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Einheitliche Betonnungssysteme.
B. Für die Hauptkanäle im Finnischen Meerbusen,
i. Ein rother Besen aufwärts an rothem Stock bedeutet, dafs die
Gefahr nördlich liegt.
2. Ein weifser Stock bedeutet, dafs die Gefahr südlich liegt.
3. Ein schwarzer abwärts gekehrter Besen au roth- und weifsem
Stock bedeutet, dafs die Gefahr östlich liegt.
4. Ein einfacher Stock, roth und weils gemalt, bedeutet, dafs die Ge-
fahr westlich liegt.
5. Ein roth und weifs karrirter Stock mit Kreuz kann an allen
Seiten passirt werden.
10. Schweden. *)
1. Alle Seezeichen, welche südlich oder westlich von einer Klippe
oder Gefahr ausgelegt sind, sind roth gemalt. Die meisten bestehen aus einer
Stange mit aufgestecktem Besen.
2. Alle Seezeichen, welche nördlich oder östlich vor Untiefen etc.
ausgelegt sind, bestehen in einer einfachen farblosen Stange,
3. Alle anderen Soezeichen, welche nach diesen Richtungen ausliegen,
sind schwarz gemalt.
4. Eine Stange mit einem Kreuz bedeutet, dafs man au allen Seiten
passiren kann,
Anmerkungen zu Theil II.
Zu 1. Durch Parlamentsbeschluss vom 30. August 1852 wurde ein Light-house
board begründet, der dem Schatzamt unterstellt ist und aus zwei Seeoffizieren von hohem
Rang, einem Ingenieuroffizier der Armee und zwei hervorragenden Civilingenieuren
zusammengesetzt ist. Ihm liegt die Verwaltung, Beaufsichtigung und Erhaltung aller
Seezeichen ob, Er organisirte sofort drei Distrikte und zwar einen für den Atlantic,
einen für den Golf von Mexico und einen für den Stillen Ocean. Da diese Eintheilung
nicht genügte, wurde im Jahre 1873 ihre Zahl auf zwölf vermehrt und gleichzeitig das
noch hente bestehende System für die Bezeichnung der Fahrwasser eingeführt, Nach
diesem müssen alle Seezeichen nach bestimmtem Modell gefertigt sein und den Ver-
ordnungen des „Boards“ in Bezug auf Farbenanstrich und Nummerirung entsprechen.
Die gröfste Sorte Tonnen, Mammouth oder Special buoys dienen als Ansegelungs-
tonnen für Kanäle über Barren oder isolirte Gründe, Felsen oder andere Untiefen,
welche aufserhalb der Küste in beträchtlicher Entfernung liegen,
Erster und zweiter Klasse-Tonnen dienen als Ansegelungstonnen von Untiefen,
weiter innenlands gelegen, und zur Bezeichnung der Grenzen von Kanälen, welche zu
den wichtigsten Häfen führen, und schliefslich zur Bezeichnung der Kanäle und Untiefen
in der Nähe der Küsten und solcher in den langen Fjorden und Buchten.
Dritter Klasse- Tonnen werden unter gleichen Verhältnissen bei kleineren Häfen,
Buchten etc, verwendet.
Nun and canbuoys (spitze und stumpfe Tonnen), welche bei Treibeis Schaden
aehmen könnten, werden mit Eintritt des Winters aufgenommen und durch Spieren-
tonnen ersetzt.
Mit Ausnahme der zur Bezeichnung von Wracks dienenden Seezeichen, welche
sofort gelegt werden müssen, dürfen Tonnen nur mit Genehmigung des Boards auf neu
antdeckten gefährlichen Punkten ausgelegt werden, Veränderungen in der Art und
Gröfßenklasse irgend einer Tonne oder Bake dürfen nur mit Genehmigung des Boards
vorgenommen werden. Winter- und Reservetonnen sind in jedem Distrikt vorräthig
zu halten,
Alle Tonnen werden in günstigster Lage und so ausgelegt, dafs sie während des
stärksten Windes und Stromes so hoch und aufrecht wie möglich schwimmen. Die
weißen Nummern werden an vier Seiten der Tonnen so grofs, als es die Tonnenklasse
irgend gestattet, aufgemalt und alle Unterscheidungszeichen so hoch angebracht, dafs
ihr Erkennen auf möglichst grofse Entfernung stattfinden kann. Aufserdem werden an
allen Seezeichen allerhand Verhältnisse verzeichnet, die dem Seemann zu wissen
wünschenswerth sind, als da sind: Wassertiefe bei Niedrigwasser, Beschaffenheit des
Grundes, Stromrichtung etc.
X Das in Schweden angewendete System ist ein vollständiges Kompafssystem,