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Kleine Notizen.
Sali!) der auf der Br. Adm.-Karte 1227 (VI: 87) verzeichnete Ankerplatz,
ca 5 Kabllg. vom Lande entfernt, bei günstigem Wetter mit Vortheil zu be-
nutzen.
Das Ansteuern von Mazighan?) ist durch den Mangel einer weit sichtbaren
Landmarke und wegen des gewöhnlich über der Küste liegenden Dunstes sehr
erschwert, Die einzigen Landmarken sind die Moschee von Mazighan und der
weiter südlich liegende Thurm Tett. Die nach dem „Africa Pilot“, Part I, 1885,
S. 56, als Ankerpeilung von Mazighan zu benutzenden Objekte: „A small
mosque SW“ und „Ruined tower at Mazighan West“ konnte man im November
1887 nicht erkennen und auffinden. Es empfiehlt sich, beim Aufsuchen des
Ankerplatzes die leicht zu erkennende Moschee von Mazighan in SWzS zu
bringen und ca 7 Kabllg. vom Lande entfernt, querab von dem Riffe bei dem
Kap Mazighan, zu ankern. Auf der gegen die Stadt gerichteten Seite des Kaps
ist unterhalb der Festungsmauern ein Bootshafen, in welchem selbst bei hohem
Seegang kleine Boote anlegen können,
Der Berg Sidi Wasman bei Mogador?) erscheint, von Norden kommend,
als gestreckter dunkelgefärbter Bergrücken, auf dessen oberstem Gipfel bei
günstiger Beleuchtung ein weifßses Grabmal sichtbar ist. Von Westen aus ge-
sehen, hat der Berg die auf der Br. Adm.-Karte 1227 (VI: 87) zur Ansicht
gegebene Form.
3. Ankerplatz von Makhalleh., Ostküste von Arabien. („Hydro-
graphische Nachricht“ No. 4/12. Pola 1888.) Nach einem Berichte des Kom-
mandanten des österreichisch-ungarischen Schiffes „Fasana“, Freg.-Kapt. Emil
von Wohlgemuth, herrschte während der Anwesenheit des Schiffes zu Mak-
halleh*) (am 6. und 7. Oktober 1887) östlicher Wind, der gegen Mitternacht
nach Nord und gegen Mittag bis OSO drehte; auch während des NE-Monsuns
herrscht daselbst Ost-Wind und demzufolge auch West-Strom, wobei jedoch
auch die Gezeiten zur Geltung kommen. Der Seegang bei dem NE-Wind setzt
um das Kap Makhalleh herum, und die Schiffe rollen in der dann vorhandenen
querlaufenden See. Der beste Ankerplatz ist der im Segelhandbuch angegebene
auf einer Sandbank, welche nach See zu rasch abfällt, so dafs es nicht rathsam
ist, zu weit von der Stadt entfernt zu ankern. Dieses hat jedoch den Nach-
theil, dafs man bei den häufig auftretenden südlichen Böen nicht rasch genug
Anker lichten kann, um die Rhede zu verlassen, sondern den Anker häufig
schlippen mufs. Da diese Böen nur von kurzer Dauer sind, so besteht nur
die Gefahr, die Bojereeps zu verlieren, da die einheimischen Fahrzeuge die
Anker selbst nicht zu heben vermögen. Das Gouverneurs-Gebäude, dessen
Flaggenstock zur Ankerpeilung dient, befindet sich östlich in der Nähe des
gröfseren Minarets.
4. Der Hafen von St. Pierre. Insel Reunion. („Hydrographie
Notice“ No. 7. London 1887.) Im Jahre 1884 konnten im neuen Binnenhafen
von St, Pierre®) sechs Schiffe von 400 bis 500 Tonnen Gröfse, mit 4,2 bis 4,5 m
Tiefgang, vollständig Schutz finden. Der äufsere Hafen war noch im Bau und
wird bis auf 4,9 m Tiefe bei Niedrigwasser ausgebaggert.
Der Hafen bei Pointe des Galets®) ist nun eröffnet. Die Einfahrt ist
107 m breit und liegt zwischen zwei Molen. Die Wassertiefe beträgt 9m. Der
Vorhafen umfafst 250m im Quadrat und hat eine Tiefe von 8m; der Ver-
bindungs-Kanal ist 55m breit und hat eine Tiefe von 8m. Der Binnenhäfen
ist 400m lang und 229m breit und hat eine Tiefe von 8m. Auf dem Nord-
molenkopfe brennt ein rothes festes und auf dem Südmolenkopfe ein grünes
festes Feuer. ;
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„Africa Pilot“, Part I, 1885, S. 54.
„Africa Pilot“, Part I, 1885, S. 56.
„Africa Pilot“, Part I, 1885, S. 60.
„Gulf of Aden Pilot“, 1882, S. 100.
„Sailing Directions for Mauritius etc.“, 1884, S. 72 und 74.
„Sailing Directions for Mauritius ete.“. 18834, S. 72 und 75.
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