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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

at 
Kleine Notizen, 
Während des Aufenthaltes der „Louise“ in Huite vom 29. November bis 
23. Dezember 1885 fiel daselbst eine ungeheuere Menge Regen bei vorwiegend 
mäfsigen nordwestlichen und nördlichen Winden, Kapt. Köhne hält es für 
nicht übertrieben, wenn er behauptet, dafs es während zwei Drittel der ganzen 
Zeit geregnet hat. Trotzdem berichteten die Bewohner von Hwite, dafs es 
daselbst in den Wintermonaten noch bedeutend mehr regnen soll. 
8. Bemerkungen über einige Inseln des Paumotu-Archipels, 
nach den Berichten der Französischen Kriegsschiffe „Bourayne“ und „Taravao“ 
(„Notico hydrogr.“ No. 7, 1887). Die Insel Nairsa (Rangiroa, Vliegen, Deans).*) 
ie „Bourayne“ ankerte in der Einfahrt bei Avatorw, gegenüber dem Landungs- 
platze, so nahe wie möglich an der östlichen Küste, um aus dem Bereiche des 
Stromes zu kommen, 50m von Land. Das Landen ist hier sehr leicht. Im 
Winter, wenn die Nordwinde zu befürchten sind, mufs man im Innern der Lagune 
ankern, trotz der Stärke des Stromes und der Schwierigkeit des Verkehrs. Die 
Bevölkerung der Insel ist zum grofsen Theil katholisch; auch befindet sich daselbst 
eine Amerikanische Missionsstation von Mormonen. 
Fakarava.?) ARotoava, Sitz des Residenten, gewährt einen guten Anker- 
platz. Die Einfahrt ist sehr breit, und ein Schiff kann trotz der häufig hier 
auftretenden Stromwirbel mit genügender Geschwindigkeit dieselbe stets sicher 
passiren. Die Fahrt im Innern der Lagune nach dem Ankerplatze bietet keine 
Schwierigkeiten, da die Korallenuntiefen sich an der Wasseroberfläche befinden 
und aufserdem bekannt sind. Der Ankerplatz ist gut, selbst bei Ostwinden. 
Die Insel Niaw (Greig),®% ungefähr in 16° 6‘S-Br und 146° 30' W-Lg 
(nach der Englischen Segelanweisung liegt die Nordspitze in 16° 7‘ S-Br und 
146° 23‘ W-Lg) gelegen, ragt einige Meter über der Meeresoberfläche empor und 
ist dicht bewaldet; das Riff befindet sich in geringem Abstande vom Strande, 
Man kann sich dem Lande ohne Gefahr nähern; eine Einfahrt existirt nicht. 
Die Lagune enthält brackiges Wasser (vor 1878, wo die Insel durch einen 
Cyklon verwüstet wurde, war es süss); sie ist reich an einer Fischart (Ava), 
Der Ort liegt in ONO; die Landung ist bei Winden zwischen Süd und Ost ganz 
leicht, man thut aber gut, Eingeborene bereit zu halten, um das Boot über das 
Riff zu ziehen. Auf der Westseite ist noch ein anderer Landungsplatz, der, am 
Sandstrande vor dem alten Orte gelegeu, noch bequemer sein soll. 
Die Insel Kauehi*), in ungefähr 15° 50‘ S-Br und 145° 10‘ W-Lg (nach 
der Englischen Segelanweisung liegt der Ankerplatz auf 15° 50‘ S-Br und 
145° 8‘ W-Lg) gelegen, ist niedrig und bewaldet mit Ausnahme im Südsüdosten, 
wo ein 3—4 Sm langer baumloser Raum sich befindet. Dies ist die einzige für 
eine Annäherung bei Nacht gefährliche Stelle. Die Einfahrt liegt an der Süd- 
seite der Insel; es ist ein etwa 100m breiter Einschnitt durch einen schmalen, 
in der Richtung NW—5SO laufenden Korallenstreifen. In derselben läuft ein 
sehr starker Strom; gewöhnlich sind Ebbe und Fluth von ziemlich gleicher 
Dauer, und die Ebbe beginnt beim Aufgange des Mondes. Der Ankerplatz liegt 
ca 8 Sm NNO von der Einfahrt. Die Lagune ist rein, mit Ausnahme an den 
Rändern. Bei einer Annäherung mufßs man den Untiefen mit grofser Vorsicht 
aus dem Wege gehen; einige sind nur mit 1 bis 2m Wasser bedeckt und sehr 
gefährlich. Ungefähr 3000 m südlich vom Ankerplatze liegt die kleine bewaldete 
Insel Toetoe. Man ankert ca 800m S76° O0 von Fare-hau, die sehr gut konnt- 
lich ist; es sind dort 14m Wasser, Sand- und Korallengrund, und der Anker- 
platz scheint gut zu sein. 
9. Der Südwest-Monsun im Indischen Ocean ist nach Blanford, 
wie derselbe in seinem „Report on the Administration of the Meteorological 
Department of India for 1885—86“ ausspricht, nicht als eine einfache, durch 
die hohe Temperatur des Asiatischen Kontinents hervorgebrachte Ablenkung 
des Südost-Passats dieses Oceans zu betrachten, sondern er entspringt aus einem 
über dem Aequator lHegenden Luftreservoir, welches durch den Südost-Passat 
gespeiet wird. Nach den noch in Bearbeitung befindlichen Windkarten für den 
‘) „Pacific Islands“, Vol. III, 1885, Seite 87. 
%) „Pacific Islands“, Vol, III, 1885, Seite 83. 
5) „Pacific Islands“, Vol. III, 1885, Seite 85. 
{‘) Pacific Islands“, Vol. III. 1885. Seite 85.
	        
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