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Einheitliche Betonnungssysteme.
b) Bezeichnung der verschiedenen Tonnen und Seezeichen.
A. Bakentonnen (Oestr,: Bakenboje; Brit.: beacon or pillar buoys; Franz.: bouege balise;
Niederl.: Baakentonnen oder Zee boeien; Dän: Spitstönder; Schwed: bäk- oder tunn-pyramid bojar;
[tal.: boa con armatura e pallone; Amerik.: beacon buoys), grofse Tonnen mit bakenartigem Aufbau,
2, Spitze Tonnen (Oestr.: Kegelboje; Brit.: conical oder nun bnoys; Franz.:, boueges ordinaires
oder coniques; Niederl.: Boeien; Dän.: Cigartönder; Schwed.: konformige bojar; Ital,: gavitello
zonico; Amerik.: conical buoys) zeigen über Wasser eine konische oder ogivale Form (mit oder
ohne Abzeichen).
3. Stumpfe Tonnen (Oestr.: Klapboje; Brit.: can buoys; Franz.: bouges tronquees; Niederl.:
Buiktonnen; Dän.: Töndervagere; Schwed.: platte oder cylindriska bojar [konprickar, wenn dieselben
mit einer Stange versehen sind]; Ital.: gavitello cilindrico; Amerik.: cylindrical buoys) zeigen über
Wasser die Form eines Cylinders, mit der abgeplatıeten Seite nach oben, oder die Form eines wenig
verjüngten abgestumpften Kegels (mit oder ohne Abzeichen).
4. Platte Tonnen (Oestr.: flache oder platte Tonnen; Brit.: trunk buoys; Franz.: coffres;
Niederl.: Meertonnen; Schwed.: Moringsbojar; Ital.: cassa d’ormeggio, cilindrica oder quadrata;
Amerik.: mooring buoys), stumpfe Tonnen, deren Höhe über Wasser wesentlich geringer ist, wie
deren Durchmesser. (Werden meistens als Festmachetonnen benutzt.)
5. Spierentonnen (Oestr.: Spierenbojen; Brit.: spar buoys; Franz.: bouges d’espars ou
bouges fuseau; Niederl.: Groote Dryfbaken; Schwed.: Remmaren oder Konprickarne; Ital.: boa ad
asta; Amerik.: spar buoys), aus einem Tonnenkörper bestehende Seezeichen, welche in der Form
sich einer Spiere nähern (mit oder ohne Abzeichen).
6. Treibbaken (Oestr.: Treibbaken; Brit.: floating beacons; Franz,: perches ou balises
Hottantes; Niederl.: Dryfbaken; Dän.: Vagere; Schwed.: Prickarne [mindre Remmaren]; Ital.: Mede
contra aste di ferro; che soppartano un piccolo eilindro o cono; Amerik.: spar buoys), aus einer
hölzernen Stange (Spiere) und einem zur Vermehrung des Auftriebs dienenden, wenig über der
Wasseroberfläche hervorragenden Tonnenkessel (meistens mit Abzeichen).
7. Kugeltonnen (Oestr.: Kugelbojen; Brit.: spherical buoys; Franz.: bouees spheriques;
Niederl.: Bolronde tonnen; Dän.: Oggeformet Tönder; Schwed.: sferiska bojar; Ital.: gavitello
cilindrico; Amerik.: spherical buoys), von annähernd kugelförmiger Gestalt.
8. Fafstonnen (Oestr.: Vertäu- oder Tonnenbojen; Brit.: mooring buoys; Franz.: tonne
ou baril; Niederl.: Okshoofds; Dän.: Almindelig Tönder; Schwed.: tunn bojar; Ital.: botte per
tonnegio ed indica anche pericolo; Amerik.: barrel buoys) haben die Form eines Fasses oder eines
Cylinders; die gewölbte Seite ist nach oben gekehrt.
9. Leuchttonnen (Oestr.: Leuchtbojen; Brit.: light oder gasbuoys; Franz.: bouces a gaz oder
bonges Eclairges; Niederl.: Licht Boeien; Dän.: Lysbojer; Schwed.: Lysbojar; Ital.: gavitelli fanali;
Amerik.: lighted buoys) sind Tonnen, welche mit einem Leuchtapparat versehen sind.
10. Heultonnen (Oestr.: Selbstthätige Signalbojen; Brit.: Automatic, Whistle oder Signal
duoys; Franz.: bouces automatiques ou & sifflet automatique; Niederl.: Fluitboeien; Dän.: Flöjte-
‘önder; Schwed.: Ljudbojar; Ital.: gavitello automatico; Amerik.: Whistling buoys), sind Tonnen,
welche mit einem Apparat versehen sind, durch welchen automatisch ein Ton erzeugt wird, welcher
dem der Dampfpfeife ähnlich ist,
11. Glockentonnen (Oestr.: Glockenbojen; Brit.: bell buoys; Franz.: bouees ä cloche;
Niederl.: Bel boeien; Dän.: Klokketönder; Schwed.: Klockbojar; Ital.: Boa con campana, boa con
:3ampana e pallone; Amerik.: bell buoys) sind Tonnen, welche mit einer durch die Bewegung der
See zum Tönen gebrachten Glocke versehen sind.
12. Stangenseezeichen (Oestr.: Pricken; Brit.: perches, posts, poles, beacons; Niederl.:
Baken; Dän.: Prikkar; Schwed.: Prickar, flyttende oder faste prickar; Ital.: Mede aste di ferro con
banderolo, con pallone, con cilindro o con cono; Amerik.: Poles) bestehen aus einer glatten Stange
‘mit oder ohne Abzeichen), welche entweder verankert sind (schwimmende Stangenseezeichen) oder
im Grunde befestigt sind (feste Stangenseezeichen).
13. Pricken (Oestr.: Pricken; Niederl,: Steckbaken:; Dän.: Prikkar), im Grunde befestigte
Baumzweige.
€) Baken seien von schweren in einander gefügten eichenen Balken in Form eines Thurmes
aufgeführte Gebäude, welche den ankommenden Schiffen pro specula und Markzeichen dienen, um
danach und nach den Tonnen ihren Kurs einrichten zu können. (Langenbeck, pag. 441.)
Baken und Capen sind gewisse Zeichen, wodurch die gefährlichen Oerter der See sowohl,
als auch die Gegenden der Ufer Tag und Nacht bezeichnet und den Schiffahrenden zum Besten mit
grofsen Kosten unterhalten werden. Ihrer Figur nach sind sie von Stymann I, Kap. 10 und 47,
beschrieben worden (1l’Estocq, „Vom Strandrecht“).
Den Baken gleich gerechnet werden Duc d’Alben, welche aus mehreren Pfählen zusammen-
gesetzt sind.
Die Fahrwasser der Zrave und Warnow sind mit Pfählen und Duc d’Alben bezeichnet, Um
diese Fahrwasser nicht aus der Verordnung zu eliminiren, sind diese Duc d’Alben ausdrücklich den
Baken gleichgestellt worden, obgleich sie weder gerüstartig, noch massiven Aufbau haben, und daher
nicht der Definition für Baken eigentlich entsprechen.
d) Tonnen werden aus Holz oder aus Eisen angefertigt und mit schweren ausrangirten,
aber noch brauchbaren Ankerketten von Feuerschiffen verankert. Als Anker finden schwere Steine,
Anker, Pilzanker oder Patentsinker Verwendung. Die Kette ist, um das Abdrehen zu verhindern,
mit einem Wirbel an der Tonne zu befestigen.
Strom, Eisgang, Wassertiefe und Beschaffenheit des Grundes bedingen die einzelnen
Dimensionen sowohl der Tonnen, als auch deren Verankerung. Die beiden ersteren Bedingungen
erfordern durchaus verschiedene Konstruktion für die Tonnen der Nordsee und für die der Ostsee.
Besondere Rücksicht hat der Eisgang in der Elbe stets erfordert, So schreibt Langen-
beck: Die Elbtonnen, wie stark sie auch mit Eisen beschlagen und versehen, wie grofs und schwer
sie auch sonst von Holz seien und mit grofsen, etliche Faden langen schweren eisernen Ketten und
extraschweren grofsen Steinen im Grunde befestigt liegen, können doch dem Eisganog nicht wider-