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Form, Ausdehnung und Fortpfl anzung der barometrischen Maxima,
die Ergebnisse aus denselben viel weniger gekannt und beachtet werden, als
sie es verdienen, so glauben wir, hier eine eingehende Berichterstattung geben
zu müssen. Wir bemerken noch, dafs in der Originalabhandlung das Verständnifs
durch die Betrachtung einer Reihe von Einzelfällen und durch zahlreiche Karten-
beilagen wesentlich erleichtert wird.
Während die vorwiegende Fortpflanzung der barometrischen Maxima und
Minima in unseren Breiten die gleiche, von West nach Ost gerichtete ist, zeigen
dieselben nach anderen Gesichtspunkten viele charakteristische Unterschiede.
Der Luftdruck nimmt vom Centrum des Maximums nach allen Richtungen hin
ab, vom Centrum des Minimums zu, die Luftbewegung ist im Iunern des
Maximums erheblich geringer, als im Innern des Minimums, dabei bewegt sich
die Luft um das Centrum im ersteren Falle mit, im zweiten Falle gegen die
Sonne, Das Gebiet der Minima ist in der Regel durch hohe Temperaturen
ausgezeichnet, wogegen dem des Maximums gewöhnlich ein Wärmemangel eigen-
thümlich ist.
A. Die Isobaren um ein barometrisches Maximum sind aufserordentlich
selten kreisförmig, sondern nähern sich meistens der Ellipsenform, deren Axen
nach ihren Gröfsenverhältnissen zwischen weiten Grenzen varliren. Um das
mittlere Gröfsenverhältnifs der Axen zu erhalten, bestimmte Loomis das Ver-
hältnifs der grofsen und kleinen Axe der Isobare von 30,2 engl. Zoll (767,1 mm)
oder, wenn diese Kurve nicht vollständig auf der Karte enthalten war, der
nächst höheren (also 30,3 e. Z. = 769,6 mm etec.).
Diese Verhältnisse wurden sowohl für die Vereinigten Staaten als auch
für den Nordatlantischen Ocean und Europa (für Maxima über 775 mm) unter-
sucht. Für die ersteren wurden die Wetterkarten des „Signal Office“ eines
Zeitraums von drei Jahren (238 Fälle), für das letztere Gebiet die Hoff-
meyer’schen Karten von 1874 bis 1876 (252 Fälle) benutzt, wobei gewöhnlich
von der Isobare von 775 mm an gemessen wurde. Aus diesen Messungen
ergaben sich folgende mittlere Verhältnifszahlen:
a) Nordamerika b) Atl. Ocean u. Europa
gröfser als 1,5 in 73 % aller Fälle gröfser als 1,5 in 63 % aller Fälle
» » 2 „33% » » „2 „36% ”
» „3 „ 4% » » ” „3 „ 6% » »
» „4 1% » » ” „44 1% ” »
Mittleres Verhältnifs 1,91 Mittleres Verhältnifs 1,84
Früher wurde als mittleres Verhälinifs der Axen bei den barometrischen
Minima gefunden:
für Nordamerika 1,94, den Atl. Ocean 1,70, für Europa 1,82.
. Diese Zahlen stimmen mit den oben für die Maxima angegebenen sehr
gut überein.
Durch Anwendung desselben Materials erhielt Loomis für die Richtung
der gröfseren Axe folgende Werthe (von N über E nach S zu zählen):
Azimuth °/o der Fälle
0—10
10—20
20—30
30—40
40—50
BO—A0
a) Für Nordamerika,
Azimuth °% oder Fälle
60—70 )
70—80
80—90
90—100 1
100—110 1
110—120 92
Azimuth °% oder Fälle
120-—130
130—140
140—150
150—160
160—170
170—180
0—10
10—20
20—30
30—40
40—50
BO —60
b) Für den Atl. Ocean und Nordeuropa.
60—70 10 120—130
70—80 3° 130—140
80— 90 % 140—150
90—100 150—160
100—110 160—170
110—120 170.—180
U
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