Tieflothungen im Nordatlantischen Ocean.
Tieflothungen im Nordatlantischen Ocean, an der Küste
Neu-Schottlands und Neu-Fundlands,
Die folgenden, an der Küste von Neu-Schottland und Neu-Fundland an-
gestellten Lothungen!) sind von dem V. St. S. „Albatrofs“ unter Kommando
des Lieutenant-Commander Tanner im August 1886 ausgeführt und fallen
aufserhalb oder östlich der im Vorjahre an dieser Küste von demselben Schiffe
gemachten Messungen, welche in diesen Annalen 1885 S. 621 mitgetheilt sind,
und laufen ungefähr an der 100 Faden-Linie entlang, zum Theile innerhalb, zum
Theile aufserhalb derselben fallend.
Die Lothungslinie beginnt in 40° 14‘ N-Br und 65° 56‘ W-Lg in tiefem
Wasser und bleibt, in ostnordöstlicher Richtung verlaufend, in demselben bis
zur grofsen Neu-Fundland-Bank, schneidet dieselbe und wird noch östlich von
ihr bis zu 45° 6‘ N-Br und 43° 23,5 W-Lg fortgesetzt. Hier tritt der
„Albatrofs“ den Rückweg an, sich zunächst mit nördlichem und nordwestlichem
Kurse der Flämischen Kappe, dann westwärts Kap St. Johns zuwendend; hier
wurde, nach den Zeitangaben der Lothungen zu schliefsen, wahrscheinlich in
einem Neu-Fundländischen Hafen Station von mehreren Tagen gemacht und
dann die Lothungen von der Westgrenze der New-Fundland-Bank an fort-
gesetzt, zunächst westsüdwestwärts auf die Insel Sable zu laufend, dann nach
dem Passiren derselben in südlicherer Richtung sich der Hope-Bank zuwendend
und etwas westlich vom Anfangspunkte endend. Die in der Karte (Tit. VI: 3,
Br. K. 2060B) mit ihrer Mitte in 41° 24‘ N-Br und 63° 18‘ W-Lg verzeichnete
Hope-Bank, auf welcher sich 73m (40 Fad.) Wasser befinden sollen, wurde
bereits auf der Ausgangslinie passirt und daselbst, 1 Sm nördlich von der eben
angegebenen Position, 3718 m (2033 Fad.) gelothet. Aus diesem Grunde ist
wohl auch auf dem Rückwege die Bank wieder angelaufen und auf der für die-
selbe angegebenen Position und um dieselbe herum eine Anzahl Lothungen
ausgeführt, die jedoch alle in tiefes Wasser fallen. Hiernach scheint die
Existenz derselben, wenigstens an dieser Stelle, sehr fraglich.
Auf der Flämischen Kappe wurden den bereits bekannten entsprechende
Tiefen von 133m (73 Fad.), 143m (78 Fad.) und 157m (86 Fad.) gemessen.
Die Lothungen auf der Neu-Fundland-Bank geben ebenfalls zu besonderen
Bemerkungen nicht Anlafs, indem sie mit den für dieselbe angegebenen
harmoniren.
N-Br
W-Lg
Tiefe
7
Beschaffenheit des Meeresbodens
m
Engl.
Fad.
40 14 9
1015 0
1020 0
10 52 24
41 29 28
41 29 28
41 29 28
41 29 28
41 29 28
4* 25 30
24 0
22 20
3l 0
30 30
132 30
11 29 30
4153 0
4221 0
4243 0
4330 0
1345 0
4 2 0
14.13 0
65 56 u
65 35 0
6454 0
6353 0
63 27 30
321 0
317 0
73 10 15
3 515
35 0
319 0
3.29 30
3.27 30
315 0
3 039
2 47 80
2 35 1;
32 18 4
52 3 @&
5740 f
56 9 €
54 39
RB 47
067
58397
1709
1274
3509
3533
3601
3621
650
3703
3718
2756
‚530
3617
3718
3784
3233
2081
422
3165
3215
2255
2143
2224
2951
2575
2337
1919
1982
L969
1980
1996
2025
2033
2054
1980
1978
2038
2069
1768
1128
dal
1731
1758
1780
1172
3rauner Schlamm, Thon
”rauner Schlamm
Jito
Aito
Jito
dito
dito
dito
dito
dito
dito
Jito
dito
dito
dito
dito
Keine Grundprobe
Brauner Schlamm
Grauer Sand, schwarze Sprenkeln
Brauner Schlamm
Schwarze Sprenkeln, Foraminiferen
Rother Sand, schwarze Sprenkeln
Weifser Sand, zerbrochene Muscheln
y
„Notice to Mariners“, Washington 1886, No. 39.