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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

Kleine Notizen, 
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Die Geschwindigkeit der Luftströmungen von 120 Sm in der Stunde ist 
freilich sehr grofs, über dieselbe giebt es aber nur wenig zuverlässige Beobach- 
tungen, Hildebrandsson giebt die Geschwindigkeit einer Cirrus-Wolke in 
8559 m Höhe auf 50m per Sekunde oder 112 Sm per Stunde an; andere 
Resultate liegen zwischen dieser Angabe und 90 Sm. Die angenommene aus 
der Verbreitung des Krakatao-Staubes sich ableitende Geschwindigkeit mu(s 
also hiernach als durchaus in den Grenzen der Möglichkeit liegend angesehen 
werden, 
Kleine Notizen. ) 
l. Ueber die Ansteuerung von St. Paul de Loanda®*) an der 
Westküste von Afrika berichtet der Kommandant S. M. Kr. „Habicht“, Korv.- 
Kapt. Koch, dafs das erste Landmark, welches, von Norden kommend, gesichtet 
wird, die Festungswerke von Fort San Miguel sind. Dieselben waren, trotz 
diesiger Luft, auf eine Entfernung von 15 Sm auszumachen, während der Leucht- 
thurm von Lagosta erst auf 5 Sm als solcher erkennbar war. Das Aussehen 
der Küste rings herum giebt keinen festen Anhalt, da dieselbe überall beinaho 
senkrecht abfällt und eine rothbraune Färbung hat. Der Thurm selbst ist ein 
kleines viereckiges Haus mit runder Kuppe darüber und ist weder in Höho 
noch in Aussehen aus einiger Entfernung von den umstehenden Bäumen zu 
unterscheiden. Die Bake, welche mit dem Fort San Pedro in Linie als Leit- 
marke zum Passiren östlich des Riffs von Loanda dient (Karte Tit. VIMN. No. 6), 
ist selbst aus geringer Entfernung kaum zu erkennen, . 
2. Wassertiefen auf der Barre von Maracaibo.®) Nach einer 
von dem Venezuelanischen Kriegs- und Marine-Ministerium erlassenen Veröffent- 
lichung*) gestalteten sich die Wassertiefen auf der Barre von Maracaibo im 
Jahre 1886 wie folgt: 
Januar . 
Februar 
März . 
April . 
Mai. 
Juni, . 
Juli. +. 
August. . 
September, 
Oktober . . 
November. . 
Dezember. . 
Hochwasser 
4 m 
3 
5» 
4,3 x 
Niedrigwasser 
3 
® 
» 
5 
‚a? 
2 » 
x 
3.9 
3. Strömungen an der Ostküste Afrikas zwischen Zanzibar 
und Kapstadt.°) Auf der Reise von Zanzibar nach Kapstadt vom 1. bis 
15. März d. J. hatte S. M. Kreuzergeschwader bei südlichen, meist südwestlichen 
Winden nach ziemlich dichtem Passiren der Komoren und von Kap Melano an sich 
in einem durchschnittlichen Abstande von 60 Sm von dem Haupt-Küstenverlauf, 
bei den weit in das Land einspringenden Buchten entsprechend weiter, haltend, 
mit Ausnahme des ersten Tages durchweg südwestliche, zwei Mal südöstliche 
Stromversetzungen, wie sie in der folgenden Zusammenstellung aufgeführt sind. 
1) Die mit (D. $.) bezeichneten Notizen sind von der Deutschen Seewarite eingesendet, 
2) „Africa Pilot“, Part II, 1884, S. 127. ; 
Vgl. auch Annalen 1885, S. 134 und 672, 
3) „West India Pilot“, Vol. I, 1883, S. 155. 
0) „Exposicion que dirige al Congreso de los Estados Unidos de Venezuela el Ministro de 
Guerra y Marina en 1887“, Caracas 1887. 
5) Vgl. auch Annalen 1886, S. 60 und 385. -
	        
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