Kleine Notizen.
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Riffe keine Passage. Zwischen /tata und Onrata (Sueste) ragen viele Steine
aus dem Wasser hervor. Zwischen Carata (North-I.) und Karaton soll sich
nach Aussage der Eingeborenen, etwa in der Mitte zwischen beiden, ein Riff
befinden. Von Süden kommend, ist die Insel Onrata (Sueste) in einer Ent-
fernung von 51a Meilen in Form eines Kegels sichtbar... Auf Mengampit
(Nanusa) erhebt sich in der Mitte ein ca 230 m hoher Hügel; die ganze Insel
ist mit dichtem Gehölz bedeckt, . nur der Gipfel des Hügels ist mit Gras be-
wachsen und ziemlich flach; an der Süd- und Südwestseite liegen drei Dörfer;
Karaton trägt auf der Nordseite einige etwa 60m hohe Hügel und ist im
Uebrigen flach. Mengnoepoe (Central-I.) ist niedrig und bewaldet, und an der
Nord- und Südseite von Riffen umgeben. Itata und Onrata (Sueste) scheinen
früher mit einander verbunden gewesen zu sein; nach der Kartenskizze werden
dieselben von einem gemeinsamen Riffe umschlossen. Die Insel Marokka (Kaka-
rutan) ist niedrig und dicht bewachsen. Von den Bewohnern der Inseln, welche
alle Heiden sind, leben etwa 250 auf Karaton, 600 auf Mengampit (Nanusa)
und 280 auf Onrata (Sueste); sie treiben Fischfang und kultiviren Mais und
Pataten. An Thieren giebt es häufig Tauben und Strandhühner, Sülswasser,
welches aus landeinwärts befindlichen Brunnen geholt wird, ist schlecht und
verbreitet einen unangenehmen Geruch.
4. (D. $.) Flaschenposten. Folgende Flaschenpostzettel sind bei
der Seewarte eingegangen: ;
a) Durch Vermittelung. des deutschen Konsulats in Rufisque in der
französischen Kolonie Senegal ein Zettel, welcher von dem deutschen Dampfor
„ Valparaiso“, Kapt. J. G. v. Holten, auf der Reise von Bahia nach Lissabon
am 23, Juni 1886 auf 12° 12’ N-Br und 26° 40‘ W-Lg über Bord geworfen und
in der Mündung des Rıo Cassini (Senegal-Küste) auf ungefähr 11° 0‘ N-Br und
15° 10‘ W-Lg aufgefunden wurde. Das Datum ist nicht angegeben.
Die Flasche hat einen Weg von 680 Sm nach 0!/S zurückgelegt.
b) Durch den Herrn J. Ballot, Kontroleur der Batu-Inseln an der West-
küste von Sumatra, ein Zettel, welcher von dem deutschen Dampfer „ Wuotan“,
Kapt, W. Pfeiffer, auf der Reise von Bassein nach Malta am 7. März 1887 auf
7° 36‘ N-Br und 76° 38‘ O-Lg über Bord geworfen ‚und von einem Malayen,
Namens Binoeroessin, um den 30. Oktober 1887 bei der Insel Baais, zur
Gruppe‘ der Batu-Inseln gehörend, auf 0° 3‘ S-Br und 98° 31‘ O-Lg auf-
gefunden wurde. .
Unter den bekannten Voraussetzungen hat die Flasche in etwa 235 Tagen
1388 Sm nach 0S0'40 zurückgelegt. ;
ec) Durch das deutsche Konsulat in San Juan de Puerto Rico ein Flaschenpost-
zettel, welcher von dem deutschen Dampfer „Hamburg“, Kapt. J. R. Göttsche,
auf der Reise von Madeira nach St, Vincent am 14. Mai 1887 auf 21° 37‘ N-Br
und 22° 27‘ W-Lg über Bord geworfen und von einem Knaben am 2, Februar
1888 an der Nordküste von Puerto Rico, etwa 1 Sm östlich des Hafens von
San Juan auf ungefähr 18° 29‘ N-Br und 66° 7‘ W-Lg aufgefunden wurde.
Derselbe hat nach den vorstehenden Daten in 264 Tagen 2468 Sm nach
W*/S zurückgelegt.
d) Eingesandt durch das Board of Trade in London; über Bord geworfen
von der deutschen Brigg „Diana“, Kapt. A. Kayser, auf der Reise von Ham-
burg nach Rosario am 9. Dezember 1886 auf 17° 20‘ N-Br und 25° 19’ W-Lg
und gefunden von dem Herrn Blaise am 4. Februar 1888 bei Tobacco Cay an
der Küste von Britisch Honduras, auf 16° 52‘ N-Br und 88° 8’ W-Lg.
Diese Flasche hat in 422 Tagen einen Weg von 3602 Sm nach nahezu
recht W zurückgelegt.
e) Ein Flaschenpostzettel, welcher von dem Herrn A. B, Potter in
Figulus, Dade County, Florida eingesandt wurde, Derselbe wurde von dem
deutschen Dampfer „Hamburg“, Kapt. K. Löwe, auf der Reise von Lissabon
nach Pernambuco am 7. Juni 1886 auf 25° 32‘ N-Br und 19° 59’ W-Lg über
Bord geworfen und von dem oben genannten Herrn am 3. Januar 1888 an der
Ostküste von Florida, auf 26° 43‘ N-Br und 80° 2‘ W-Lg aufgefunden.
Die Flasche hat wahrscheinlich ihren Weg südlich von den Antillen und
um Kap St, Antonio genommen, vielleicht aber auch nördlich von diesen Inseln