Hydrographische Beobachtungen S. M. Kr.. „Adler“,
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Als Einfahrtsmarke würde Folgendes zu empfehlen sein: Man hält sich
in einem Abstande von 2 bis 3 Sm vom Strande, bis man die Insel Techirimotsch
in SzO mv. peilt; es kommt dann der höchste im Vordergrunde gelegene Berg
gerade links frei von der Insel. Alsdann geht der Kurs direkt auf den links
zunächst gelegenen und nur durch einen kurzen, sich scharf markirenden Sattel
von dem ersteren getrennten Berg, um in den östlichen Theil des Hafens zu
gelangen.
Will man die westliche Einfahrt benutzen, so würde man direkt auf die
Einfahrtstonne zu halten und recht in der Mitte des westlichen Hafens auf
22 m Wasser, den Observationspunkt OzN mw. peilend, ankern können.
Die im Hafen bisher beobachteten Wasserstandsdifferenzen übersteigen
nicht 0,9 m.
Bei Nordwest - Wind wird der Ankerplatz östlich von Techirimotsch
empfohlen, weil westlich hohe Dünung in den Hafen läuft, im Uebrigen ist der
westliche Theil besser.
10. Insel Bili Bili. Die Tiefen sind bis an das Strandriff heran so
bedeutend, dafs nicht geankert werden konnte.
: Das nördliche Riff.erstreckt sich nach den Beobachtungen vom Mast aus
nicht so weit hinaus, als auf der Karte angegeben (etwa nur 30 bis 40 m). Das
südliche Riff dagegen stimmt nach gleicher Beobachtung mit der Karte überein,
11. Konstantinhafen. Der Hafen ist nur klein, bietet jedoch für
zwei nicht zu grofse Schiffe Platz. Die Tiefen sind bedeutend, doch ist der
Ankergrund gut, Der in der Karte angegebene Ankerplatz ist leicht zu finden,
wenn der Berg auf der Insel Dampier über der Spitze der hervorragenden,
den Hafen bildenden Halbinsel steht, etwa in der mw. Richtung N!A40.
Auf der Fahrt an der Küste entlang nach Finschhafen wurde eine starke
östliche Strömung von etwa 1,5 Sm pro Stunde beobachtet.
12. Finschhafen.!) Von Norden unter der Küste entlang kommend,
ist der Hafen leicht aufzufinden, da sich das auf der Holzinsel gelegene Stations-
haus mit Flaggenstange auf weite Distanz gut abhebt.
Der Hafen ist bei nördlichem Winde wenig geschützt, da hohe Dünung
auch bei mäfsiger Briese in den nördlichen Theil des Hafens hineinsteht.
Während des dortigen Aufenthaltes kam gegen 10* a, m. nördlicher Wind
auf, und gegen Abend nach Sonnenuntergang flaute es wieder bis zur Wind-
stille ab.
. Zum leichteren Auffinden des Hafens für von Süden kommende Schiffe
ist auf der Aufsenseite der den Hafen bildenden Halbinsel eine Art Obelisk,
der auf weite Distanz sichtbar ist, errichtet.?)
IV. Anachoreten-Inseln.®) |
Diese Inselgruppe weist wegen der grofsen, sie umgebenden Tiefen keinen
Ankergrund auf. Die Station liegt auf der südlichsten Insel des Atolls, wo
sich auch eine Boots-Passage befindet. Der Trader pflegt in einem Kanoe
herauszukommen, wenn eines S. M. Schiffe vor der Insel beidreht. ;
V. Hermit-Inseln.*)
‚S. M. Kr. „Adler“ wählte die östliche schmale Einfahrt nach dem Alacrity-
Hafen, Dieselbe ist insofern leicht und bequem, als die Riffe sich sehr gut
markiren und fast andauernd über dem Niveau des Wassers hervorragen.
Es wurde bei der Insel Peme geankert, wo sich seit wenigen Jahren ein
Stationshaus der Firma Hernsheim & Co. befindet. Doch ist der Ankergrund
als nicht gut zu bezeichnen, da der Boden durchweg korallig ist; auch bietet
das Land nicht genügenden Schutz gegen die nördlichen Winde.
ty Vgl. Annalen 1885, S. 201; 1886, S. 501.
?) Siehe „Nachr. f. Seef.“, 1887, No. 673.
3) Vgl. Annalen 1883, S. 515.
') Findley’s „South Pac. Ocean“, 1884, S. 905.
Vgl. Annalen 1883, S. 516 u. 576.