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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

Kleine Notizen, 
3ehr viele vorhanden. Von dieser Insel werden jährlich ca 30 Tons Kopra 
verschifft. 
Insel Oatafu (Duke of York), Bei dieser Insel ist kein Ankerplatz, 
[m Jahre 1886 bestand die Bevölkerung aus 260 Eingeborenen, welche von dem 
König Johanne regiert wurden und Protestanten sind. Dieselben leben alle auf 
äen westlichen Inseln, auf denen sich Trinkwasser befindet. Kokosnüsse, Geflügel 
und Schweine kann man erhalten. Fische sind sehr viele vorhanden. Von dieser 
Insel werden jährlich 50 Tons Kopra verschifft. 
Die Untiefe, welche sich westwärts und südwestwärts von der Insel be- 
finden soll, ebenso das im Meeresspiegel liegende Riff, welches 3 Sm nordwest- 
lich der Insel liegen soll, wurden von der „Miranda“ aus nicht gesehen. Der 
Englische Händler, welcher fünf Jahre auf dieser Insel wohnt, bestätigte, dafs 
er noch nie etwas von Riffen und Untiefen bei dieser Insel gehört hätte.!) 
7) 
6. Ueber die Inseln Sydney und Canton. Phönix-Inseln. Süd- 
licher Stiller Ocean. („Hydrographic Notice“ No. 14, London 1886.) Der 
Kommandant des Britischen Schiffes „Miranda“, Commander E. Rooke, hat 
über die Inseln Sydney und Canton Nachstehendes berichtet: 
insel Sydney. Infolge des Wachsens der Bäume hat diese Insel gegen- 
wärtig eine Höhe von 9m. Die Anlegebrücke am Westende der Insel liegt in 
4° 28‘ S-Br und 171° 10‘ W-Lg (vgl. No. 317 d. „Nachr. f, Seef,“ 1884). 
Auf dieser Insel befinden sich zwei Lagunen, auf welchen man wilde 
Enten und andere Vögel schiefsen kann. 
Die früher auf dieser Insel befindlichen Guanolager sind nun geschlossen; 
die Gesellschaft ist nach der Insel Canton gegangen. 
Zwischen den Inseln Oatafu und Sydney wurde im Mai 1886 keine 
Strömung angetroffen.?) 
Insel Canton (Mary) ist ca 1,8m hoch und hat einiges Buschwerk und 
zerstreut liegende Steinhaufen. Die Herren Arundell haben einen Kontrakt 
mit der Regierung der Vereinigten Staaten abgeschlossen, den Guano von dieser 
Insel zu-entuehmen, Die hölzerne Brücke liegt in 2° 47‘ S-Br und 171° 42‘ W-Lg 
and ist in der Nähe derselben dicht bei der Einfahrt in die Lagune ein Anker- 
platz auf 18 m Wasser. 
Sobald irgend Aussicht für westliche Winde ist, darf kein Segelschiff bei 
der Insel zu Anker bleiben; man mufs auf einer schmalen Bank, ca 2 Kabllg. 
vom Strande, ankern. Ein Britisches Schiff wurde dicht bei der Einfahrt in 
die Lagune wrack. In dieser Einfahrt läuft ein Strom von 4 bis 7 Kn Ge- 
schwindigkeit. 
Zwischen den Inseln Sydney und Canton beobachtete die „Miranda“ im 
Mai 1886 einen Strom nach WNW von 34 Sm in 24 Stunden.) 
Das Anlaufen von Paluan, Insel Mindoro,*) ist nach dem 
Berichte des Kommandanten des Oestr.-Ung. Schiffes „Nautilus“, Freg.-Kapt. 
Karl Spetzler („Hydrographische Nachricht“, Pola, No. 6, 1887), leicht, doch 
darf man sich nicht durch das im Plane (Tit. X: 214, Br. A.-K. No. 972) 'am 
Ost-Ufer des Flülschens angegehene Dorf irreleiten lassen; man sieht davon 
nur einzelne Dachfirste, während am West-Ufer des Flusses dicht am Strande 
die aus etwa 50 Hütten bestehende neue Ansiedelung vollkommen klar sichtbar 
ist. Nahe der Mündung führt eine rohe Brücke über den Fluß. Die im Plane 
mit „Cleared patch“ bezeichneten Stellen sind schr fragliche Anhaltspunkte. 
7. 
8. Ueber Fusan (Tsau-liang-hai), Ostküste von Korea,°) be- 
vichtet derselbe Kommandant („Hydrographische Nachricht“, Pola, No. 6, 1887) 
vom Juni 1886, dafs die auf der Karte (Tit. XI: 116, Br. A.-K. No. 1259) bei 
der Militärstation verzeichneten Hafendämme gänzlich zerstört und von Hoch- 
wasser bedeckt sind. Ein verfallener schlechter Damm besitzt eine hölzerne, 
1) „Pacific Islands“, Vol. II, 1885, pag. 54 und „Nachr. f. Seef,“ 1887 No. 585. 
3) a. a. O. pag. 55, 
3) a. a. O. pag. 57. 
) Findlay’s „Indian Archipelago“, 1878, S. 591 
5) „China Sea Directory“, Vol. IV, 1884, 8. 117.
	        
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