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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

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Geographische Positions-Bestimmungen, 
sich im tiefen Wasser fast überall Schlick vorfindet, Das Schleppnetz, mit 
welchem auf der ganzen Reise so viel wie möglich gearbeitet wurde, ergab 
besonders auf den Bänken eine reiche Ausbeute von Thieren und Pflanzen. 
Nach einem kurzen Aufenthalte in Frederickshaab verliels die „Fylla“ mit 
dieser Kolonie am 19. August Grönland, um die Heimreise anzutreten, und 
kam am 6. September in Kopenhagen an. 
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Geographische Positions - Bestimmungen. 
In Bezug auf die geographische Position vieler Küstenpunkte herrscht 
in den vorschiedenen Karten und Segelanweisungen noch eine für die Chrono- 
meter-Regulirung und Navigirung störende Verschiedenheit, die sich sehr ein- 
fach durch die Benutzung verschiedener Quellen oder verschiedener Positions- 
Bestimmungen erklärt. Die Unterschiede erstrecken sich hauptsächlich auf die 
geographische Länge und sind in der Mangelhaftigkeit und Unsicherheit der 
zur Verwendung kommenden Methoden begründet. Durch die Kabelverbindung 
ist bereits ein bedeutender Fortschritt auf diesem Gebiete erzielt, indem sich 
durch Benutzung derselben der Längenunterschied zweier oder mehrerer Orte 
mit grofser Präcision bestimmen läfst, und ist zu erwarten, dafs die noch be- 
stehenden Differenzen mit der Ausbreitung des Kabelnetzes allmählich ver- 
schwinden werden. Diese Unsicherheiten zu heben und aus den verschiedenen 
Angaben über die Position eines Ortes die wahrscheinlichste abzuleiten, haben 
sich in den letzten Jahren namentlich einige Französische Marine-Offßziere an- 
gelegen sein lassen, wie die in den „Annales hydrographiques“ mehrfach ver- 
öffentlichten Arbeiten derselben lehren. So findet sich in dem Jahrgange 1884 
eine Abhandlung des Schiffslieutenants Melchior, welche die Lage der haupt- 
zächlichsten Insel- und Küstenplätze im Karaibischen Meere und auf den 
Bermudas-Inseln einer eingehenden Revision und Diskussion unterzieht und aus 
den verschiedenen Augaben die wahrscheinlichsten Werthe ableitet; Schiffs- 
lieutenant Simart .hat in den „Annales hydrographiques“ 1885 einige Plätze 
im Rothen Meere, sowie im Indischen und Stillen Ocean ebenso behandelt. 
Weiter umfalst ein längerer Aufsatz des Ingenieur hydrographe M. Caspari 
im Jahrgange 1886 derselben Zeitschrift eine grofse Anzahl Küstenplätze im 
Rothen und Indischen Meere, sowie an der Ostasiatischen Küste unter Einschlufs 
fast sämmtlicher von Simart schon besprochenen Orte, 
Wir werden aus diesen Arbeiten das Wichtigste und die Resultate, welche 
eine gewisse Zuverlässigkeit verdienen, wiedergeben. Die auf den Meridian 
von Paris bezogenen Längen sind hier auf den Greenwicher Meridian durch 
Anwendung eines Längenuntersehiedes von 2° 20‘ 15” übertragen. 
I. Atlantischer Ocean, Karaibisches Meer und Bermudas-Inseln. 
Die Längen wurden so viel wie möglich an Fundamental-Meridiane an- 
gelehnt, welche telegraphisch bestimmt, oder auf mit der gröfsten Sorgfalt aus- 
geführte Zeitübertragungen gegründet waren. An älteren Dokumenten und 
Angaben wurden sowohl Französische wie andere benutzt, unter welchen die 
„Annales hydrographiques“, der „West India Pilot“, „List of geographical 
positions“, 1883 vom Hydrographischen Amte in Washington veröffentlicht, die 
„Connaissance des temps“, die Französischen und Spanischen Segelanweisungen, 
sowie die Französischen und Britischen Karten hervorgehoben werden. 
l. Von Trinidad nach Martinique. 
Die geographischen Positionen von Trinidad und Barbados sind genau, 
da auf beiden Inseln ein Meridian telegraphisch festgelegt ist. Für die übrigen 
Inseln lassen sich nach den verschiedenen Angaben der Längendifferenzen
	        
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