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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

Regenverhältnisse der Insel Mauritius und der angrenzenden Meerestheile. 
2687 
Rodrigues, Regentage. 
Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug, Sept. Okt. Nov. Dez. Jahr 
1879 25 20 23 24 22. 27 26. 26 23 25 12 20 273 
80 18 25 23 22 25 27 21 24 217 14 7 12 235 
81 12. 16 5 22 28. 22 2 2 15 2 10 219 206 
1879-—81 183 20 20 23 22 226 23 24 18 17 20 97 
Wahrscheinl. 
Mittel ; 
1875—83 20 24 20 2 19. 20 22 2 2 13 
Mahe, Seychellen (3,2° S-Br, 55,5° O-Lg, 23m üb. M.), 
Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt, 
1876 — — 22 122 4 134 20 
77 — 207 191 257 324 — 82 66 244 
1880 467 324 328 163 9 27 BB 15 30 
81 342 398 483 271 116 14 63 80 329 
1883 375 84 250 200 295 180 51 22 272 
Mittel 395 253 313 223 221 86 . 51 63 179 
Regenmenge. 
Nov. Dez. Jahr 
155 410 289 — 
343 196 369 — 
32 111 168 1874 
238 166 444 2942 
248 209 .392 2576 
223 218 332 292557 
Mahe, Seychellen, Regentage. 
1876 — — — — 18 16 12 10 4 10 7 11 — 
77 — 11 13 13 10 — 11 9 22 19 14 14 — 
s0 20 18 155 MM 2 13 9 12 12 9 16 19 169 
81 22 20 22 14 121 10 16 16 25 15 14 26 211 
Mittel 210 163 166 13,7 128 130 120 1218 158 132 128 17,5 1765 
Auf den Seychellen herrscht hiernach eine einfache Regenzeit im süd- 
hemisphärischen Sommer, wenngleich auch in allen anderen Monaten gelegent- 
lich reichlicher Regenfall vorkommt. Auf Rodrigues finden wir dagegen die 
zwei Maxima der Regen im Sommer und Winter, welche wir schon auf Mauritius 
kennen lernten, noch viel ausgesprochener, derart, dafs dieselben sich bei dem 
7 jährigen Mittel der Regenmengen fast die Wage halten. Es fährt also die 
Grenze zwischen Sommer- und Winterregen auch im Osten von Mauritius fort, 
sich um so mehr dem Aequator zu nähern; je weiter man sich von der Afrika- 
nischen Küste entfernt. Merkwürdigerweise ist in den ersten drei Beobachtungs- 
jahren von Rodrigues das Sommermaximum, in den letzten vier das Winter- 
maximum durchaus überwiegend; hierdurch ist auch die Abweichung der jähr- 
lichen Periode der. Regentage vorzugsweise bedingt, welche sich nur auf die 
späteren Jahre stützt. Denn die Regenmenge pro Rogentag war in diesen 
Jahren in allen Monaten auf Rodrigues nicht sehr verschieden. Dieselbe ergiebt 
sich, wenn man für beide Elemente dieselben Einzelmonate nimmt, wie folgt: 
Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 
Rodrigues 42 40 34 45 25 75 30 30 19 19 28 57 
Seychellen 19,3 19,0 20,0 168 158 42 42 68 99 164 17%3 181 
Freilich müssen in den anderen Jahren die Verhältnisse auf Rodrigues 
etwas anders gewesen sein, denn eine Regenmenge von 300 mm im Februar 
getzt schon eine Regendichte von mindestens 14 mm auf den Regentag voraus, 
auch wenn alle Tage Regen brachten. Es werden also wohl auch hier die 
Sommerregen im normalen Gange stärker sein, als die Winterregen, wie dieses 
Mauritius und in besonders.hohem Grade die Seychellen zeigen, wo jeder Tag 
mit Regen in den Monaten Januar bis März rund 20mm Niederschlag im 
Durchschnitt brachte, eine Zahl, welche in Europa schon einen starken Guls- 
regen bezeichnet. Wir haben versucht, die wahrscheinliche jährliche Vertheilung 
der Regentage zu Rodrigues abzuleiten, indem wir für die Jahre vor 1879 und 
nach 1881 deren wahrscheinliche Anzahl aus der Regenmenge berechneten, 
unter Annahme einer Regendichte, die zwischen 7 im Dezember und 3% im 
Juli schwankt, und indem wir als Maximum in einem Monat mit n Tagen 
n—1 Regentage annahmen. Natürlich können die gewonnenen Zahlen’ nur den 
Sinn von Näherungswerthen haben. 
Ann. d. Hydär. ete., 1887, Heft YII.
	        
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