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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

Kleine Notizen. 
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um 11®* Vormittags. Die Mondfluth ist vom halben Betrage der ersteren und 
veranlafst eine Veränderlichkeit in der Höhe der Hauptfluth während ver- 
schiedener Mondphasen, eine geringe Veränderlichkeit in der Zeit derselben, 
sowie das Auftreten eines sekundären Hochwassers am Abend mit veränderter 
Zeit und Höhe. Die Springfluthhöhe beträgt 75 cm. 
Die folgende Zusammenstellung giebt einen Ueberblick über den Verlauf 
der Gezeiten nach den Beobachtungen in den Monaten Juni bis August 1886. 
Fat 
2h a. m. 
3 
11 
5h p.m, 
71» 
dw. 
iO” 
Fiuthhöhe in cm 
Neumond Erstes Viertel Vollmond Letztes Viertel 
40 
10 
50 
40 
In der Zeit zwischen Neumond und Erstem Viertel, sowie zwischen Voll- 
mond und Letztem Viertel finden die Haupttiden Vormittags eine Stunde später 
als bei Neumond und Vollmond statt, dagegen in der Zeit zwischen Erstem 
Viertel und Vollmond, sowie zwischen Letztem Viertel und Neumond eine 
Stunde später als beim Ersten und Letzten Viertel, 
3. Bemerkungen über verschiedene Inseln der Ellice-Gruppe. 
Südlicher Stiller Ocean. („Hydrographie Notice“ No. 14, London 1886.) 
Der Kommandant des Britischen Schiffes „Miranda“, Commander E. Rooke, 
hat über einige Inseln der Kikice-Gruppe Nachstehendes veröffentlicht: 
Insel Nurakita (Sophia).') An der Nordseite dieser Insel ist, 3 bis 
4 Kabllg. von der Küste, auf 13 bis 22 m Wasser, Sandgrund, ein guter Anker- 
platz. Von der NW-Spitze der Insel erstreckt sich ca 2 Kabilg. weit ein Riff. 
Im Jahre 1886 waren 18 Einwohner auf der Insel, welche Schildkröten, Fische 
und Bananen hatten. Das Trinkwasser ist jedoch sehr schlecht. 
Insel Nukulailai (Mitchell).?) Von der NW-Spitze dieser Insel. er- 
streckt sich 3 Kabllg. weit ein Riff. Im Jahre 1886 waren 150 Einwohner auf 
der Insel, welche unter einem Häuptlinge standen; sie waren alle Protestanten, 
Kokosnüsse, Bananen, Fische, Schweine und Geflügel kann man daselbst 
erhalten. 
[nsel Funafuti (Ellice). Die Einwohner siedeln alle nach der südlichen 
Insel, Funafana, über. Die „Miranda“ lief in die Lagune durch die südliche 
Einfahrt ein, in. welcher die geringste Wassertiefe 8,7 m betrug. Beim Ver- 
Jassen der Lagune wurde die nördliche Einfahrt benutzt, welche in der Mitte 
der beiden Inseln liegt und in welcher die geringste Wassertiefe 6,9 m betrug. 
Im Jahre 1886 lebten daselbst 200 Einwohner, welche von dem König 
Esekielu regiert wurden; alle waren Protestanten. Koukosnüsse, Bananen, 
Taro, Brotfrucht, Enten, Geflügel und Schweine kann man erhalten. Es werden 
jährlich ca 30 Tons Kopra verschifft. 
{Insel Nukufetau (De Peyster).?) Innerhalb der Lagune befinden sich 
an verschiedenen Stellen Ankerplätze; ein guter Ankerplatz mit 18 m Wasser 
liegt !/z Sm von dem Dorfe auf der westlichen Insel, dicht bei einer Sandbank, 
welche sich !/s3 Sm weit erstreckt und bei Niedrigwasser trocken fällt. Die 
Navigirung ist daselbst etwas schwierig. 
Im Jahre 1886 lebten daselbst 270 Einwohner, unter dem König Niko- 
temo; alle waren Protestanten. Die meisten der hier vorkommenden Fische 
sind giftig. 
Insel Oaitupu (Tracy).*) In der Nähe des %41 Sm NW von der Süd- 
spitze der Insel befindlichen Dorfes ist ein Ankerplatz auf 13m Wasser, ca 79m 
i) „Pacific Islands“, Vol. IL, 1885, pag. 60. 
2-8. a. O. pag. 61. 
3) a. a. O, pag. 62. 
Ya. a. O. pag. 63. 
ann. d Hyädr. ete.. 1887, Heft IV.
	        
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