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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 16 (1888)

Segelschiffsreisen vom Atlantischen Ocean nach der Ostküste von Afrika ete. 177 
5. Nach Tamatave. 
Monat 
Dezember, Januar . 
Februar . . . 
April, Mai... 
Juni, Juli . . 
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Anzahl 
der 
Reisen 
Tage 
15 28,0 95 2 
il 20,7 76 3 
1,7 20,0 79 8 
1,6 21,8 81 5 
Wenngleich die Tabellen nur nach einer verhältnilsmäfsig geringen An- 
zahl von Reisen zusammengestellt worden sind, ermöglichen die darin verzeich- 
neten Mittelwerthe doch schon einen guten Ueberblick über die eingeschlagene 
Route sowohl, als auch die Dauer der Fahrt, und zeigen sie deutlich, wie sich 
der Einfluß der an früherer Stelle geschilderten Wind- und Strömungsverhältnisse 
auf diese Umstände äufsert. 
Betrachten wir zunächst die beiden Tabellen der Reisen nach und von 
Zanzibar. Auf der Ausfahrt nach diesem Hafen, wie ebenso nach Nos Beh und 
selbstverständlich nach Zb0 und Mozambique, nehmen die Schiffe stets die Route 
durch den Mozambique-Kanal. Nachdem sie den Meridian von 20° Ost in 
38°—39° S-Br überschritten haben, segeln sie im aufsertropischen Westwind- 
gebiete so weit nach Osten, dafs sie später mit den östlichen Winden, die in 
etwa 30° S-Br beginnen, die Ostseite des Kanals von Mozambique bequem or- 
reichen können. Der Schnittpunkt von 30° S-Br liegt in 40° bis 42°, der von 
20° S-Br in 42° bis 42,5° O-Lg. Auf dem weiteren Wege passiren die Schiffe 
gewöhnlich westlich von der Insel Joao da Nova und meistens auch westlich 
von Grofs Comoro, doch halten sie sich bis zur Breite der letzteren Insel stets 
in guter Entfernung von der Küste von Afrika und vermeiden auf diese Weise 
den längs der Küste setzenden und oft sehr starken, konträren Mozambique- 
Strom. Jenseits der Comoren, wo der Strom an der Küste nördlich zu setzen 
beginnt, gehen sie dagegen näher unter Land, besonders in der Jahreszeit des 
Süd-Monsuns, wenn der Wind günstig und der nördliche Strom unter der Küste 
am stärksten ist. Alsdann schneiden sie 10° S-Br in etwa 41° O-Lg. Im 
Nordost-Monsun wird der Schnittpunkt des genannten Parallels etwas weiter 
Juvwärts, in 42° bis 42,5° O-Lg genommen. 
Umgekehrt wie auf der Ausfahrt, halten, unter Berücksichtigung der 
Strömungsverhältnisse, die Schiffe auf der Rückfahrt von Zanzıbar sich bis nach 
10° S-Br von der Afrikanischen Küste entfernt und dann im Kanal von Mozam- 
bique auf der Westseite. Ersteres vornehmlich zur Zeit des südlichen Monsuns. 
Während dieser herrscht, stehen die Schiffe, nachdem sie den Hafen durch den 
Nordkanal verlassen haben, meistens zunächst auf Steuerbordhalsen bei dem 
Winde recht vom Lande ab, oft über 45°, mitunter bis nach 49° O-Lg hinaus. 
Dann beginnen sie nach Süden aufzukreuzen, und erst jenseits 10° oder 11° S-Br 
stechen sie wieder auf die Küste zu. Sie haben dabei den Vortheil, dafs der 
Strom, der im südlichen Monsun unter Land stark nach Nordwest und Norden 
setzt, weiter landabwärts schwächer wird und auch eine mehr westliche Richtung 
annimmt, ferner auch der Wind in gröfserem Abstande von der Küste östlicher 
zu holen pflegt, Der mittlere Schnittpunkt von 10° S-Br während des Süd- 
monsuns liegt in etwa 42,5° O-Lg; im Nordostmonsun, wenn eine mehr direkte 
Route eingeschlagen wird, befindet er sich in etwa 41,5° O-Lg. Von 10° oder 
11° S-Br an hält sich die Route in dem längs der Küste von Afrika nach Süd 
und Südwest setzenden Mozambique- und Agulhas-Strom. Ihre mittleren Schnitt- 
punkte, die jahreszeitlich nur wenig von einander abweichen, sind 20° S-Br in 
38,5° bis 39° O-Lg und 30° S-Br in etwa 33° O-Lg. Auf dem weiteren Wege, 
bei der Umschiffung des Kaps, wird die Route ebenfalls, unter Benutzung der 
Strömung, unfern der Küste genommen. Sie fällt hier zusammen mit der Route 
der übrigen vom Indischen Ocean heimkehrenden Schiffe.
	        
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