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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

Ueber den Einflufs der Rotation der Sonne auf den Erdmagnetismus, 
Broun: aus Beob. in Makerstoun 1844, 45 
» „ » Greedwich 1850, 51 
Hornstein: aus der Deklin, in Prag 1870 
# „ Wien 1870 
„ Inklin. „ Prag 1870 . 
„ Beob. von Petersburg 1870. . . . 0... 44 
den Störg. in Pawlowsk 1./VIIL. 1882—31,/VIII. 1883 u, z, 
aus den westl. Störg. der Deklin., . , .. . ss 
” östl. » . . ” z » ‘ 
„ Gesammtstörg. der Deklin, . 
7 Störg. der Horiz. Intens. . 
» m ® 2» Verte @ RR 
Liznar: aus den Störg. der Deklin. in Wien 1./VIII. 1882-—31./X1. 1883 
u.’z. aus den westl, Störg. . . . . ‘ 5 # Ms 
„ „ Ööstl. » AO 
„ der tägl. Schwankung 1882—84 
der Deklin. in Wien . . . 
» ” „ Kremsmünster 
” ” „ Pawlowsk . . 
„ Horiz. Intens. in 1878—84 
„ Vert. ” " 
2923 
25,92 
25,86 
26,69 
26,39 
26,03 
96.24 
25,87 
25,47 
25,66 
25,79 
25,86 
25,95 
26,05 
26,05 
26,10 
25,89 
26,03 
95,64 
Die Werthe Hornstein’s sind entschieden zu grofs, wie os schon 
Hornstein aus einer graphischen Darstellung erkannt hat, jene Müller’s da- 
gegen etwas zu klein, weil beide nur einjährige Beobachtungen der Rechnung 
zu Grunde gelegt haben. Nimmt man das Mittel aus den Berechnungen Broun/’s, 
Hornstein’s und Müller’s, so ergiebt sich die Periodendauer zu 
Tı =— 25,98 Tage; 
aus meinen Rechnungen, bei welchen. das reichhaltigste 
worden ist, folgt . . 
T3 — 25,96 Tage, 
eine Uebereinstimmung, wie sie kaum besser sein könnte. 
Alle in hohen magnetischen Breiten angestellten erdmagnetischen Messungen 
haben uns darüber belehrt, dafs die Aenderungen des Erdmagnetismus daselbst 
um so gröfser ausfallen, je näher man dem magnetischen Pole kommt. Diese 
Eigenschaft zeigen nicht nur die Störungen, sondern auch die periodischen 
Aenderungen, von welchen leider nur die tägliche Periode aus den spärlichen 
Daten genauer studirt werden konnte. Das reichhaltige, nach einheitlichem 
Plane gesammelte Beobachtungsmaterial der Polarstationen wird uns die Mittel 
an die Hand geben, auch andere die erdmagnetischen Erscheinungen betreffende 
Fragen zu beantworten. Da auch die 26tägige Periode sich in den Daten der 
Polarstationen stärker ausprägen mufs, als in unseren Breiten, so habe ich diese 
Periode aus den Beobachtungen der beiden Polarstationen Fort Rae und Jan 
Mayen abzuleiten versucht.‘) .Wenn man berücksichtigt, dafs infolge der fort- 
währenden größeren oder kleineren Aenderungen der erdmagnetischen Elemente 
schon die Ableitung‘ des täglichen Ganges, der ausgesprochensten poriodischen 
Aenderung, ein ziemlich reichhaltiges Beobachtungsmaterial erfordert, so mufste 
ich um so mehr befürchten, dafs die Beobachtungen eines Jahres kaum dazu 
genügen dürften, um die 26 tägige Periode deutlich zu zeigen. Da ich die Arbeit 
aus dem angegebenen Grunde mit einer gewissen Voreingenommenheit unternahm, 
war ich um so- mehr überrascht, dafs das Resultat nicht nur die gesuchte Periode 
mit einer solchen Deutlichkeit zeigte, sondern dafs auch die Amplitude eine 
Gröfse aufwies, wie ich sie nicht erwartet hatte. 
. N Liznar, „Ueber die 26tägige Periode. der erdmagaectischen Elemente in hohen magnetischen 
Breiten“. Wiener Ber. Bd. 95.
	        
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