Kleine Notizen.
ESS
Bake und sobald man auf der Höhe derselben ist, drehe man nach St-B. In
der Deckung der Pyramiden angelangt, verbleibt man darin, bis man die Spitze
des Tohautu-Riffes passirt hat, dreht dann nach :B-B., um die vorerwähnte
Brücke an Steuerbord achtern zu lassen, und kommt so sicher frei von der
4m- (21% Faden-) Stelle des Aufsenriffes,
Der Matu-Kanal mündet, wie der vorige, in die äufsere Einfahrt. Will
man sie benutzen, so bringe man, wie vorhin, die Mitirapa-Brücke etwas offen
von: der Teipe-Bake. Diese Deckpeilung hat den Vortheil, dafs .sie den Bug
des Schiffes der Mittellinie des Passes viel näher bringt als die Deckung der
Pyramiden, deren man sich in diesem Falle nicht bedienen kann; die letzteren
werden offen gehalten und nur einmal im inneren Passe in Eins gebracht. Ist
man von dem 4 m- (2% Faden-) Grund frei, so wende man nach Backbord,
um in den Matu-Paßfs einzulaufen, der gewundener und daher für ein langes
Schiff schwieriger ist, als der Teputo-Pafs; im Oktober 1886 war er noch nicht
betounnt.
Der Tapueraha- oder De Vairaao-Kanal ist bei Seegang von West dem
von Teputo vorzuziehen. Die See ist hier schwächer, der Pafs breiter und die
Einfahrtsrichtung durch die Deckung einer Pyramide am Strande mit einem
kleinen trapezförmigen Hügel gegeben, welcher auf dem Kamme der Berge steht,
die sich durch einen einförmigen Abhang mit dem Berge Farei verbinden,
Diese Deckung N67°O ist, von See leicht aufzufinden, gewährt aber im
Passo selbst nicht die wünschenswerthe Genauigkeit. Der kleine Hügel liegt
ziemlich hoch und ist selbst bei nebligem Wetter auszumachen, Fährt man mit
einem grofsen Schiffe, so mufs man sich nahe am Lande halten, und könnte
dann ein Vorberg es verhindern, den Hügel‘ rechtzeitig zu sehen, um in der
Deckung in den Pafs einzulaufen,
Innere Passagen zwischen Port Phaeton und Vairaao. — Hat man, um
Port Phaeton anzulaufen, die Tapueraka-Einfahrt gewählt, so findet man auf
der Höhe der Spitze Rirz einen Kanal zwischen dem Lande und dem grofsen
Temaino-Riffe, welcher durch eine Korallenbank in zwei Theile getheilt ist, den
vorerwähnten Ost- und West-Pafs. In beiden Pässen mufs man, um nach
Taravao zu fahren, sich in der Mittellinie halten und die 5 m- (2%4 Faden-)
Bank vermeiden, welche 3 Kabllg. in Norden nahe dem Ostende des Temaino-
Riffes liegt. Jedenfalls hat man ein S zu beschreiben, und ist dies für ein
Schiff von grofsem Drehkreise stets etwas Unangenehmes. .
Der Ost-Pafßs ist sehr Ce der West-Pafs ist vorzuziehen und
wird, wenn betonnt, für grofse Schiffe leichter sein, doch müssen sie stets vor-
sichtig manövriren, da er innerhalb der 8 m- (4'/ Faden-) Linie nur 0,4 Kabllg.
breit. ist. :
Ankerplatz von Tautira. — Eine 1 m-Stelle in der Verlängerung der
Bucht von Vaionifa ist betonnt; auch die Klippe Crabe, 1 Sm N 42° W davon,
trägt eine Bake.
Zum Passiren der Vaiontfa-Einfahrt benutzen Schiffe, welche den Anker-
platz von Tautira anlaufen, die Deckpeilung des höchsten Pikes im Vattoto-
Thale mit dem Fuße des Vaionifa-Berges, jedoch ist sowohl diese Linie eine
sehr ungefähre, als auch der Pik oft von Wolken verdeckt.
5. Flaschenposten. a) Von dem Hydrographischen Amte zu Rio de
Janeiro ist durch die Seewarte in Hamburg dem Hydrographischen Amte ein
von S. M. S. „Nymphe“, Kommandant Korv.-Kapt. v. Reiche, auf der Reise
von Bahia nach Demurara, am 27. November 1884 über Bord geworfener
Flaschenpost-Zettel zugesandt worden. Die Flasche ist am 11. Dezember 1886
in der Mündung des Perguicas-Flusses, Provinz Maranham, Brasilien, von dem
Schiffsführer Antonio Dias Pereira aufgefunden worden und hat demnach
unter der bekannten Voraussetzung in. 744 Tagen einen Weg von ca 420 Sm
rw. N 83° 16‘ W zurückgelegt. ;
b) (D. S.) Durch Vermittelung des Deutschen Konsulats in Rio Grande
do Sul ist der Seewarte ein Flaschenpostzettel zugegangen, welcher von dem
Deutschen Dampfer „Desterro“, Kapt. Th. Saiuberlich, auf der Reise von
Madeira nach Montevideo am 5.. Dezember 1886 auf 30° 19‘ S-Br und 47° 50
W-Lg über Bord geworfen und von dem Herrn Severino Rodrigues de
Ervangelho am 6. Januar 1887 an der Küste von Brasilien gegenüber von