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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

Station 
Mont Choisy 
Les Rochers 
Lucia 
lLabourdonnais 
Observatorium 
Gros Cailloux 
Beau Sejour 
The Braes 
Cluny 
Mittel 
Regenverhältnisse der Insel Mauritius und der angrenzenden Meerestheile, 281 
Distrikt Seehöhe Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept, Okt. Nov. Dez. Jahr 
m 
\Pample- DR 
mousses 150 
Riv, d. Remp. 60 
Pt. Louis 14° 
Black River 39 
Plaines 280 
Wilhelms 380 
Grd, Port 290 
226 327 206 122 103 71 87 124° 51 53 60° 188 1617 
Für den Einflufs der Höhe leitet Meldrum hieraus folgendes Täfelchen ab: 
Höhe 380m Regenfall 17183 mm 
‚ 290, » 275 , 
150 „ 1721 
36» ” 1136 
„Der Regenfall nimmt aufwärts bis zur Höhe von etwa 300m zu und 
darauf wieder ab“, Diese, im Hinblick auf neuere Untersuchungen interessante 
Bemerkung steht indessen mit den weiteren Angaben Meldrums nicht in 
Uebereinstimmung; die in Frage kommenden Höhen sind auch viel zu gering, 
um in diesem Klima schon eine Maximalzone zeigen zu können. 
Gleiche Höhenlagen zeigen zum Theil sehr verschiedene Regenmengen, 
doch diese Unterschiede finden ihre Erklärung in der verschiedenen Exposition 
zu den herrschenden Winden. „Kine Analyse sämmtlicher Beobachtungen mit 
Rücksicht auf diese verschiedenen Bedingungen führt zu folgenden Ergebnissen: 
i. Auf jeder Seite der Insel wächst der Regenfall von der Küste nach 
der höchsten Station der betreffenden Seite; derselbe erreicht ein Maximum auf 
oder nahe der Höhe des östlichen Abfalles, so dafs die Linie des gröfsten 
Regenfalles von Labourdonnais im Norden vermuthlich östlich von Esperance 
and westlich von Cluny nach dem Grand Bassin und den Savanne-Bergen im 
Süden verläuft; !) auf dieser Linie wechselt aber der maximale Regenfall selbst 
in der Weise, dals er gröfser ist auf den höchsten und am stärksten bewaldeten 
Theilen der Iusel in der Gegend, wo der Abhang nach Osten beginnt. - 
2. Der Regenfall an der Ostküste ist zwei- bis dreimal so grofs, wie 
jener an der Westküste, ; ; . 
3. Der Regenfall in Esperance, einer der höchsten Stationen der west- 
lichen Seite, ist viermal so grofs wie jener zu Gros Cailloux an der Westküste; 
der Regenfall in Cluny, der höchsten Station auf der östlichen Seite, ist etwas 
mehr als doppelt so grofs, wie jener.zu Beau Vallon und la Gaiet& an der Ost- 
küste, und fünfmal so grofs, wie jener zu Gros Catlloum.* ; ; 
Ausnahmen ‚von der allgemeinen Zunahme des Regenfalles im Meeres- 
spiegel von West.nach:Ost ‚bilden die Nordost- und die Südspitze der Insel. 
Au ersterer hatte die niedrige, frei im Ocean liegende kleine Insel Fiat Island 
in den zwei Jahren 1862 und 1863 (9m über dem Meere) einen Regenfall von 
820 mm, nur bezw. 35 und 75mm mehr, als im gleichen Zeitraume Port Louis 
and Gros Cailloux hatten; dagegen fielen in St. Aubin an der gebirgigen Süd- 
küste im Mittel der zwei Jahre 1865 und 1866 nicht weniger als 2363 mm. Die 
angegebene Lage dieser Orte läfst diesen Unterschied erklärlich erscheinen. 
Von Jahr zu Jahr schwankt die Gesammt-Regenmenge sowohl, als deren 
Vertheilung auf die Monate, erheblich, ihre räumliche Vertheilung bleibt dabei 
aber. ziemlich konstant, ‚indem ‚alle Stationen die. Schwankungen mitmachen, die 
regenreichen jedoch in relativ geringerem Mafse, als die regenarmen. ‚Die auf 
der meteorologischen Station der Regierung in den letzten 33 Jahren gemessenen 
Jahressummen des Niederschlags wollen wir, in mm verwandelt, hier aufführen. 
Die Station befand sich bis 1870 zu Port Louis, und zwar war der Regenmesser 
1) Man vergleiche die kleine Regenkarte von Mauritius auf.Bl. 37 der neuen Ausgabe von 
Berghaus’ Physikalischem Atlas.
	        
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