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Von Wechselstempelgebühren sind die Kricgsschiffe befreit; die qu. Ge-
bühren betragen für einen Wechsel jeden Betrages 5 cts.
Das in Soerabaya kursirende Silbergeld ist das gleiche wie in Holland,
nur Scheidemünze (Stücke von 25 und 10 Cents), und wird für Java resp. Hol-
ländisch Ostindien speciell geprägt.
Englisches Gold wird überall gern in Zahlung genommen und 1 Lstrl. zu
12 Gulden berechnet. Andere ausländische Goldmünzen kommen nur wenig vor
und können auch nur mit Verlust verwerthet werden.
Hydrographische Beiträge für die Marshall-Inseln,
Hydrographische Beiträge für die Marshall-Inseln.
Berichten S. M. S. „Bismarck“, Kommandant Kapt. z. See Kuhn, und S. M. Kr.
„Albatrofs“, Kommandant Kapt.-Lieut. Graf von Baudissin I.)
(Nach den
1. Jaluit-Atoll.!)
Die Küste verläuft vom Südpunkte der Gruppe bis zur Südost-Kinfahrt,
soweit sich dies bei zweimaligem Entlangdampfen mit dem Schiffe feststellen
liefs, Nord—Süd, also über 2 Strich anders, als die Karte angiebt. „Ariadne“
(Annalen 1879, Seite 281) und „Habicht“ (Annalen 1882, Seite 147) deuten
dies bereits an.
Die Südost-Einfahrt markirt sich für Schiffe, die zwischen der Südspitze
und dem Ostkap der ganzen Gruppe in einer Entfernung von 2—6 Sm der
Küste parallel fahren, vorzüglich; sie ist für von Süden kommende die erste
DS die überhaupt zu sehen ist, für von Osten kommende die erste
gröfsere.
Die geringste Breite in der Passage beträgt nach Schätzung, von Bran-
dung zu Brandung gerechnet, etwa 350m; bis dicht an letztere heran ist ge-
nügend Wassertiefe für grofse Schiffe vorhanden, Der Strom setzt bisweilen
— "80 beim zweiten Einlaufen S. M. S. „Bismarck“ — in der Einfahrt so stark,
dafs mindestens 7 Sm Fahrt nöthig sind, um nicht aus dem Ruder zu scheeren
(„Hydäne“, vgl. Annalen 1884, Seite 374).
Im Hafen existirt nur ein Seezeichen — eine von vier Brassen gehaltene
Stange, welche oben ein schwarz-weifs-roth gemaltes Tönnchen trägt (Annalen
1886, Seite 156), und zwar auf der nördlichen der beiden Untiefen; weder die
Riffkante noch die südlich gelegene flache Stelle ist bezeichnet; ein starker
rother Pfahl, der wie ein Geschützrohr aussieht, in der Nähe derselben dient
zum Festmachen von Booten etc. und kann leicht zu Verwechselungen An-
Jafs geben.
In Bezug auf Ebon und Namorik fiel nichts der Beschreibung des Kapt.
Witt (Annalen 1881, Seite 525) und den Berichten S. M. Kr. „Habicht“ (An-
nalen 1882, Seite 149) und des Englischen Vermessungsfahrzeuges „Espiegle“
(Annalen 1885, Seite 211) Entgegenstehendes auf,
Hierzu Tafel 2.
2. Majuro-Atoll.”) A dem Piano anf der
annten Orten gemachten Angaben und dem Fiane au
Karte = T 409 DD. K. 77, Br. K. 983) ist Folgendes ergänzend bezw. berichtigend
hinzuzufügen.
Nach dem Berichte S. M. S. „Bismarck“. <
Vel. Annalen 1879 S. 281, 1881 S. 527, 1882 S. 147,- 1884 S. 374, 1885 S. 211,
1886 S. 156.
Findlay’s „North Pacific“, 1886, S. 966.
„Pacific Islands“, Vol. II, 1885, S. 89.
Nach dem Berichte S. M. S. „Bismarck“.
Vgl. Annalen 1881 S. 527, 1882 S. 152,
Findlay’s „North Pacific“, 1886, S. 955.
„Pacific Islands“, Vol. II, 1885, S. 82.
Ann. d, Hydr. efc., 1887, Heft II.
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