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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

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Form, Ausdehnung und Fortpfl anzung der barometrischen Maxima, 
die Ergebnisse aus denselben viel weniger gekannt und beachtet werden, als 
sie es verdienen, so glauben wir, hier eine eingehende Berichterstattung geben 
zu müssen. Wir bemerken noch, dafs in der Originalabhandlung das Verständnifs 
durch die Betrachtung einer Reihe von Einzelfällen und durch zahlreiche Karten- 
beilagen wesentlich erleichtert wird. 
Während die vorwiegende Fortpflanzung der barometrischen Maxima und 
Minima in unseren Breiten die gleiche, von West nach Ost gerichtete ist, zeigen 
dieselben nach anderen Gesichtspunkten viele charakteristische Unterschiede. 
Der Luftdruck nimmt vom Centrum des Maximums nach allen Richtungen hin 
ab, vom Centrum des Minimums zu, die Luftbewegung ist im Iunern des 
Maximums erheblich geringer, als im Innern des Minimums, dabei bewegt sich 
die Luft um das Centrum im ersteren Falle mit, im zweiten Falle gegen die 
Sonne, Das Gebiet der Minima ist in der Regel durch hohe Temperaturen 
ausgezeichnet, wogegen dem des Maximums gewöhnlich ein Wärmemangel eigen- 
thümlich ist. 
A. Die Isobaren um ein barometrisches Maximum sind aufserordentlich 
selten kreisförmig, sondern nähern sich meistens der Ellipsenform, deren Axen 
nach ihren Gröfsenverhältnissen zwischen weiten Grenzen varliren. Um das 
mittlere Gröfsenverhältnifs der Axen zu erhalten, bestimmte Loomis das Ver- 
hältnifs der grofsen und kleinen Axe der Isobare von 30,2 engl. Zoll (767,1 mm) 
oder, wenn diese Kurve nicht vollständig auf der Karte enthalten war, der 
nächst höheren (also 30,3 e. Z. = 769,6 mm etec.). 
Diese Verhältnisse wurden sowohl für die Vereinigten Staaten als auch 
für den Nordatlantischen Ocean und Europa (für Maxima über 775 mm) unter- 
sucht. Für die ersteren wurden die Wetterkarten des „Signal Office“ eines 
Zeitraums von drei Jahren (238 Fälle), für das letztere Gebiet die Hoff- 
meyer’schen Karten von 1874 bis 1876 (252 Fälle) benutzt, wobei gewöhnlich 
von der Isobare von 775 mm an gemessen wurde. Aus diesen Messungen 
ergaben sich folgende mittlere Verhältnifszahlen: 
a) Nordamerika b) Atl. Ocean u. Europa 
gröfser als 1,5 in 73 % aller Fälle gröfser als 1,5 in 63 % aller Fälle 
» » 2 „33% » » „2 „36% ” 
» „3 „ 4% » » ” „3 „ 6% » » 
» „4 1% » » ” „44 1% ” » 
Mittleres Verhältnifs 1,91 Mittleres Verhältnifs 1,84 
Früher wurde als mittleres Verhälinifs der Axen bei den barometrischen 
Minima gefunden: 
für Nordamerika 1,94, den Atl. Ocean 1,70, für Europa 1,82. 
. Diese Zahlen stimmen mit den oben für die Maxima angegebenen sehr 
gut überein. 
Durch Anwendung desselben Materials erhielt Loomis für die Richtung 
der gröfseren Axe folgende Werthe (von N über E nach S zu zählen): 
Azimuth °/o der Fälle 
0—10 
10—20 
20—30 
30—40 
40—50 
BO—A0 
a) Für Nordamerika, 
Azimuth °% oder Fälle 
60—70 ) 
70—80 
80—90 
90—100 1 
100—110 1 
110—120 92 
Azimuth °% oder Fälle 
120-—130 
130—140 
140—150 
150—160 
160—170 
170—180 
0—10 
10—20 
20—30 
30—40 
40—50 
BO —60 
b) Für den Atl. Ocean und Nordeuropa. 
60—70 10 120—130 
70—80 3° 130—140 
80— 90 % 140—150 
90—100 150—160 
100—110 160—170 
110—120 170.—180 
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