Ann. d. Hydr. ete., XVI. Jahrg. (1888), Heft III.
A
180)
Beiträge
zur Berechnung der Deviation der Schiffskompasse, mit Unter-
suchungen über die ältesten Flinders’schen Deviationsbeobachtungen.
Von Prof, 6. D. E, Weyer in Kiel.
(Schlufs.)
Bei der folgenden Vergleichung der einzelnen beobachteten Deviationen
mit dem Resultate der Rechnung nach den erhaltenen trigonometrischen Ko6effß-
eienten, ist sowohl die mit den 5 ersten Koefficienten, als auch die mit den
8 orsten Koeffieienten berechnete Deviation angegeben, nebst den jedesmaligen
Differenzen gegen die Beobachtung.
Schiffs-
kurs
Nord
NzO
NNO
NO7zN
NO
NOzO
ONO
O07zN
Ist
IzS
ISO
S0z0
So
SOzS
SSso
LO
3Zeobachtete KeSchneTe Differenzen
Deviation eviation u a w.
5 Kotff,8 Kofl,]5 Kotff./8 Ko&ff.
Co fehlt .—0° 80° &
5 fehlt |—0 35l—0 41 ,
5 —1° 121—1 2|—1 12 [0° 9 0° 9
5 —0) 42'—1 27l1—1 371-0 45|+0 55
da —1 46 —1 4831—1 52/—0 3/+0 6
is —2 14 1—2 1|—2 5|—-0 131—0 9'
de fehle —2 121—2 12 .
Öö7 —3 0 —2 191—2 15|—0 41|—0 45
is —2 10
“5 —]1 42
"o0—4 11
un —2 31
—2 20/—2 11 +0 101—0 1
—2 1912 9 +0 37/+0 27
—2 10 |—2 0—2 1l—2 11
—1 57/1 51l-—0 34'—0 40
$a—1 44|—1 40 |—1 41'—0 4—0 38
Sa —1 38/—1 19'—1 27|—0 14|—0 6
Ya—l1 4/—0 53 —-1 6|—0 11+0 2
%5—0 20l—0 22 —0 36|+0 2-0 16
Schiffs- ee! Horechnete Differenzen
kurs | Deviation 5 yxoeff.8 Koöff.jö Ko&ff.8 Kotff.
Süd
5zW
SSW
SWzS
die —0° HE A 18‘1—0° 9
dır7 fehlt +0 46 1-+0 46
Yıs +3 13/41 21/+1 30 m. 52 +1 43
Ya -H2 1614+1 531+2 91-40 238140 7
SW. dio +2 43|+2 22/+2 89|+0 21|+0 4
SWZzW |d21 fehlt +2 47142 57
WSW |dı3 +3: 2/+3 6/+8 6|—0 a|—o 4
WzS do -+1 56143 151+3 5l—1 191—1 9
West da +3 1
WzN das fehlt
WNW 'dag fehlt
NWZW dor fehlt
+3 16|+2 59 | 1540 2
+3 11|+2 56
+2 56 +2 46!
49 35 |_L2 35!
NW
NWzN
NNW
NzZW
ds +2 17
das +0 56
00 fehlt
Ja1 fehlt
+2 8|+2 171+0 9| 0 0
+1 87141 51|—0 41|—0 55
+1 3/41 16
+0 30140 38
Unter den 22 beobachteten Deviationen sind also nur 3, welche mehr
als einen ganzen Grad, und aufserdem noch 4, welche mehr als einen halben
Grad von der Rechnung abweichen, daher unter weniger günstigen Umständen
beobachtet sein werden; Uebrigens stimmt die Mehrzahl der Beobachtungen
unter sich im Ganzen besser überein, als man nach den eigenen Bemerkungen
von Flinders hätte erwarten können, welcher sich so darüber äufsert: „Die
Bewegungen des Schiffes und des Kompasses, das Hindernifs der Masten und
Takelung beim Peilen, die Eile, womit die Beobachtungen ausgeführt wurden,
bevor das Schiff seinen Ort erheblich verändert hatte, liefsen leicht Unterschiede
bei wiederholten Beobachtungen hervortreten, wonach Differenzen von 2 und
selbst 3 Grad kein zu grofser Spielraum seien, ausgenommen in sehr günstigen
Umständen“. Mögen aber die Umstände auch in der Regel ungünstig gewesen
sein, so ist die geringe Deviation des „Investigator“ doch von Flinders ent-
deckt worden, obgleich sie in der obigen australischen Gegend höchstens
-—2° 90‘ bei östlichen, und +3° 16‘ bei westlichen Kursen betrug; das giebt