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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

Kleine Notizen. 
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Bord gebracht werden. Hierzu wird im Vortopp die Internationale Signal- 
flagge J geheifst und an der Gaffel 
die Internationale Signalflagge T 
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6. (D.S.) Bemerkungen über New-Castle, N.S. W. Von Kapt. 
H. J. Reiners von der Deutschen Bark „Kale“, „Am 24, Oktober 1885 er- 
hielten wir um 5* a, m, einen Schleppdampfer etwa 3 Sm nördlich von dem 
Feuer von Port Maquarie, Der südliche Wind flaute bald darauf bis zur Wind- 
stille ab, worauf um 7* 30“ a. m. leichte nördliche Briese durchkam, welche 
gegen 8 a, m. bis Stärke 5 zunahm, weshalb wir jetzt noch einen zweiten 
Schlepper engagirten, Es besteht in New-Castle als gewöhnliche Taxe für das 
Einschleppen von Schiffen 10 d. pro Reg.-Tonne, die jedoch auch dann nicht 
steigt, wenn zwei Dampfer erforderlich werden, Dieser Fall ereignete sich, wie 
achon erwähnt, bei uns. Wenn ein Schiff bei gutem Wetter unter Nobby Head 
auf einen Schleppdampfer warten mul, so möchte ich dem Kapitän anrathen, 
nicht sogleich den ersten Dampfer, der. herauskommt, wenn er der Firma 
Brown angehört, zu engagiren, sondern lieber einen Dampfer der Firma Dalton 
zu erwarten, der zwar nicht sehr kräftig ist, dafür aber auch unter der Taxe 
von 10 d. pro Reg.-Tonne das Schiff einschleppen wird. Jedenfalls aber sollte 
3in Kapitän, der einen Dampfer der erstgenannten Firma annimmt, dahin 
streben, das Verholen im Hafen, was gewöhnlich zweimal geschieht, frei zu 
haben, wozu der Eigenthümer des Schleppers in der Regel auch bereit ist. Da 
mir diese Verhältnisse unbekannt waren, so hatte ich den vollen Schlepplohn 
von 10 d. pro Reg.-Tonne für das Ein- und Ausschleppen und Verholen im 
Hafen zu zahlen. ‘ - 
Infolge eines Strikes, der kurz vor unserer Ankunft unter den Kohlen- 
trimmern in New-Castle ausgebrochen war, hatte „Kale“ — ähnlich wie viele 
andere Schiffe — 19 Tage im Hafen von New-Castle zuzubringen. Die Deutschen 
Schiffe waren insofern etwas günstiger als die Englischen gestellt, als sie ihre 
Kohlen durch die eigene Mannschaft schaufeln lassen konnten, zu welcher 
Arbeit die Englischen Kapitäne nicht berechtigt waren, ihre Leute heran- 
zuziehen. Auch das Löschen des Ballastes nahm infolge des Strikes für uns 
eine lange Zeit in Anspruch, nämlich neun Tage. Als wir endlich wieder segel- 
fertig waren, hatte der Strike damit sein Ende erreicht, dafs der Arbeitslohn 
der Kohlentrimmer von 12 d. auf 13 d. die Stunde erhöht worden war.“ 
7. Ueber die Acheen- (Atschin-) Bai, Nordküste von Sumatra,') 
berichtet der Kommandant des Oestr.-Ung. Schiffes „Nautilus“, Freg.-Kapt. 
Karl Spetzler („Hydr. Nachr.“, Pola 1886, No. 48), dafs das Anlaufen. des 
Ankerplatzes keinerlei Schwierigkeiten bietet; die Pyramide. an der Mündung 
des Acheen-Flusses sowie die beiden Flaggenstöcke, deren einer auf dem Plane 
der Karte Tit. X, 16 (Br. K, 219) eingezeichnet ist, der andere ungefähr 
0,8 Kabllg. vom Ende der Spitze am Nordufer des Maraksa-Flusses liegt, bilden 
gute Anlaufmarken. , 
Der beste Ankerplatz liegt in folgenden Peilungen: 
Destlich gelegener Flaggenstock, in. .. . S07%4S 
Flaggenstock auf der Spitze, in. . . . SzW'/W 
Gipfel von Pulo Tuan, in... 0... WS%N. 
Der Ankergrund besteht aus Schlamm und Sand. 
Y) „China Sea Directory“, Vol. X, 1878, S. 13.
	        
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