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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

Strom- und Eisverhältnisse etc. an den Küsten Islands, 
271 
Tiefseelothungen ‚im Indischen Ocean. 
Die folgenden Tiefseelothungen!) sind von dem V. St. S. „Essex“ unter 
Commander T. F. Jewell auf der Fahrt von Ceylon nach der Malacca-Strafse 
im Dezember v. J. ausgeführt worden. 
Breite 
Länge 
Tiefe 
in 
Bodenbeschaffenheit 
Engl. 
Fad. 
3 9N 
5 4? 
6 3 
5 2? 
65 6 
58 
5 4 
52 
RR 9 
95 45 0 224 
37 24 3950 
39 32 3122 
39 59 2855 
30 46 2639 
9124 | 3659 
92 45 4281 
93 35 2169 
94 22 1783 
2310 
760 
1707 
‚561 
448 
2001 
2341 
1186 
975 
Korallen 
xorallen-Sand 
lito 
dito 
Schlick, Sand 
lito . 
Schlick 
Schlick, Sand 
Sand 
Ueber Strom- und Eisverhältnisse, sowie die Navigirung 
an den Küsten Islands. 
Die Schiffahrt an den Küsten Islands ist infolge der verhältnifsmäfßig 
noch geringen Kenntnifs der dortigen hydrographischen Verhältnisse, des 
Mangels an Segelanweisungen und detaillirten Karten, der eigenthümlichen 
magnetischen, der Strömungs- und Eisverhältnisse, bei den in jenen nördlichen 
Regionen nicht ungewöhnlichen häufigen Stürmen, dickem und nebeligem Wetter, 
den langen Nächten und dem Fehlen von Feuern an den Küsten mit vielen 
Schwierigkeiten und Gefahren verknüpft. Aufser dem Werke von Löwenörn 
„Beskrivelse over den Islandske Kyst“ giebt es keine eigentliche Segelanleitung, 
und auch jene, bereits in den Jahren 1818—1822 erschienene, ist zum Theil 
veraltet und nicht mehr den jetzigen Verhältnissen der Schiffahrt entsprechend. 
Sonstige für die Schiffahrt wichtige Nachrichten gehen spärlich ein; nur einige 
Male ist zu derartigen Mittheilungen diesen. Annalen Gelegenheit geboten 
worden.?) 
Die folgenden Beiträge sind einer Arbeit des Premier-Lieutenant in der 
Dänischen Marine, C. F. Wandel, „Bemärkuinger til Beseilingen af Islands 
Kyster“3) entnommen und, soweit sie die Kisverhältnisse betreffen, durch die 
Forschungen von Thoroddsen*) ergänzt. Die erstere Arbeit von Wandel 
enthält die während einer dreijährigen Schiffahrt an den Küsten /slands ge- 
machten Beobachtungen und Erfahrungen; Thoroddsen zieht zu seinen Unter- 
suchungen die ganze bis zu Anfang des 13. Jahrhunderts reichende Isländische 
Literatur heran und leitet so aus den einen Zeitraum von fast 700 Jahren um- 
fassenden Gesammtberichten allgemeine Schlüsse über das Auftreten und das 
Verhalten des Eises an den Küsten /slands ab. 
Die Strömungen an den Küsten sind das Resultat von Ebbe und Fluth 
und den oceanischen Hauptströmungen, . 
Die Gezeitenströmungen machen einen vollständigen Kreislauf um die 
[nsel, die Fluth mit der Sonne, die Ebbe in entgegengesetzter Richtung; der 
Fluthstrom setzt dementsprechend an der Westküste nach Norden, läuft in alle 
dortigen Fjorde an ihrer Südseite ein und an ihrer Nordseite aus, während der 
Ebbstrom, der nach Süden setzt, an der Nordseite ein- und an der Südseite 
‚Notice to Mariners“, Washington 1887, No. 8. 
Annalen 1874 S. 214, 1882 S. 443, 1884 S. 572, 1886 S. 251. 
, Kjöbenhavn, i Commission hos C, C. Loses Bog- og Musikhandel, 
%) Den grönländska drifisen vid Island. 
Ann. d. Hrydr. ete.. 1887. Heft. YIL
	        
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