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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

‚Hydrographische Beobachtungen S. M, Kr. „Adler“, 
frei von dem Conflict-Riff zu kommen. Dasselbe befindet sich etwa %/4 Sm vom 
Strande und auf der halben Länge der sich in SSW-licher Richtung hinziehenden 
Küste. Die Lage kann aus folgenden Peilungen noch genauer bestimmt werden: 
Kap Luen WSW*/aW, Kap Stephens NNO'40, Nordtochter und Riff in Eins in 
08S05/40.') 
Auf dem Riffe steht hohe sichtbare Brandung. . 
3. Kurakakaul. Kurakakaul ist eine Handelsstation in der östlichen 
Bucht der Nordküste, zwischen der Französischen Missionsstation Ratavul und 
dem weiter westlich gelegenen Englischen Missionshause gelegen. Die Bucht 
weist bis nahe au den Strand grofse Tiefen auf, und wurde in einem Abstande 
von etwa !/, Sm vom Strande auf 30m Wasser geankert, in den Peilungen: 
Westhuk der Insel Man NW'!/AN, Osthuk der Insel Man NzW?/4W. 
Von diesem Ankerplatze aus war hinter der diese Bucht im Westen ab- 
grenzenden Halbinsel Brandung zu sehen, die etwa WNW peilte und auf ein 
hier liegendes Riff schliefsen liefs. . 
Dieses Riff mufs das in der Karte verzeichnete Kadakadar- (Kabakadaz-) 
Riff sein, da der ganze Küstenstrich von dem Englischen Missionshause nach 
Westen zu den Namen Kabakadar trägt.?) 
Diese Küstenstrecke bildet dann noch diesseits der Halbinsel Luen eine 
zweite bedeutend gröfsere und tiefer als erstere einspringende Bucht, in welcher 
die Ortschaft Ragunazi liegt. 
267 
I. Neu-Mecklenburg., 
4. Das Nusa-Fahrwasser.°) Bezüglich des Nusa-Fahrwassers ist hervor- 
zuheben, dafs die seiner Zeit von S. M. S. „Elisabeth“ erwähnten Untiefen 
(siehe Annalen 1885, S. 199), die auf der Karte von S. M. Knbt. „Hydne“ 
(Annalen 1883, Tafel 10) und „Albatrofs“ (Annalen 1886, Tafel 20) nicht vor- 
handen sind, aufgefunden wurden. Dieselben befinden sich südlich von den 
Nainuk-Inseln und haben auf einem Umkreise von etwa 50m 5 bis 6m Tiefe. 
Sie sind vom Topp aus leicht an der Färbung des Wassers zu erkennen. 
Die eine Untiefe im Südwesten der Insel Nainuk liegt in den Peilungen: 
Berg Dietert. . . . . . . S0Oz0!20 
Insel Hausanle . . . . . . NO0z0%/s0 mw. 
etwas östlicher gelegen, befindet sich in den Peilungen:- 
Berg Dietert . , . . . . SO’%40 . 
Hausanle , . . 0.0... . ONO, . 
und hat man von hier aus einen freien Durchblick zwischen den beiden getrennt 
liegenden Nainuk-Inseln. 
In Nusa selbst wurde versucht, eine Ausfahrt nach Norden zu gewinnen, 
doch ist dies für gröfsere Schiffe ausgeschlossen. 
Auch für kleinere ist die Passage nicht sehr anzurathen, da sich auf dem 
Meeresboden eine Menge einzelner Korallensteine zerstreut befinden, die das 
Fahrwasser sehr verengen und erschweren. Es wurde darum auch von S, M. 
Kr. „Adler“ immer die Nissel-Ausfahrt gewählt, die bei guter Beleuchtung leicht 
zu durchfahren ist. Die von S. M. Kr. „Albatrofs seiner Zeit aufgestellten 
Baken (siehe Annalen 1886, S. 518) befinden sich noch an ihren alten Plätzen, 
Eingehende Gezeitenbestimmung konnte wegen wiederholter Unterbrechungen 
nicht erreicht werden, doch übersteigt die Differenz zwischen Hoch- und Niedrig- 
wasser nicht 0,7 m, ; 
5. Holzhafen.*) Die zu Gebote stehende Karte (Tafel zu Heft IX’u. X 
der Annalen 1876) in sehr kleinem Mafsstabe ist noch im Allgemeinen richtig, 
lungen 
1) Diese Lage stimmt ziemlich überein mit den von S. M. S. „Bismarck“ angegebenen Pei- 
siehe diese Annalen 1886, S. 427). 
% „Pacific Islands“, 1884, S. 118. 
Findlay’s „South Pac. Ocean“, 1884, S. 883. 
Vgl. Annalen 1883, S. 518; 1885, S. 198; 1886, S. 517. 
„Pacific Islands“, 1884, S. 106. 
Findlay’s „South Pac. Ocean“, 1884, S. 888, 
Vgl. Annalen 1883, S. 518; 18384, S. 596; 1885, S. 199; 1886, S. 518. 
„Pacific Islands“, 1884, S. 101. 
Findlay’s „South Pac. Ocean“, 1884. S. 890.
	        
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