8. März 1888 an
der Nordseite der Insel Bermuda, auf 32° 15‘ N-Br und 64° 50‘ W-Lg, ganz
mit Muscheln bewachsen,
Nach Vergleich mit anderen Flaschentriften ist anzunehmen, dafs die
Flascho zunächst in südsüdwestlicher, dann im Passat in westlicher und nord-
westlicher und darauf, allmählich umbiegend, in nördlicher, nordöstlicher und
östlicher Richtupg nach ihrem Fundort getrieben ist. Auf diesem Wege, der
20° N-Br in etwa 30° W-Lg, 50° W-Lg ebenfalls in 20° N-Br, 70° W-Lg in
25° N-Br, 75° W-Lg in 30° N-Br und 33° N-Br in 70° W-Lg schneidet, würde
sie, vorausgesetzt, dafs sie gleich am Tage ihres Antreibens aufgefunden wurde,
in 1222 Tagen — 3 Jahren, 5 Monaten und 6 Tagen — rund 5000 Sm zurück-
gelegt haben.
Auf dem loxodromischen Wege ist der Fundort der Flasche 2287 Sn
nach WSW von dem Orte ihres Ueberbordwerfens entfernt.
g) Eingesandt durch das Konsulat in San Juan de Porto-Rico; über Bord
geworfen von dem deutschen Dampfer „Desterro“, Kapt. Th. Saiuberlich, auf
der Reise von St. Vincent nach Antwerpen am 22, Januar 1887 auf 23° 34‘ N-Br
und 22° 26‘ W-Lg und gefunden durch den Herrn Manuel Sirgusa am 24. März
1888 an der Nordküste der Insel Porto Rico, in der Nähe des Hafens Arecibo
(18° 31‘ N-Br und 66° 45‘ W-Lpg).
Diese Flasche hatte eine Trift von 2500 Sm nach W°%S in 427 Tagen.
h) Von dem Herrn Leslie Jarvis in Mount Jarvis, Insel Antigua, ein
Zettel, der am 8, April 1888 an der Nordseite dieser Insel aufgefunden und von
dem deutschen Dampfer „Santos“, Kapt. Ch. Boie, auf der Reise von Lissabon
nach Bahia am 30. Dezember 1886 auf 31° 47‘N-Br und 14° 15‘ W-Lg über
Bord geworfen wurde.
Die Entfernung zwischen dem Orte des Ueberbordwerfens und demjenigen
des Auffindens der Flasche beträgt auf dem loxodromischen Wege etwa 2733 Sın
nach WSW%sW. Es ist indefs wahrscheinlich, dafs die Flasche einen Umweg
nach Süden, vielleicht über 20° N-Br in 30° W-Lg, genommen und rund 2950 Sm
in 465 Tagen zurückgelegt hat.
Gedruckt und
Königliche
in Vertrieb bei E. S. Mittler & Sohn
Hofbuchhandlung und Hofbuchdruckerei
Berlin, Kochstrafse 68—70.