Kleine Notizen.
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Man beabsichtigt, auf dem Westende der Insel Chatham in der Nähe
der Spitze Wreck einen Leuchtthurm zu errichten.
Die Stephens-Bucht wird auch Porto Grande genannt.
Eine Klippe mit 3,4 m Wasser, auf welcher das britische Schiff „Hyacinth“
vor Kurzem den Grund berührt hat, liegt SzW'/W von der Spitze Lido und
NWzZW!/4W von dem Hafenfeuer. |
Gezeiten. In der Wreck-Bucht steigt das Wasser bei Springzeit 2,5 m.
Quer vor der Einfahrt in die Bucht setzt die Fluth nach NOzN, 1’ Sm, und
die Ebbe SWzS, 1% Sm die Stunde.
Insel Indefatigable ist nach Chatham die beste Insel der Gruppe; es
befindet sich an der Nordseite dieser Insel in einem kleinen Bach ein bequemer
Wasserplatz. An der Südseite ist gleichfalls ein Wasserplatz, die Schiffe sind
hier aber zu sehr dem Seegang ausgesetzt.
Insel Albemarle. Auf dieser Insel ist in der kleinen Bucht Webb,
ca 7 Sm nordwärts der Spitze Christopher, ein besserer Ankerplatz, als in der
kleinen Bucht Zguana. Das Wasser ist hier ruhiger und die Bucht geschützter;
man findet ca 1 Kablig. von der Küste 45,7 m Wasser.
3. Ueber Finschhafen‘') berichtet der Chef des Kreuzergeschwaders,
Kapt. z. See und Kommodore Heusner, dafs die aus einer weißen Bretterwand
bestehende Bake mit dem Buchstaben F auf der Landzunge Mugedu („Nachr.
f, Seef.“ 1887, No. 673) Morgens schon auf 10 bis 12 Sm sichtbar war; die-
selbe bietet eine ausgezeichnete Ansegelungsmarke. Wer den Hafen nicht
kennt, wird beim Einlaufen leicht die Holz-Insel mit der Flaggen-Halbinsel
verwechseln, da auf letzterer weder eine Flagge noch ein Platz für eine solche
sich befindet; sie ist vielmehr ganz mit dichten hohen Laubholzbäumen bestanden.
Der Aufsenhafen gewährt kaum für mehr als drei Schiffe Platz, und auch diese
müssen mit zwei Ankern ankern. Der Ankerplatz S. M.S. „Bismarck“ war in
den Peilungen: Bredow-Spitze NO, Flaggen-Halbinsel Süd. Beim Verlassen
des Hafens am Nachmittage wurde die Ansteuerungsmarke schon nach kurzer
Zeit aus Sicht verloren, da sie nicht von der Sonne beschienen war und sich
daher von dem dunklen Hintergrund nicht abhob.
4. Ankerplatz zu Macao, Südküste von China. („Hydrographische
Nachricht“ No. 12/58. Pola 1888.) Nach einem Berichte des Kommandanten
des österreichisch-ungarischen Schiffes „Aurora“, Freg.-Kapt. Franz Müller,
vom Januar d. J. bietet die Rhede von Macao?) während des NE-Monsuns
keinen Schutz gegen Wind und See; Schiffe, welche sich wegen mehr als 3,7 m
Tiefgang nicht im Binnenhafen vertäuen können, finden westlich der Cau-Chau-
(Nine-) Inseln einen einigermaflsen gegen Nord und Nordost geschützten Anker-
platz auf 9 bis 11m Wasser.
Die im „China Sea Directory“, Vol. 3, 1884, pag. 73, erwähnte Klippe,
welche ca .5/4 Sm SW von den Cau-Chaw-Inseln liegt und stets über Wasser
sichtbar ist, bietet eine gute Landmarke für den Ankerplatz. Ungefähr %10 Sm
yw. W7’/S von der Klippe liegt das Wrack eines 1881 gestrandeten Dampfers,
von welchem der Obertheil des Kessels bei Hochwasser wie eine Tonne
erscheint.
5. Klimatologisches Wörterbuch, Das Kaiserliche Observatorium
zu Rio de Janeiro beabsichtigt, ein klimatologisches Wörterbuch, „Dictionnaire
Climatologique Universel“, herauszugeben, welches die hauptsächlichsten meteoro-
logischen und klimatologischen Elemente einer möglichst grofsen Anzahl von
über der ganzen Erdoberfläche verbreiteten Plätzen enthalten soll, alle nach
einem bestimmten System und daher zu Vergleichen besonders geeignet. Der
Direktor des Observatoriums, Herr L. Cruls, hat an alle Observatorien und
meteorologischen Institute zur Erlangung der für diese höchst dankens- und
anerkennenswerihe Arbeit nöthigen Angaben ein Cirkular mit einer Tabelle
übersandt, in welcher die meteorologischen Daten, wie sie gewünscht werden,
') Vgl. Annalen 1885 S. 201, 1886 S. 501, 1887 S. 269 und 349.
?) „China Sea Directory“, Vol. 3, 1884, pag. 72, 78,